Sicherer Kurzstreckenfunk für Handy und Tablets
Netzwelt-Wissen: NFC - Near Field Communication
Bei den wenigsten Technologien können sich alle Hersteller auf einen einheitlichen Standard einigen. Das ist meist nur dann der Fall, wenn es ein branchenübergreifendes Interesse gibt, dass sich eine Neuentwicklung schnell ausbreitet und problemlos angenommen wird. Die sogenannte Near Field Communication (NFC) ist genau so ein neuer Standard, in den die gesamte IT- und Mobilfunk-Branche derzeit große Erwartungen setzt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Datenübertragung
- 2Das NFC-Protokoll
- 3Handy und Szenarien
- 4Zahlungssicherheit
- 5Fazit
Datenübertragung
Die Idee von NFC ist sehr einfach: Während bei Bluetooth und WLAN die Verbindung zweier Geräte manuell durch den Nutzer hergestellt werden muss, erfolgt die Kommunikation bei NFC ohne besondere Einrichtung - nur durch die physische Nähe zweier Gegenstellen. Tatsächlich ist NFC damit der bekannten RFID-Technik sehr ähnlich, die zum Beispiel zum Auslesen von Informationen des Reisepasses und auf dem neuen Personalausweis eingesetzt wird. Im Unterschied zu RFID gibt es bei NFC aber keine klare Rollenverteilung: Prinzipiell kann jedes Gerät sowohl als Sender als auch als Empfänger fungieren, während bei RFID eine Gegenstelle immer "passiv" bleibt. Erst durch die Peer-to-Peer-Unterstützung eröffnen sich viele neue Einsatzszenarien.
Das NFC-Protokoll
Die Internationale Organisation für Normung (kurz ISO) ist für die Standardisierung wichtiger Technologien wie WLAN, RFID oder NFC zuständig. RFID ist bereits sehr gut standardisiert und dokumentiert, da es schon seit den 90er Jahren in der breiten Praxis eingesetzt wird. NFC ist deutlich jünger und befindet sich noch in der Entwicklung, sodass nicht alle Eigenschaften der neuen Technologie herstellerübergreifend festgelegt sind.
Die beiden Hightech-Firmen Sony und Philips Semiconductors haben sich im Jahr 2002 für das Thema NFC zusammengeschlossen und es als Ableitung aus den RFID-Standards entwickelt, seit 2004 treibt das NFC Forum (Sony, NXP, Nokia) die Entwicklung und Standardisierung weiter voran. In Zukunft dürften noch Eingaben von Apple und anderen Firmen einfließen, die sich ebenfalls für die Technik interessieren.
Trotz der noch nicht gefestigten Standardisierung sind die wesentlichen Rahmenbedingungen für NFC seit einiger Zeit klar: Die wichtigste Regel lautet, dass zwei Endgeräte maximal zehn Zentimeter von einander entfernt sein dürfen, wenn sie Daten per NFC austauschen sollen. Die physische Nähe ersetzt praktisch das manuelle Pairing bei Bluetooth oder die Eingabe eines WLAN-Passworts und soll verhindern, dass ein Zugriff durch nicht genehmigte Nutzer möglich ist. Die initiale Verbindung zweier NFC-Geräte dauert meist nur eine Zehntelsekunde - zum Vergleich: Bluetooth ist mit etwa einer Sekunde deutlich langsamer. NFC funkt auf 13,56 Megahertz und leistet maximal eine Übertragungsrate von 58 Kilobyte pro Sekunde.



In Menschen implantierte Elektronik kann bald dabei helfen, besser Krankheiten zu behandeln oder den Personalausweis zu ersetzen. Doch diese Technik könnte für den Menschen auch gefährlich werden. Ein britischer Wissenschaftler demonstriert an einem Selbstversuch die Verwundbarkeit solcher Systeme.
Mit der Near Field Communication-Technologie (NFC) werden Handys zum Bezahlmittel für kleine Geldbeträge. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona haben mehrere Hersteller Geräte mit NFC-Chip vorgestellt. Und die Telekom kündigte das Bezahlsystem "Mobile Wallet" an.
Die Mobilfunker Telekom, O2 und Vodafone wollen eine eigene Firma gründen, um das Bezahlen mit dem Handy voranzutreiben. Anfang 2012 sollen zudem Gratis-NFC-Sticker verteilt werden, die alle SMS-fähigen Handys zur mobilen Geldbörse machen.
Mobiles Bezahlen mit Handys spielt in letzter Zeit eine immer größere Rolle, so sind neue Mobiltelefone häufiger mit einem NFC-Chip ausgestattet. Die Sparkassen möchten die Konkurrenz ausstechen und integrieren entsprechende Funkchips in ihre EC-Karten.
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Protest gegen Gerry Weber: Die Modemarke verwendet RFID-Chips in ihrer Kleidung, die auf mehrere Meter Entfernung ausgelesen werden und so Kunden identifizieren können.
NFC-Smartphones sind rar, als Übergangslösung eignen sich Bezahl-Sticker. Giesecke & Devrient hat eine solche Lösung entwickelt - und erste Partner an Bord.





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insgesamt 1 BeitragIch verstehs nicht so ganz. Die neueren Samsung Galaxy Modelle haben doch bereits einen NFC-Chip? Und wie kann ein Aufkleber am Handy dieses mit einem weiteren verbinden? Irgendwo muss doch ein Kontakt hergestellt...