Verbindet klassische Bildbearbeitung mit Funktionen für Rohdaten
Capture One 6: Bildbearbeitung speziell für RAW- und HDR-Fotos
Kleine Kompaktkameras speichern Bilder meist im JPEG-Format, während hochwertige Modelle ihre Fotos als RAW-Datei ablegen. Letzteres bietet dem Nutzer einige Vorteile: Es spiegelt exakt die aufgenommenen Daten des Kamera-Chips und kann unter Berücksichtigung des eingesetzten Modells am Computer leichter bearbeitet werden. Allerdings sind für das Einlesen von RAW-Fotos meist spezielle Programme nötig.

Inhaltsverzeichnis
- 1Systemanforderungen
- 2Einfache Konfiguration
- 3Aufnehmen und Anzeigen
- 4Neue Bilder importieren
- 5Bearbeitungswerkzeuge
- 6Fazit
Systemanforderungen
Adobe bietet dazu Lightroom an, das als Ergänzung zu Photoshop gedacht ist. Die Trennung in zwei Pakete ist für einige Nutzer zwar sinnvoll - eine integrierte Lösung wie Capture One bietet dafür aber eben ein Stück Software aus einem Guss, das den meisten Menschen deutlich besser gefällt. Das Programm steht gleich in mehreren Versionen zur Verfügung: Capture One Pro 6.2 ist das Spitzenprodukt, das mit 299 Euro trotzdem noch recht günstig ist. Die kleinere Variante Capture One Express bietet einen deutlich reduzierten Umfang an Funktionen, ist für Heimanwender mit geringen Ansprüchen gedacht und kostet dafür nur 99 Euro.
Beide Programme lassen sich vor dem Kauf einen Monat lang kostenlos testen. Interessierte Nutzer sollten unbedingt einen Blick auf die Systemanforderungen werfen, die relativ hoch gesteckt sind: Der Hersteller empfiehlt mindestens einen Prozessor mit zwei Kernen, um große RAW-Fotos zu bearbeiten. Dazu sollten zwei oder mehr Gigabyte Arbeitsspeicher und mehrere Gigabyte freier Festplattenspeicher zur Verfügung stehen. Als Betriebssystem wird das aktuelle Windows 7 empfohlen, auch Windows Vista und Windows XP mit Service Pack 3 lassen sich aber noch problemlos nutzen. Capture One ist seit einiger Zeit auch für den Mac verfügbar: Dort läuft es unter Mac OS X 10.5.8, 10.6.4 oder der neuesten Lion-Ausgabe.

Einfache Konfiguration
Die Installation von Capture One ist denkbar einfach: Unter Microsoft Windows erledigt das ein komfortabler Setup-Assistent, unter Mac OS X muss lediglich die Software aus dem .dmg-Archiv in den Programmordner kopiert werden. Auf beiden Plattformen kann die Anwendung sofort ohne Neustart des Systems eingesetzt werden. Beim ersten Start muss der Anwender zuerst die Lizenzbedingungen bestätigen, bis Capture One nach der erworbenen Lizenz fragt: Sowohl Capture One Pro 6 als auch die Express-Variante und Capture One DB befinden sich in einer einzigen Programmdatei, die nur in Abhängigkeit von der Lizenznummer die jeweiligen Funktionen freischaltet. Für Nutzer, die zunächst Capture One Express erwerben und später ein Upgrade kaufen möchten, ist das sehr angenehm - sie müssen die Applikation nicht neu installieren.
Auf den ersten Blick erinnert Capture One stark an Lightroom und andere RAW-Konverter: Die Oberfläche ist ganz in Grau-/Schwarz-Tönen gehalten. Dennoch heben sich die Symbole durch die Farbgebung in den Tönen Orange und Grau ausreichend von den umliegenden Elementen ab, sodass ein recht hoher Kontrast für ermüdungsfreies Arbeiten entsteht.
Das Hauptfenster von Capture One 6.2 gliedert sich in drei Bereiche: Oben befindet sich neben der Menü- auch eine Werkzeugleiste, über die ein schneller Zugriff auf regelmäßig genutzte Funktionen möglich ist. Die Symbole sind in sogenannte Werkzeugregister gegliedert, mit denen Nutzer zusammengehörige Objekte gliedern können. Zu sogenannten Cursorwerkzeugen existieren neben dem Standard-Werkzeug noch weitere Varianten, die sich durch einen Klick oder über frei konfigurierbare Tastenkombinationen auswählen lassen (Einstellung im Bearbeiten- respektive Capture-One-Menü).

