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MindMeister: Gedächtniskarten im Browser
Mindmapping im Browser mit MindMeister

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Immer mehr Anwendungen wandern in den Browser, jetzt auch das Mindmapping: Mit dem Programm MindMeister lässt sich fast alles erledigen, was auch der Platzhirsch MindManager kann.

MindMeister ist eine Anwendung für Gedächtniskarten, die komplett im Browser läuft.

Es gibt nur wenige Firmen, die ihre Branche so beherrschen wie Mindjet: Der MindManager gilt für die professionelle Erstellung von Gedächtniskarten als alternativlos, lediglich der Lizenzpreis schreckt einige Nutzer ab. Bald könnte es mit der Dominanz der US-Firma vorbei sein. Denn immer mehr Software wandert in die Cloud und mit MindMeister gibt es nun auch eine konkurrenzfähige Lösung für Gedächtniskarten.

Zweite Version

MindMeister ist schon seit Mai 2007 im Netz verfügbar, erst jetzt haben die Entwickler der MeisterLabs aber einen entscheidenden Sprung nach vorn gemacht und die neue Version der Anwendung freigegeben. Im Vergleich zur letzten Version wurde MindMeister massiv überarbeitet und setzt jetzt ausschließlich auf die Technologien HTML 5 und CSS 3, sodass die Software prinzipiell in jedem modernen Browser (Firefox 3.5, Internet Explorer 8, Safari 5 oder neuer) funktioniert. Andere Programme für die Erstellung von Gedächtniskarten setzen weiterhin auf Flash, sodass sie auf mobilen Endgeräten ohne Adobe Flash Player nicht verfügbar sind. MindMeister punktet hier, weil es auf Computer und Tablet identisch aussieht.

Die Anmeldung

MindMeister ist nicht kostenlos: Bei der Registrierung bietet der Betreiber MindMeister Personal für 4,99 Dollar im Monat als günstigste Variante an, in der die wichtigsten Funktionen gebündelt sind und die Zahl der in der Cloud gespeicherten Gedächtniskarten nicht beschränkt ist. Die Pro-Fassung (9,99 Dollar im Monat) bietet darüber hinaus mehr Export-Formate, individuelle Designs und eine Statistik-Funktion. Für den Einsatz im geschäftlichen Umfeld gibt es ein Business-Paket (19,99 Dollar) mit automatischen Backups und einigen anderen Extras. Alle drei Pakete können Neukunden dreißig Tage lang kostenlos testen.

In MindMeister lassen sich beliebig viele Gedächtniskarten (und Ordner) verwalten.

Für Anwender, die nur geringe Ansprüche an den Funktionsumfang haben und mit maximal drei Mindmaps im Browser zurechtkommen, genügt die Basis-Variante von MindMeister. Sie ist am Ende der Registrierung versteckt und verursacht keine monatliche Kosten, eine Exportfunktion fehlt hier aber völlig. Die Anmeldung selbst ist in wenigen Minuten erledigt: MindMeister fragt neben den persönlichen Daten wie Name und der Anschrift lediglich noch die Rechungs- und Zahlungsinformationen ab. Neben Kreditkarten können Nutzer das MindMeister-Abonnement auch per PayPal bezahlen, was für hiesige Nutzer sehr praktisch ist.

Schönes Design

Nach der Anmeldung kann MindMeister direkt genutzt werden, ohne die eigene E-Mail-Adresse gesondert bestätigen zu müssen. Die Oberfläche der Cloud-Anwendung wirkt auf den ersten Blick sehr einfach, durch das Ordner-Konzept können auch ungeübte Benutzer hunderte Gedächtniskarten schnell ablegen. Ab Werk sind neben "Alle Mindmaps" noch Suchordner für "Zuletzt geändert" sowie "Öffentliche Maps" und auch ein Papierkorb vorhanden. Die Import-Funktion in der Symbolleiste dient dazu, bereits vorhandene Maps in der Anwendung zu öffnen. Neben dem Mindjet-Format kann MindMeister auch FreeMind-Dateien lesen. Eigene Gedächtniskarten werden auf Wunsch im .mind-Format auf den Rechner heruntergeladen.

Der Editor für Gedächtniskarten ist genau wie die Dateiverwaltung sehr übersichtlich: Standardmäßig legt MindMeister für jede neue Mindmap einen Hauptknoten an, der umbenannt werden kann und als Vorlage für den Namen der jeweiligen Datei dient. Der Anwender kann beliebig viele Unterknoten über mehrere Ebenen erstellen - sie werden automatisch platziert, auf Wunsch lassen sie sich aber auch manuell sortieren. Bei der Schriftformatierung unterstützt MindMeister drei Größenklassen, diverse Farben und natürlich kursiv und fett. Jeder Knoten kann mit Smileys und anderen Symbolen ergänzt werden, um einzelne Objekte einer Karte besser zu unterscheiden. Links, Notizen, Anhänge und Co. ergänzen die Funktionspalette.

MindMeister unterstützt die Freigabe von Dokumenten für Arbeitsgruppen.

Zusammenarbeit

Ähnlich wie Google Text und Tabellen bietet MindMeister eine Funktion, um eine Gedächtniskarte mit dritten Nutzern zu bearbeiten. Einzelne Dateien können komplett öffentlich für alle Nutzer freigegeben oder auf bestimmte Personen beschränkt werden, die auf Wunsch nur eine Lese- und keinerlei Schreibberechtigung erhalten. Die Funktion ergibt praktisch aber nur in Firmen mit kleinen Arbeitsgruppen wirklich Sinn.

Fazit

Nach eigenen Angaben besitzt MindMeister derzeit knapp über eine Million registrierter Anwender, die sich schon für die Cloud-Anwendung entschieden haben. Die Anwendung genügt auch anspruchsvollen Nutzern und kann mit Mindjet MindManager und anderen Programmen durchaus konkurrieren, auch wenn die Integration in das Büroprogramm Microsoft Office noch fehlt. Mit den iOS-Apps lässt sich MindMeister mobil noch besser verwenden.

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Immer mehr Anwendungen wandern in den Browser, jetzt auch das Mindmapping: Mit dem Programm MindMeister lässt sich fast alles erledigen, was auch der Platzhirsch MindManager kann.

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MindMeister: Gedächtniskarten im Browser
MindMeister: Gedächtniskarten im Browser
MindMeister ist eine Cloud-Anwendung, mit der sich Gedächtniskarten in jedem HTML5-fähigen Browser bearbeiten lassen. Damit spart sich der Nutzer nicht nur die umständliche Installation einer Anwendung, sondern kann das identische Programm auch auf mehr als einem Endgerät gleichzeitig einsetzen.
http://www.netzwelt.de/news/88219-mindmeister-gedaechtniskarten-browser.html
2011-09-05 08:53:17
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MindMeister: Gedächtniskarten im Browser