Brennen von Daten, Audio und Video
Burn: Kostenloses Brennprogramm für Macs
Burn ist ein kostenloses Brennprogramm für Mac OS X, mit dem sich Daten-, Audio- und Video-Medien ohne großen Aufwand herstellen lassen. Das kostenlose Programm bietet zwar nicht ganz so viele Funktionen wie das aktuelle Roxio Toast, erweitert das Betriebssystem aber zumindest um die allerwichtigsten Dinge.

Inhaltsverzeichnis
- 1Systemanforderungen
- 2Daten, Audio und Video
- 3CD/DVD in Burn kopieren
- 4Fazit
In der Strategie von Apple spielen optische Medien nur noch eine untergeordnete Rolle. Seit dem MacBook Air ist klar, dass die SuperDrive-Laufwerke in immer weniger Rechnern aus Cupertino verbaut werden, mit der letzten Aktualisierung wurden sie auch im Mac Mini gestrichen. Wer dennoch gern mit dem Mac CDs oder DVDs brennt, sollte sich das Programm Burn ansehen - es kann wesentlich mehr als Mac OS X.
Systemanforderungen
Burn ist mit knapp 17 Megabyte ein sehr schlankes Programm, sodass das Laden aus dem Internet selbst bei langsamer Internetverbindung in wenigen Minuten erledigt ist. Im Gegensatz zu anderen Anwendungen steht Burn derzeit nicht im Mac App Store bereit, sodass sich der Anwender um die Installation - und auch um das Einspielen von Updates - selbst kümmern muss. Dafür haben die Entwickler aber auch an sehr alte Macintosh-Modelle gedacht: Burn läuft selbst auf Mac OS X 10.3.0 noch und kümmert sich nicht darum, ob eine PowerPC- oder Intel-CPU eingesetzt wird. Burn 2.5 wird als sogenanntes Universal Binary geliefert, die Installation ist denkbar einfach: Der Anwender muss lediglich die Burn-Datei in den Programme-Ordner des Systems kopieren und gegebenenfalls einen Blick auf die beigefügte Dokumentation (FAQ) werfen.

Daten, Audio und Video
Nach dem Start erkennt Burn das SuperDrive-Laufwerk aller gängigen Mac-Modelle automatisch, auch per USB oder FireWire angeschlossene externe Brenner sollten in den Einstellungen als optisches Laufwerk angezeigt werden. Dort kann der Anwender einstellen, welches Gerät standardmäßig eingesetzt wird, ob gebrannte Daten grundsätzlich überprüft werden sollen und ob das Medium nach der Fertigstellung auf dem Schreibtisch erscheint oder ausgeworfen wird.
Die restlichen Einstellungen gliedern sich in drei Reiter für Daten, Audio und Video, die der Aufteilung des Programms selbst entsprechen. Burn ist auch für Einsteiger sehr leicht bedienbar: Der Benutzer muss sich zunächst für den gewünschten Medientyp entscheiden und dann einen Namen für die CD/DVD eingeben. Bevor es an das Hinzufügen der eigentlichen Dateien geht, sollte das Dateisystem mit Bedacht ausgewählt werden: Für Daten-CDs/DVDs unterstützt Burn 2.5 sowohl HFS+ als auch HFS sowie Joilet, ISO9660 und UDF, das für DVDs empfohlen wird. Neben einer gewöhnlichen Audio-CD und -DVD kann Burn auch MP3-Medien herstellen, die sich dann aber nur in entsprechenden Geräten abspielen lassen. Videos werden entweder als VCD, SVCD, als DVD-Video oder im DivX-Format auf die Silberscheiben gebrannt.
CD/DVD in Burn kopieren
Unter Mac OS X muss jedes Mal das Festplatten-Dienstprogramm bemüht werden, wenn ein ISO-Abbild auf CD oder DVD gebrannt werden soll. Mit Burn geht das deutlich schneller: Der Nutzer kann durch Ziehen und Ablegen in den Kopier-Reiter ein Image aktivieren und es direkt brennen lassen. Soll eine vorhandene CD oder DVD kopiert werden, geht das auf dem gleichen Weg: Entweder wird diese vorab eingelesen und in einem temporären Ordner zwischengespeichert oder der Anwender zieht den zweiten (internen/externen) Brenner ins Burn-Fenster, um den Kopiervorgang dann auf dem jeweils anderen Gerät zu starten.

Fazit
Das Brennprogramm Burn kann deutlich mehr als Mac OS X selbst. Besonders für das Herstellen einer Audio- oder Film-CD/DVD ist die Anwendung sehr gut geeignet, auch wenn sie lange nicht an die Funktionsvielfalt von Roxio Toast herankommt. Da das Programm kostenlos ist, spricht absolut nichts gegen den Einsatz.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.
