Hosting einer persönlichen Videoplattform
MediaCore im Kurztest: YouTube-Server für jedermann
Trotz der Bemühungen von MyVideo, Vimeo, Clipfish und Co. ist YouTube immer noch der unangefochtene Marktführer unter den Videoplattformen. Der Erfolg rührt auch daher, dass Nutzer ein YouTube-Video relativ schnell auf ihrer eigenen Website einbinden können - das ist deutlich günstiger, als einen eigenen Server für Streaming-Inhalte zu betreiben, was schnell mit Kosten von über 200 Euro jeden Monat verbunden ist.

Inhaltsverzeichnis
- 1Nicht kostenlos
- 2Neue Filme hochladen
- 3YouTube, Vimeo und mehr
- 4Fazit
Nicht kostenlos
Trotzdem gibt es genügend Gründe, auf YouTube zu verzichten: So kann sich der Anwender nie ganz sicher sein, wie Google mit den eingestellten Inhalten umgeht und ob diese dauerhaft auf der Plattform vorhanden sein werden. Bei privaten Videos ist YouTube ebenfalls keine wirklich gute Lösung.
Für diese Fälle wurde die Videoplattform MediaCore entwickelt, über die sich jeder Mensch sein eigenes kleines YouTube einrichten kann - und zwar wirklich nur mit eigenen Inhalten, ohne Kombination mit dritten Inhalten und optional sogar ohne Kommentare. Für das Plus an Komfort und Funktionen muss der Anwender allerdings bezahlen.
MediaCore Standard kostet 99 US-Dollar im Monat (etwa 68 Euro), bietet 50 Gigabyte Speicherplatz für Videos und 100 Gigabyte Transfervolumen und erlaubt es 10 Nutzern, administrative Tätigkeiten auszuführen. Wer mehr Leistung benötigt, muss entweder das Professional-Paket (249 US-Dollar, 150 Gigabyte Speicher sowie 300 Gigabyte Transfervolumen) oder das Spitzenprodukt MediaCore Business (499 US-Dollar, 300 und 600 GB) buchen. Immerhin bietet der Betreiber Neukunden einen kostenlosen Test für 30 Tage an, außerdem kann man jederzeit kündigen oder ohne Wartezeit in einen höheren oder niedrigen Tarif wechseln.

Neue Filme hochladen
Die Anmeldung bei MediaCore für den Testzeitraum ist ohne Kreditkarte möglich, erst nach einem Monat ist die Angabe eines gültigen Zahlungsmittels zwingend erforderlich. Bei der Neuanmeldung muss man sich für einen Namen entscheiden, unter dem die persönliche Videoplattform später erreichbar ist. Standardmäßig wird jedem Konto eine MediaCore-Subdomain nach dem Schema http://name.mediacore.tv zugeteilt, die sofort nach der Registrierung (ohne Rückbestätigung der E-Mail-Adresse) erreichbar ist. Sie gliedert sich in die Reiter Guide, Library und Upload und ist mit einer sehr schönen grau-silbernen Oberfläche versehen.
Die eigentliche Steuerung von MediaCore erfolgt über die Administrations-Konsole, zu der problemlos auch mehrerer Zugänge eingerichtet werden können. Nach der Anmeldung wird stets der Bereich zum Hochladen neuer Medien angezeigt: Neben der eigentlichen Datei, die in allen gängigen Formaten (AVI, MPEG, etc.) importiert werden kann, bietet MediaCore auch Felder für die Eingabe von Titel, Beschreibung, Kategorien und passenden Schlüsselwörtern an. Sollte das automatisch generierte Vorschaubild nicht passen, kann der Nutzer auf Wunsch auch eine eigene Datei hochladen. Neue Beiträge lassen sich sofort veröffentlichen, zu einem bestimmten Zeitpunkt freischalten oder für die spätere Verwendung erst einmal nur speichern.

Nett an MediaCore ist auch, dass man die Open-Source-Version auf einem eigenen Server installieren und dann auch beliebige Anpassungen vornehmen kann. Ich habe z.B. MediaCore-Portale für Fernsehsender usw. gebaut....
Das Ding kostet leider das Selbe wie ein Streaming Server... Auf Youtube lassen sich Kommentare ebenfalls ausschalten und wenn man Videos eh nur an eine sehr begrenzte Zahl von Leuten weitergeben möchte, gibt...