Nur 40.000 Vorabwidersprüche
Vorabwiderspruch bei Bing Streetside: Microsoft profitiert von Google
Im vergangenen Jahr wurden die Schlagzeilen im Sommer oftmals von Google Street View geprägt. Die Aufregung war sehr groß und kam nicht nur von Datenschützern. Microsofts Pendant Bing Streetside sorgte zwar ebenfalls für Kritik, aber für deutlich weniger Vorabwidersprüche von Bürgern.
Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel sind bis jetzt rund 40.000 Vorabwidersprüche gegen die Abbildung von Häuserfassaden eingereicht worden. Der Spiegel beruft sich dabei auf Informationen von Microsoft. Mieter und Hausbesitzer können seit Anfang August der Veröffentlichung von Bildern bei Streetside widersprechen. Bei Google waren hingegen rund 245.000 Widersprüche eingegangen.
Microsoft profitiert von Google Street View
Hierbei sollte man allerdings beachten, dass der Vorabwiderspruch bei Google zwischen April 2009 und Oktober 2010 möglich war - zunächst per Brief, später auch per Online-Formular. Gegen Streetside kann vorab nur noch bis Ende September Widerspruch eingelegt werden. Microsoft möchte auch Beschwerden mit aufnehmen, die vor dem 15. Juli eingegangen sind, sofern ausreichend Informationen zum Haus gemacht wurden.
Das bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hatte laut Informationen des Spiegels mit einem deutlich größeren Ansturm gerechnet. Der Präsident der Datenschutzstelle Thomas Kranig geht davon aus, dass sich die Gemüter rund um das Thema beruhigt haben. Microsoft selbst glaubt, dass das Unternehmen von Google Street View profitieren konnte. Da dieser Dienst schon länger in Deutschland zur Verfügung steht, hätten sich die Nutzer bereits damit vertraut machen können und wüssten inzwischen, wie das Ganze funktioniere. Deshalb könnten sie jetzt eine "sachliche Risiko-Nutzen-Abwägung" vornehmen.
Microsoft bekam nach der Bekanntgabe, dass Streetside auch in Deutschland starten soll, aber durchaus Kritik von Datenschützern zu spüren. Das Unternehmen gab dieser Kritik nach und genehmigte schließlich doch noch die Möglichkeit zum Vorabwiderspruch.


Auch Microsoft wird seinen Fotostraßen-Dienst Bing Streetside nach Deutschland bringen. Der Softwareriese aus Redmond will allerdings deutlich weniger Daten sammeln als Google für Street View.
Microsoft darf mit Kamerafahrten für den Foto-Straßendienst Street Side beginnen. Das zuständige bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat dem Unternehmen dafür die Erlaubnis erteilt. Über ein Vorabwiderspruchsrecht wird aber weiter verhandelt.
Microsoft lenkt im Streit um ein Vorabwiderspruchsrecht bei Bing Streetside ein. Wie bei der Konkurrenz können deutsche Nutzer bald auch hier vorab die Veröffentlichung von Bildern ihres Hauses im Dienst unterbinden.
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