Wird durch eine virtuelle Community ergänzt

Screenbrush 1.3: Freeware-Zeichenprogramm mit virtueller Galerie

Microsoft liefert das Zeichenprogramm Paint schon seit der ersten Windows-Version kostenlos mit dem Betriebssystem aus - zuerst unter dem Namen Paintbrush, ab Windows 1995 nur noch unter der Kurzform Paint. Das Programm ist in der aktuellen Version für einfaches Malen durchaus geeignet, wer mit etwas mehr Anspruch an seine Aufgaben geht, sollte sich die alternative Anwendung Screenbrush ansehen.

Screenbrush bietet beim Start direkt die Erstellung eines Online-Kontos an. (Bild: Netzwelt)
Screenbrush bietet beim Start direkt die Erstellung eines Online-Kontos an. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Systemanforderungen
  2. 2Die Zeichenwerkzeuge
  3. 3Community und Galerien
  4. 4Fazit

Systemanforderungen

Das Programm Screenbrush stammt von dem gleichnamigen Unternehmen aus der Oberpfalz und läuft unter Windows XP mit Service Pack 3, Windows Vista oder dem aktuellen Windows 7. Screenbrush setzt das .NET Framework von Microsoft als technische Grundlage ein, sodass dieses ebenfalls auf dem PC vorhanden sein muss - empfohlen wird Version 4, notwendig ist mindestens .NET 3.5. Mit einem 1-Gigahertz-Prozessor, 512 Megabyte Arbeitsspeicher und einer Bildschirmauflösung von 1.024 mal 768 Pixeln oder höher sollte sich das Programm ohne Probleme auf dem Computer installieren und starten lassen.

Die Oberfläche von Screenbrush erinnert stark an SketchBook Pro von Autodesk. (Bild: Netzwelt)
Die Oberfläche von Screenbrush erinnert stark an SketchBook Pro von Autodesk. (Bild: netzwelt)
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Die Zeichenwerkzeuge

Der Setup-Assistent verweigert ohne vorhandenes Microsoft .NET Framework einfach den Dienst, ohne die Nutzer in einer Fehlermeldung darüber zu informieren. Dafür wird die Möglichkeit angeboten, Screenbrush entweder nur für den angemeldeten Nutzer oder für alle Konten von Windows zu installieren. Im ersten Fall ist eine Konfiguration sogar ohne Systemverwaltungsrechte möglich. In der Regel sollte Screenbrush in fünf Minuten vollständig installiert sein, inklusive Download - dieser ist mit 14 Megabyte angenehm schlank.

Der Login-Dialog der Anwendung kann ohne Probleme übersprungen werden, um sofort in das Hauptfenster zu gelangen. Auf den ersten Blick erinnert Screenbrush eher an professionelle Zeichenprogramme wie zum Beispiel AutoDesk SketchBook als an Microsoft Paint. Im Zentrum der Applikation steht die Zeichenfläche, auf der Nutzer ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Am linken Rand des Fensters befindet sich eine Leiste mit Werkzeugen zum Speichern, Drucken und Co., wie man es aus einer klassischen Bildbearbeitung schon kennt.

Rechts zeigt Screenbrush alle Ebenen des aktuellen Dokuments, standardmäßig wird zusätzlich zur Hintergrund- auch eine erste Mal-Ebene angelegt. Rechts unten im Fenster sitzt ein kreisrundes, einer Palette nachempfundenes Auswahlfeld für die Farben, auf der linken Seite befindet sich in gleicher Höhe das Pendant zum Wechseln der Pinsel. Zu jedem Werkzeug blendet Screenbrush am unteren Rand passende Optionen ein, um beispielsweise Druck, Stärke des Strichs, Farbmenge und Verdünner zu ändern. Das gesamte Programm ist sehr übersichtlich gestaltet.

Community und Galerien

Besonders ansprechend ist die 3D-Vorschau einer Zeichnung, über die Künstler ihre Ergebnisse aus jedem beliebigen Blickwinkel betrachten können. Auch für andere Anwender ist diese Möglichkeit praktisch, um die Wirkung eines gedruckten Werks zu beurteilen. (Allerdings streikte Screenbrush im Kurztest bei der Anzeige in 3D auf einem Netbook mit schwacher Grafik.) Screenbrush speichert Zeichnungen in einem proprietären Format, kann sie auf Wunsch aber auch als PNG-, TIFF, JPEG- oder BMP-Datei exportieren.

Viele Funktionen des Programms sind erst dann freigeschaltet, wenn der Anwender sich einen Zugang bei Screenbrush Online besorgt hat. Über den Server des Betreibers lassen sich Bilder in eine virtuelle Galerie hochladen - die Veröffentlichung über diesen Weg ist so einfach und schnell wie in kaum einem anderen Programm. Über die Community-Werkzeugleiste am oberen Rand im Hauptfenster lassen sich Freunde zu einer Ausstellung in der Galerie einladen, sie können dem Urheber dann sogar ihre Meinung zu einem Werk über die Feedback-Funktion mitteilen. Mit Hilfe des Shops ist es möglich, Bilder direkt aus Screenbrush in hochwertiger Qualität auf Tassen, T-Shirts, Kalender oder viele andere Medien drucken zu lassen.

Über den Screenbrush-Shop kann der Nutzer gedruckte Zeichnungen bestellen. (Bild: Netzwelt)
Über den Screenbrush-Shop kann der Nutzer gedruckte Zeichnungen bestellen. (Bild: Screenshot)

Fazit

Screenbrush ist eines der besten Zeichenprogramme, die derzeit für Windows erhältlich sind. Wer Wert auf die Community-Funktionen legt und besonders auf den Preis achten muss, wird mit dem Programm absolut glücklich sein. Im Test zeigten sich keinerlei Schwierigkeiten, lediglich auf schwachen Rechnern mit geringer Auflösung ist die Anwendung (wie viele andere Grafikprogramme auch) nicht sinnvoll benutzbar.

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