Marktanteil von 22 Prozent

PC-Markt: China übertrumpft die USA

Das US-amerikanische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) hat Ergebnisse seiner neuen "Worldwide Quarterly PC Tracker"-Studie herausgegeben. Die Untersuchung sammelt Daten aus über 80 Ländern, analysiert Trends und gibt Prognosen für zukünftige Entwicklungen. Den Ergebnissen zufolge war der Lieferumfang von PCs in China im zweiten Quartal 2011 zum ersten Mal höher als in den USA.

Chinas PC-Lieferumfang überholt die USA (Bild: sxc.hu)
Chinas PC-Lieferumfang überholt die USA (Bild: sxc.hu)
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Ungefähr 18,5 Millionen PCs mit einem Wert von 11,9 Milliarden US-Dollar wurden in diesem Zeitraum in China an Vertriebskanäle oder Endabnehmer ausgeliefert. Im Vergleich dazu wurden in den Vereinigten Staaten nur 17,7 Millionen Einheiten vertrieben, die insgesamt auf einen Wert von 11,7 Milliarden US-Dollar kamen. China repräsentiert damit 22 Prozent des weltweiten PC-Markts, die USA kommen nur noch auf 21 Prozent. Die IDC zählte Desktops genauso wie tragbare Laptops und Netbooks als "PCs". Ausgeschlossen aus der PC-Statistik sind dagegen Handhelds, x86-Server und Tablet-PCs.

Jahresprognosen sind noch positiv für die USA

Die IDC erwartet, dass die Vereinigten Staaten auf das gesamte Jahr gesehen die Nase vorn haben werden. Prognostiziert wird ein Lieferumfang von 73,5 Millionen PCs gegenüber "nur" 72,4 Millionen in China. Besonders die Feiertage am Ende des Jahres lassen erwarten, dass die USA vor China bleiben werden. Allerdings erwartet das Marktforschungsunternehmen eine auf das Jahr gerechnete Spitzenposition Chinas für 2012. Für nächstes Jahr wird ein Lieferumfang von 85,2 Millionen für den chinesischen Markt veranschlagt, für den US-amerikanischen dagegen nur 76,6 Millionen.

Loren Loverde, die Vize-Präsidentin des "Worldwide PC Tracker"-Programms, beschreibt die Veränderungen auf dem Markt als einschneidend: "Chinas Führung auf dem PC-Markt ist ein Einschnitt, der den wachsenden Erfolg von Schwellenländern beweist und die Stagnation auf etablierten Märkten verdeutlicht." Loverde betont, dass die gegenwärtigen ökonomischen Probleme der USA zwar die jetzige Führung von China begünstigt, letztlich aber lediglich zur Beschleunigung der schon zuvor abzusehenden Entwicklung beigetragen hätten.

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