Bericht von McAfee

Attacken mit Schadsoftware: Android am häufigsten betroffen

Die Attacken mit Schadsoftware haben stark zugenommen - besonders mobile Betriebssysteme geraten ins Visier der Angreifer, allen voran Android. Das geht aus einem aktuellen Bericht von McAfee hervor. Die Sicherheitsexperten stellen dort die gezählten Attacken aus dem zweiten Quartal 2011 vor. 

Android verzeichnete den stärksten Zuwachs an Malware-Angriffen. (Bild: McAfee)
Android verzeichnete den stärksten Zuwachs an Malware-Angriffen. (Bild: McAfee)
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Den Experten von McAfee zufolge lassen sich die ansteigenden Angriffe auf mobile Betriebssysteme durch die zunehmende Beliebtheit von Smartphones erklären. Android etwa verzeichnete 76 Prozent mehr Angriffe als noch im ersten Quartal 2011. Dadurch steht Googles mobiles Betriebssystem jetzt an der Spitze, was die Bedrohungen angeht und ist erstmals häufiger von Angriffen betroffen als Symbian von Nokia und Java ME. Von einem Anstieg um ganze 400 Prozent seit Sommer 2010 auf Android-Systeme sprach bereits der Netzwerkbetreiber Juniper.

Android auch weiterhin gefährdet

McAfee geht durch den starken Anstieg der Attacken auf Android zudem davon aus, dass diese Plattform künftig noch häufiger ein Ziel für Cyberkriminelle darstellen werde. Die Angriffe können dabei sämtliche Anwendungen betreffen - "von Kalender-Apps über Spaß-Apps und schädliche SMS-Nachrichten bis hin zu falschen Angry-Birds-Updates".

In der ersten Jahreshälfte 2011 gab es die meisten Malware-Angriffe der Geschichte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnete McAfee einen Anstieg um 22 Prozent. Bis Ende 2011 soll es den Experten zufolge insgesamt rund 75 Millionen Schadcodes geben, derzeit liege die Zahl bei 65 Millionen.

McAfee stellt außerdem heraus, dass es im zweiten Quartal 2011 erstmals zu einem Angriff mit einer falschen Antivirus-Software auf Mac OS X kam. Um rund 38 Prozent sind außerdem Attacken mit Malware angestiegen, die sich auf dem Rechner des Nutzers tarnt - wie zum Beispiel Stuxnet.

Erwähnt werden auch die zahlreichen Hacker-Angriffe, die die Schlagzeilen beherrschten. Mindestens 20 global ausgelegte Attacken wurden gezählt, die meisten stammen von LulzSec. Einen historisch tiefen Stand weist dagegen Spam auf.  

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