Webseite nicht erreichbar
Hacker-Angriff: Anonymous legt erneut GEMA lahm
Seit Sonntag Nachmittag ist die Internetseite der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) nur bedingt erreichbar. Die Hacker-Gruppe Anonymous hat die Seite nun schon zum zweiten Mal lahmgelegt und zeitweise die Startseite der Musikverwertungsgesellschaft mit einer Grafik überblendet, die YouTube-Nutzern sehr vertraut vorkommen dürfte.
Die Grafik zeigt eine Meldung, die der ähnelt, die YouTube-Besucher erwartet, wenn sie ein Video sehen wollen, das zum Repertoire der GEMA gehört. Der dazugehörige Text ließ verlauten, dass Anonymous dem Unternehmen "(nicht nur) in Deutschland" die "erforderlichen Freiheitsrechte" verweigere. Laut der GEMA handelt es sich diesmal nicht um eine Blockade der Seite durch DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service), sondern um einen Angriff auf die Inhalte des Webservers. Als Grund gibt die Gruppe das Verhalten der GEMA in Bezug auf YouTube an.
Lizenzkonflikt zwischen Google und GEMA
Google, seit 2006 Besitzer von YouTube, bezeichnete die Gebührenforderungen der Gesellschaft bereits vor einiger Zeit als "beispiellos hoch in der Geschichte der Online-Musik". Der geforderte Tarif sei das 50-fache von dem, was andere Verwertungsgesellschaften, wie beispielsweise die britische Performing Right Society for Music (PRS for Music), forderten. Und selbst deren Ansprüche lägen weit über einem wirtschaftlich tragbaren Rahmen für das Unternehmen. Laut Google verlangt die GEMA 12 Cent pro Klick für ein mit Musik unterlegtes Video. Google bietet stattdessen an, eine Pauschalgebühr zu bezahlen. Dies lehnt die Verwertungsgesellschaft jedoch ab, da sie mehr Informationen zur den genutzten Musikwerken und den abgespielten Streams einfordert, um eine angemessene Vergütung kalkulieren zu können.
Bereits seit November 2007 laufen die Verhandlungen zwischen GEMA und Google, die immer wieder für gescheitert erklärt wurden. Derzeit fordert die Gesellschaft, dass Google alle YouTube-Videos, die zum Fundus der GEMA gehören, löscht. Damit steht sie durchaus nicht allein da - auch die Verwertungsgesellschaften anderer europäischer Länder ließen Ähnliches verlauten. Nach eigenen Angaben will die GEMA gemeinsam mit ihren internationalen Partnern ein Zeichen setzen, dass "Musik ihren Wert hat".
Anonymous-Tools umgehen die GEMA-Sperrung
In einer Stellungnahme von Anonymous kündigten die Hacker, die im Juni diesen Jahres zum ersten mal die Gesellschaft attackierten, weitere Schritte an, wenn sich das Verhalten der GEMA nicht ändere. Ihrer Meinung nach böten Videoplattformen wie YouTube Musikkünstlern Raum für kostenlose Werbung, die wichtig sei für die Verbreitung ihrer Arbeit. Die Forderungen der GEMA würden daher also den Zielen der Künstler im Wege stehen und diese eben nicht unterstützen. Zusätzlich zu den Forderungen veröffentlichte Anonymous auch eine Anleitung zum Umgehen der GEMA-Sperrung.


Die Verwertungsgesellschaft Gema und das Google-Videoportal Youtube haben im Streit um eine Vergütung von Online-Videos keine Einigung erzielt. Parallel zum Abbruch der Gespräche fordert die Gema eine Löschung oder Sperrung etlicher Autorenvideos für deutsche Nutzer.
YouTube hat wieder einmal Ärger mit der Musikverwertungsgesellschaft Gema. Die Organisation will per Gerichtsurteil 600 Videos auf dem Portal sperren lassen. Die Chancen hierfür stehen gut.
Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat wieder zugeschlagen - dieses Mal wurde die Seite der Verwertungsgesellschaft Gema lahmgelegt. Grund sind die Lizenzverhandlungen zwischen der Gema und Google.
Erst kürzlich einigte sich die GEMA mit dem Hightech-Verband BITKOM auf einen Tarif für kostenpflichtige Streamingportale. Nun legte die Verwertungsgesellschaft nach - mit einer Vergütungsregelung für kostenlose Streamingdienste.
Einigung im langjährigen Rechtsstreit? Die Entscheidung im Prozess zwischen YouTube und der GEMA steht kurz bevor.
Die GEMA will keine Sperrungen weiterer YouTube-Musikvideos erwirken. Ziel seien keine weiteren Klagen, sondern ein Vertrag, sagte GEMA-Chef Harald Heker dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Auch Google forderte eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.
Bundesweit sind die Wohnungen mutmaßlicher Anonymous-Sympathisanten durchsucht und Computer beschlagnahmt worden. Ihnen wird vorgeworfen, sich an einer DDoS-Attacke auf den Internetauftritt der GEMA beteiligt zu haben.





Beiträge
insgesamt 14 Beiträge@Anonymous immer weiter so !!! :)
Hallo Anonymus Ihr solltet mal Abo-******** im grossen Stil lahm legen Die Welt wäre dankbar
Zitat: grunzer: Du hast das Urheberrecht nicht verstanden. Und musst wohl auch nicht von Tantiemen deine Familie ernähren. Das was ich davon verstanden habe reicht mir vollkommen um...
Die GEMA handelt im Auftrag ihrer Mitglieder und NICHT selbständig. Jeder Schritt der GEMA muss vom (Mitglieder gewählten) Aufsichtsrat für gut befunden werden. Als Urheber kann man die Verhandlungen und dessen...
Ich denke, daß ich nicht für die nächsten -sagen wir mal- 10 Jahre Geld bekommen sollte, nur weil ich gerade einen guten Job abgeliefert habe und die Firma damit die nächsten 10 Jahre arbeiten wird. ...