Google sichtet Portfolio

Patentstreit mit Apple: 18 Motorola-Patente könnten Android schützen

Google besitzt als Neuling auf dem Smartphone-Markt nur wenige Patente, die das Unternehmen und sein Handy-OS Android vor Klagen durch Konkurrenten schützen. Durch die Übernahme von Motorola hat sich dies deutlich geändert. Von den rund 17.000 Motorola-Patenten könnte Google vor allem 18 vor Gericht einsetzen, um Apple und Co. in die Schranken zu weisen, berichtet der Branchendienst Bloomberg.

?
?

Google könnte schon bald vor Gericht Motorola Patente zum Schutz des Android-Systems einsetzen. (Bild: sxc.hu)
Google könnte schon bald vor Gericht Motorola-Patente zum Schutz des Android-Systems einsetzen. (Bild: sxc.hu)
Werbung

Die Patente gehen bis ins Jahr 1994 zurück und behandeln für heutige Smartphones essentielle Techniken. Dazu gehören unter anderem standortbasierte Dienste, das Antennen-Design, die Übertragung von E-Mails und Touchscreen-Gesten. Google und Motorola äußern sich gegenüber Bloomberg nicht zu möglichen Klagen gegen Konkurrenten. Googles Chefjustiziar David Drummond sagte laut dem Branchendienst gegenüber Analysten lediglich, dass Google plane, das bedrohte Android-System zu verteidigen.

Klagewelle im Smartphone-Bereich

Im Smartphone-Bereich herrscht sein Längerem eine wahre Klagewelle vor. Bestandteil der Verfahren sind dabei immer öfter Smartphones und Tablet-PCs mit Googles Android-System. Vor allem Apple hat zahlreiche Patentklagen gegen Hersteller von Android-Geräten angestrengt. Unter anderem befindet sich das Unternehmen in juristischen Streitigkeiten mit HTC und Samsung. Im Fall Samsung spielen aber auch Designaspekte eine Rolle. Google selbst wird wegen des Android-Betriebssystems hingegen von Oracle verklagt. Motorola hat seinerseits in der Vergangenheit bereits diverse Klagen gegen Apple angestrengt.

Mitte August gab Google bekannt, dass das Unternehmen die Mobilfunksparte von Motorola, Motorola Mobility, übernehmen werde. Der Kaufpreis beträgt 12,5 Milliarden US-Dollar. Motorola Mobility soll als eingeständiges Unternehmen weitergeführt werden.

Mehr zum Thema »

Links zum Thema