Eignet sich nicht nur für Videos

Anleitung: Bildergalerien mit Apple iMovie 11 präsentieren

Das Programmpaket iLife ist seit Jahren für die Multimedia-Fähigkeiten des Macintosh zuständig. Eigentlich werden Bilder im Programm iPhoto gesammelt, das auch sehr schöne Diashows erzeugen kann - mit der Schwesteranwendung iMovie 11 lassen sich aber noch erheblich ansehnlichere Ergebnisse erzielen.

Mit einem Trick lassen sich auch Bilder in iMovie-Trailern verwenden. (Bild: Netzwelt)
Mit einem Trick lassen sich auch Bilder in iMovie-Trailern verwenden. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Neues Projekt erstellen
  2. 2Importieren von Bildern
  3. 3Ken Burns und Übergänge
  4. 4Fazit
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Apple setzt bei der Vermarktung des Macintosh nicht nur auf das Betriebssystem selbst, sondern auch auf iLife: Das Programmpaket wird standardmäßig auf jedem neuen Mac installiert und deckt mit iPhoto, iMovie und GarageBand einen großen Teil der multimedialen Bedürfnisse der Anwender ab. In der Fassung iLife 11 hat Apple zusätzlich das Programm iWeb eingestellt, aber auch die anderen Komponenten kräftig ausgebaut.

Neues Projekt erstellen

GarageBand ist für weniger Nutzer interessant als iPhoto oder iMovie. Für den Import von Bildern und Fotos aus beliebigen Quellen sowie deren Bearbeitung und Bereitstellung als Diashow und im Web ist iPhoto die erste Wahl, zumindest wenn es nach Apple geht. iMovie ist primär auf die Bearbeitung von Videos und Filmen ausgerichtet, taugt aber auch zur Erstellung von Bildergalerien. Zwar besitzt iPhoto ebenfalls sehr viele Effekte und Optionen für Diashows, jedoch kommt die sequenzielle Darstellung dem Programm iMovie tendenziell näher.

Um mit der Animation beispielsweise der letzten Urlaubsfotos zu beginnen, muss in iMovie zunächst ein neues Projekt angelegt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, statt 16:9 unbedingt das Format 4:3 in den Projektoptionen auszuwählen, da ansosnten unschöne Ränder bei der fertigen Galerie entstehen.

Importieren von Bildern

Apple hat iMovie in Version 11 eine ganze Reihe ansehnlicher Trailer spendiert, mit denen eine Einführung zu einem Film erstellt werden kann. Leider haben die Entwickler dabei nur an Videos gedacht - bisher ist es nicht möglich, Bilder direkt als Objekte im Storyboard des Trailers zu verwenden.

Die Einschränkung lässt sich aber mit einem einfachen Trick umgehen: Der Nutzer muss für jedes Bild ein separates iMovie-Projekt erstellen und es darüber in einen Film umwandeln, der idealerweise zwischen drei und fünf Sekunden lang ist. Dieser wird dann von iMovie als .mp4-Datei exportiert und im Anschluss aus dem Finder wieder in den Trailer gezogen - und schon lassen sich beliebige Bilder für die Präsentation einsetzen.

Für die Darstellung der eigentlichen Inhalte eignen sich die Vorlagen "Fotoalbum" und "Comic-Heft" sehr gut, die anderen Projektthemen liefern aber auch gute Ergebnisse. Der Import von Bildern in iMovie ist relativ einfach: Der Nutzer kann die gewünschten Dateien einfach aus dem Finder auf das iMovie-Fenster ziehen und ablegen, sie werden dann automatisch in das Projekt kopiert. Über das Dialogfenster für Medien (rechts unten im Fenster) lassen sich auch Galerien aus iPhoto auswählen, wobei die Filterung nach Orten, Ereignissen, Gesichtern oder dem letzten Import möglich ist. iMovie unterstützt alle Dateitypen für Bilder, die auch in Apples Vorschau angezeigt werden können - praktisch sind JPEG und PNG am sinnvollsten.

iMovie unterstützt den direkten Import von Bildern aus Apples iPhoto. (Bild: Netzwelt)
iMovie unterstützt den direkten Import von Bildern aus Apples iPhoto. (Bild: netzwelt)

Ken Burns und Übergänge

Damit die erzeugten Bildergalerien gut aussehen, versieht Apple jedes Bild mit einem Effekt: Entweder wird es gezoomt oder in eine der vier Himmelsrichtungen verschoben. Dabei kann es vorkommen, dass wichtige Bereiche des Bildes automatisch von iMovie abgeschnitten werden. Um den sogenannten Ken-Burns-Effekt zu bearbeiten, muss der Anwender in den Bearbeitungsmodus wechseln. Im entsprechenden Reiter zeigen der rote und grüne Rahmen um das Bild den Anfang und das Ende des Anzeigebereichs. Apropos Editor: In iMovie können Bilder auch beschnitten werden, was in iPhoto zuvor aber wesentlich komfortabler ist.

Das Programm iMovie fügt zwischen jedem Bild automatisch einen Übergang ein, der in seiner Dauer durch Doppelklick auf das gewünschte Objekt genauso angepasst werden kann wie die sichtbare Zeit der Bilder selbst. Wer einen einzelnen Übergang bearbeitet, sollte bei dieser Gelegenheit gleich alle automatischen Übergänge in dem Projekt deaktivieren: Dies eröffnet dem Benutzer deutlich mehr Möglichkeiten, zum Beispiel kann auch nur bei jedem dritten Bild eine Animation angezeigt werden. iMovie bietet in Abhängigkeit vom gewählten Thema nützliche Vorlagen für das Einfügen von Text, diese lassen sich allerdings nicht weiter bearbeiten - auch hier bietet sich der Einsatz von iPhoto vor dem Import an, um eine etwas persönlichere Gestaltung zu erreichen.

Fazit

Das Programm iMovie ist sehr leicht zu bedienen, der Nutzer muss sich dafür aber in ein relativ starres Korsett einfügen. Durch die Kombination von iMovie und iPhoto lassen sich einige Einschränkungen wie beispielsweise bei den Trailers und den Textobjekten in Bildern aufheben, ohne dass die Qualität der erstellten Galerien darunter leidet. Insgesamt ist iMovie sehr gut geeignet, um ganze Alben ansprechend zu animieren.

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