Besonders mobile Rechner verkaufen sich schlechter
PC-Markt: Einbruch in Westeuropa
Auslieferungen von PCs beliefen sich in Westeuropa im zweiten Quartal diesen Jahres auf 12,7 Millionen Einheiten. Dies bedeutet einen Rückgang von 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Studie zum PC-Markt von Gartner hervor.

Die Nachfrage privater wie von Geschäftskunden sei eingebrochen, ließ die Chef-Analystin von Gartner, Meike Escherisch, verlauten. Besonders der Absatz von Laptops sank im zweiten Quartal dieses Jahres drastisch um 20,4 Prozent, der von Mini-Notebooks sogar um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Desktop-PCs mussten einen Rückgang von 15.5 Prozent hinnehmen.
Die Entwicklung stellt jedoch keinen wirklich neuen Trend dar, denn im Privatkunden-Bereich gehe die Nachfrage Jahr für Jahr um 27 Prozent zurück."Der erwartete Anstieg im Zuge der Umrüstung in die Jahre gekommener PCs von Geschäftskunden zu Windows 7 wurde gedämpft durch die negativen Wirtschaftsprognosen", fasste Escherich zusammen.
Die Nachfrage in Deutschland sinkt
Auch die Auslieferungszahlen in Deutschland liegen im westeuropäischen Trend. Im zweiten Quartal 2011 wurden 2,4 Millionen Einheiten vertrieben, was einen Rückgang von 13,3 Prozent entspricht. Damit erlebt der deutsche Markt schon das zweite Quartal in Folge einen zweistelligen Rückgang am Absatzmarkt.
Die Gründe liegen auch hier in den schlechten Verkaufszahlen der Laptops und Mini-Notebooks. Erstere verschlechterten sich zwar "nur" um 14 Prozent, aber der Markt für Netbooks brach gleich um 43 Prozent ein. Escherich gab jedoch zu bedenken, dass die Entwicklung nicht nur mit einem Mangel an Konsum, sondern genauso mit dem großen Hype um Tablet-PCs zu tun hätte. Einzelhändler seien mit der Bestellung von klassischen und mobilen PCs vorsichtiger gewesen.
