Reklame abgeändert
Irreführende Flatrate-Werbung: Verbraucherschützer mahnen Mobilfunker ab
Mobilfunker verkaufen ihre mobilen Datentarife gerne als Flatrate. Erst in den Fußnoten machen die Anbieter auf die Tempodrosselung nach einem bestimmten Verbrauch aufmerksam. Gegen Internet-Anzeigen einiger Anbieter, die solche Flatrate-Angebote bewarben, sind Verbraucherschützer jetzt vorgegangen - mit Erfolg.
Die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen mahnte unter anderem die Mobilfunker 1&1, Telekom und Vodafone ab. Sie bewarben ihre vermeintlichen Internet-Flatrates mit Slogans wie "Flatrate zum Highspeed-Surfen und E-Mailen (mit max. 7,2 Mbit/s)". Erst im Kleingedruckten machten die Provider auf die mit dem Angebot einhergehende Tempodrosselung aufmerksam. Statt konstanter Geschwindigkeit wird das Tempo nach Abruf eines bestimmten Transfervolumens (300 beziehungsweise 500 Megabyte im Monat) aber auf GPRS-Niveau (rund 64 Kilobit pro Sekunde) gesenkt. Für die Verbraucherschützer ein Leistungsschwund von 99,1 Prozent.
Vorstoß mit Erfolg
Die Verbraucherschützer mahnten die Mobilfunker nun per einstweiliger Verfügung ab. Richter untersagten die beklagte Internet-Werbung. Die Provider haben inzwischen reagiert und die bemängelte Reklame geändert.
Derzeit lässt die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen prüfen, ob es sich auch bei Tarifen mit den Bezeichnungen "UMTS-Flat" und "Flat Komplett 3G" um irreführende Angebote handele. Denn auch hier würden die Provider ungegrenztes Internet-Vergnügen in Hochgeschwindigkeit versprechen, begrenzen das Tempo aber ebenfalls ab einem bestimmten Transfervolumen.


In Köln und Aachen können Privatkunden des Kabelnetzbetreibers Unitymedia demnächst mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde im Internet surfen. Das Angebot startet im November, Preise für die Turbo-Flatrate sind noch nicht bekannt.
Drei Tariflinien mit jeweils vier Tarifen: Die Telekom bringt zum 3. November ein neues Tarifportfolio an den Start. Netzwelt zeigt die Leistungen der Angebote in tabellarischer Form.
Unitymedia ist nach Kabel Deutschland der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen ist aus dem hessischen Kabelnetzbetreiber "iesy" und dem nordrhein-westfälischen Unternehmen "ish" hervorgegangen. Unitymedia bietet Kabelanschlüsse in Hessen und Nordrhein-Westfalen an.
"Voice Data Fax over Net" - aus dieser Bezeichnung leitet sich der Name "Vodafone" her. Der britische Konzern bietet längst nicht mehr nur Handy-Dienste an. Im August 2009 hat Vodafone den DSL-Provider Arcor komplett übernommen. Seitdem verkauft Vodafone alle Sprach- und DSL-Dienste unter einer Marke.
Base bietet Apples iPhone 4 mit einer Datenflatrate ab 31 Euro monatlich an. Die Flatrate umfasst ein monatliches Daten-Volumen von 200 Megabyte. Danach surft der Nutzer mit gedrosselter Geschwindigkeit. Das Angebot gilt solange der Vorrat reicht.
Seit Dezember 2009 bietet auch Vodafone VDSL-Tarife an: Die Kunden surfen mit bis zu 50.000 Kilobit pro Sekunde im Internet. Das VDSL-Angebot steht aber nur in bestimmten Regionen zur Verfügung.
Bei der Suche nach dem richtigen DSL-Tarif hat der Kunde die Qual der Wahl. Neben der Frage nach der Internet-Geschwindigkeit machen vor allem die verwirrenden Preisangaben auf den Providerseiten eine Entscheidung schwer. Netzwelt bringt Licht in den DSL-Tarif-Dschungel.





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insgesamt 1 BeitragKlasse, endlich traut sich mal jemand gegen die Grossen mit ihren Vortäuschungen von Leistungen.