Messe startet am Mittwoch in Köln
Gamescom 2011: Online-und Browsergames auf dem Vormarsch
Die Gamescom 2011 geht dieses Jahr mit 300 Spielen ins Rennen. Unter anderem werden Welt-, Europa- und Deutschlandpremieren aufwendig präsentiert. 550 Aussteller stellen sich auf dem Gelände der Messe Köln vor - auf einer insgesamt 120.000 Quadratmeter großen Fläche. Dieses Jahr wird die Messe noch internationaler, denn erstmals sind Firmen aus Brasilien, Taiwan oder auch Mexiko dabei. 4.700 Journalisten aus 49 Ländern werden das Spektakel begleiten und die Verantwortlichen hoffen, 250.000 Besucher anzulocken.

Neben Gaming-Trends wie 3D-Spielen und bewegten Spielkonzepten von Nintendo, Sony und Microsoft verzeichnen die Online- und Browser-Games einen Zuwachs auf der diesjährigen Messe. Olaf Wolter, Geschäftsführer des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), betont: "Digitale Geschäftsmodelle wie Downloads, Spiele-Apps, Online-Abonnements oder der Verkauf virtueller Güter im Rahmen von Online- und Browserspielen sind stark im Kommen und machen mittlerweile etwa 26 Prozent des Gesamtumsatzes aus."
Zweistellige Umsatzzuwächse von Spiele-Apps
Im ersten Halbjahr 2011 wurden sieben Millionen Spiele-Apps in Deutschland verkauft, was ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Das Internet nimmt erheblichen Einfluss auf die Gamesbranche, wozu auch die starke Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs beiträgt. Der BIU erwartet für 2011 zahlreiche neue Spiele und Online-Umsetzungen bekannter Games- und Filmtitel und bemerkt, dass in keiner anderen Entertainmentsparte das Angebot so schnell wachse.
Die PC- und Videospielsoftware-Branche hat laut dem Lobbyverband mit der neuen Konkurrenz zu kämpfen. Im ersten Halbjahr 2011 wurde zwar ein Umsatz von 639 Millionen Euro erwirtschaftet, dies stellt jedoch einen Wachstumsrückgang von 2 Prozent dar. Nach einer Hochrechnung des BIU sind die Umsätze im Bereich Internet-Gaming in 2010 hingegen um 15 Prozent auf 154 Millionen Euro gestiegen. PC- und Konsolenspiele sind aber weiterhin der wichtigste Pfeiler der Branche. Der Umsatz der PC-Spiele wuchs im ersten Halbjahr auf 201 Millionen Euro an. Hier spielt der Download von Games eine gewichtige Rolle, dieser stieg nämlich um 45 Prozent.






