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Google: Cloud Connect für Microsoft Office
Einfacher Austausch von Dateien

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Wer täglich mit den Cloud-Anwendungen von Google arbeitet, sollte sich das Programm Cloud Connect ansehen. Es erleichtert den Austausch von Texten, Präsentationen und Tabellen mit Office ganz erheblich.

Google Cloud Connect sorgt für eine reibungslose Integration von Google Docs und anderen Anwendungen in das Büropaket Microsoft Office. Das Programm läuft unter Windows XP oder neuer und kann Office 2003, 2007 und 2010 aufrüsten, damit Dateien aus der Cloud direkt in Word, Excel und PowerPoint landen.

Google Cloud Connect bindet Google Docs direkt in Microsoft Office ein. (Quelle: Google)

Google, Microsoft und Apple kämpfen um die Vorherrschaft in der Cloud: Während Apple mit der iCloud erst im Herbst an den Start geht, setzen die anderen beiden Konzerne in dem Markt bereits Milliarden um. Selbst solche Nutzer, die eher klassische Programme statt einer Anwendung im Web bevorzugen, sollen mit einer möglichst reibungslosen Integration von Server und Desktop-Rechner für die Wolke begeistert werden.

Für Windows mit .NET 2.0

Microsoft sieht sich hier in einer guten Position, da besonders das Büropaket Office traditionell stark auf den Arbeitsplatzrechnern vertreten ist. Microsoft Office 2010 arbeitet sehr gut mit Office 365 zusammen, Google setzt jedoch genau an diesem Punkt nun mit einer Anwendung namens Cloud Connect an. Das Programm sorgt dafür, dass Dokumente möglichst einfach mit anderen Personen ausgetauscht werden können. Nutzer benötigen mindestens Windows XP mit dem Microsoft .NET Framework 2.0, Windows Vista oder Windows 7 sowie eine funktionierten Installation von Microsoft Office 2003, 2007 oder 2010 -die Ausführung ist Google egal. Bisher wird das Cloud Connect leider nicht für Microsoft Office 2011 unter Mac OS X angeboten.

Einfache Synchronisation

In der Regel ist die Installation von Google Cloud Connect in weniger als fünf Minuten abgeschlossen. Damit das Programm aktiv wird, sollten alle Office-Anwendungen neu gestartet werden. Cloud Connect bindet sich als neue Symbolleiste in Word, Excel und PowerPoint ein. Nach der Anmeldung mit dem persönlichen Konto bei Google Docs kann der Anwender sofort auf dort gespeicherte Dokumente zugreifen: Diese Option nennt sich "Mit Google Text & Tabellen öffnen ..." und ist kontextsensitiv, sprich: in Word erscheinen automatisch auch nur Textdokumente und keine Tabellen. Google Cloud Connect unterstützt alle Word-/Excel-/PowerPoint-Dateitypen, auch Vorlagen und die neue XML-Variante, das gilt bisher leider nur nicht für OpenDocument.

Um ein bestehendes Dokument von der Festplatte mit Hilfe von Cloud Connect freizugeben, muss der Nutzer lediglich auf den entsprechenden Knopf klicken und die E-Mail-Adressen aller Empfänger eingeben. Für jede Person, der ein Dokument zugesendet wird, lässt sich die Berechtigung - Lesen oder Lesen und Schreiben - separat einstellen, wie es auch über die herkömmliche Oberfläche Google Docs möglich ist. Zwei oder mehr Personen können problemlos gleichzeitig an einem Dokument in Microsoft Office arbeiten, die Anwendung synchronisiert automatisch die betreffenden Inhalte. Sofern man Änderungen eines anderen Benutzers rückgängig machen will, kann Google Cloud Connect die komplette Bearbeitungshistorie einblenden.

Ohne Internetverbindung macht Google Cloud Connect natürlich Probleme. (Quelle: Google)

Probleme und Lösungen

Natürlich ist auch Google Cloud Connect nicht perfekt: So gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die die Software nicht mit der Cloud oder dem lokalen Rechner abgleichen kann. In Microsoft Excel betrifft das zum Beispiel die Formatierung von Zellen mit hoch-/tiefgestelltem Text sowie Pivot-Tabellen. Außerdem gehen in PowerPoint auf dem Weg in die Cloud sämtliche Folienübergänge verloren, sodass auch dritte Personen diese selbst beim Zugriff in Microsoft Office nicht sehen können - bei Google Docs im Web sind sie ja ohnehin unsichtbar. Die Dokumentation der Anwendung listet auch einige Dinge auf, die Google Docs unterstützt, nicht aber Microsoft Office. Im Einzelfall sind also nicht alle Dokument zu Google Cloud Connect kompatibel.

Gelegentlich sorgt auch die automatische Synchronisierung des Programms mit der Cloud für Probleme. Besonders bei langsamer Internetverbindung und einigen Virenscannern macht die Software Office sehr träge. Zumindest dieses Problem lässt sich relativ leicht abstellen: Der Anwender kann global festlegen, dass seine Dokumente nur noch nach Auffoderung mit dem Speicherplatz bei Google Docs abgeglichen werden.

Fazit

Cloud Connect hilft dabei, Google Docs mit Microsoft Office zu verbinden. Dabei profitiert der Anwender von den Vorteilen der Cloud, die seine Dokumente über Grenzen eines Endgeräts hinweg verfügbar macht und dem Komfort seiner gewohnten Arbeitsumgebung, die auch ohne Internetverbindung funktioniert. Google Cloud Connect ist sogar schon deutlich besser als Microsoft die Integration von Office 365 in Office 2010 gelungen ist.

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Google: Cloud Connect für Microsoft Office
Google: Cloud Connect für Microsoft Office
Mit Google Cloud Connect können Texte und Tabellen aus der Cloud mit Microsoft Office genutzt werden.
http://www.netzwelt.de/news/87966-google-cloud-connect-microsoft-office.html
2011-08-17 15:35:42
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Google: Cloud Connect für Microsoft Office