Anwaltskanzlei distanziert sich
Vorsicht Fälschung: Abmahn-E-Mail von Auffenberg, Petzold & Witte im Umlauf
Seit heute, 15. August, werden gefälschte E-Mails im Namen der Rechtsanwaltskanzlei APW, Auffenberg, Petzold & Witte, verschickt. Darin werden die Empfänger wegen illegalen Filesharings abgemahnt und es wird die Überweisung eines Geldbetrags eingefordert. Dieser Aufforderung sollten Nutzer auf keinen Fall nachgehen.

Bei der angeblichen E-Mail der Rechtsanwaltskanzlei, die im Auftrag der Universal Pictures International Germany GmbH handeln will, deutet einiges darauf hin, dass es sich um eine Fälschung handelt. Zum Einen der Absender: In einer der netzwelt-Redaktion vorliegenden E-Mail lautet dieser "NealDeclanitDW@medimmune.com". Auch die unpersonalisierte Ansprache - hier steht lediglich "Guten Tag" - sollte Nutzer aufhorchen lassen.
Verdächtige Zahlungsaufforderung
Aber spätestens an dem Punkt, an dem der Empfänger der E-Mail dazu aufgefordert wird, einen Ukash- oder Paysafecard-Voucher in der Höhe der Schadensersatzzahlung zu kaufen, sollte deutlich werden, dass es sich um eine Spam-E-Mail handelt. Der Nutzer soll nämlich anschließend die Nummer des Vouchers mit Angabe des Aktenzeichens an eine gefälschte E-Mail-Adresse schicken. Kein ehrlicher Anwalt würde ein solches Zahlungsprozedere vorschlagen.
In einem Gespräch mit netzwelt erklärte die Anwaltskanzlei Auffenberg, Petzold und Witte, dass die E-Mail nicht von ihr verschickt wurde. Die Kanzlei selbst verschickt zwar durchaus Abmahnungen - aber wenn, dann aber immer per Brief und nie per E-Mail. Außerdem würde die Anwaltskanzlei bei Kontaktaufnahme per E-Mail immer beispielsweise eine Telefonnummer angeben, unter der die Kanzlei zu erreichen ist. Außerdem seien die angegeben Aktenkennzeichen gefälscht. Die E-Mails werden der Kanzlei-Mitarbeiterin zufolge seit heute, 15. August, verschickt. Die Kanzlei geht bereits dagegen vor.
Angst vor Abmahnung wird ausgenutzt
Offenbar nutzt der Urheber der falschen E-Mails, die Angst vor Abmahnungen der Nutzer aus und benutzt mit der Anwaltskanzlei Auffenberg, Petzold und Witte einen Namen, der in diesem Zusammenhang auch tatsächlich aktiv ist. Die Mitarbeiterin der Kanzlei äußerte die Vermutung, dass die E-Mails von einer Person stammen, die möglicherweise selbst eine Abmahnung der Kanzlei erhalten hat.
In der E-Mail, die der netzwelt-Redaktion vorliegt, soll der Betroffene 73 Lieder illegal über ein Peer-to-Peer-Netzwerk heruntergeladen und 952 MP3-Dateien hochgeladen haben. Für das illegale Filesharing soll er einen Schadensersatz in Höhe von 100 Euro zahlen. Erfolgt keine Zahlung wird angeblich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 10 Beiträge
bei der polizei anzeige machen kein anwalt beaufragen zuteuer........hatte ich schon 5 mal......einfach nicht zahlen die sind in der pflicht dir was zubeweisen.deine ip-ist nie die eine.also nicht zahlen..
Ja das ist der hintergedanke solcher E-mails ich bin in sofern darauf reingefallen das ich mich kurz mächtig gerärgert habe da ich keine Programme habe die upload betreiben können. habe es bekommen von...
Zitat: Mich ärgert es jedoch wirklich, das es vermutlich sehr viele Menschen gibt, die stillschweigend zahlen, weil sie glauben auf diese Art billig weg zukommen. Das sind...
Habe diese mail auch 3 mal bekommen. Wo kann ich Strafanzeige stellen?
Habe soeben auch eine solche Mail bekommen. :) Endlich mal wieder was zu lachen. :D Wer auf diesen Müll hereinfällt und zahlt - selber schuld!