Computer-Simulation

LHC@home 2.0: Jetzt kollidieren Protonen auch zu Hause

Ab sofort können physikbegeisterte Nutzer den Forschern vom Schweizer Kernforschungszentrum (CERN) bei ihren Experimenten mit dem Large Hadron Collider (LHC) helfen. Dank einer neuen Version des Programms LHC@home kann jetzt jeder virtuell mit seinem Laptop oder Computer Protonen kollidieren lassen und sich an der Jagd nach dem Higgs-Boson-Teilchen beteiligen.

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Nutzer können ab sofort die Experimente rund um den LHC unterstützen. (Bild: CERN)
Nutzer können ab sofort die Experimente rund um den LHC unterstützen. (Bild: CERN)
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Die Kollision der Teilchen findet dabei als Computersimulation statt. Die Protonen werden fast mit Lichtgeschwindigkeit im LHC aufeinander losgeschickt. Die so mit LHC@home 2.0 erzeugten Daten nutzen die Wissenschaftler des CERN für ihre Forschung. Sie vergleichen die Simulationen mit den realen Daten der LHC-Experimente.

Virtueller Supercomputer entsteht

Das Programm des Citizen Cyberscience Centre nutzt dabei freie Computer-Ressourcen, wenn dieser gerade nicht genutzt wird. Durch den Zusammenschluss vieler Rechner soll ein virtueller Supercomputer entstehen. Die Wissenschaftler wollen mit den Kollisionen für kurze Zeit solche Bedingungen erschaffen, wie sie kurz nach dem Urknall vorlagen. Während Anti-Materie bereits für kurze Zeit gefangen werden konnte, steht der Nachweis des Higgs-Teilchens noch aus. Ob es das Teilchen überhaupt gibt, soll noch im nächsten Jahr geklärt werden können.

Nutzer, die die Rechenleistung ihres Computers für LHC@home zur Verfügung stellen, helfen aber auch noch an einer anderen Stelle. Das Citizen Cyberscience Centre nutzt den virtuellen Supercomputer auch, um "günstige Technologie für Forscher in Entwicklungsländern bereitzustellen". Diese Forschung dient unter anderem der Abbildung von Krisengebieten oder von Landschaften nach Naturkatastrophen.

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