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VZ-Netzwerke: Zugriffszahlen im freien Fall Nutzung sinkt rapide

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Der Erfolg von Facebook macht kleineren Sozialen Netzwerken zu schaffen. Beim einstigen Marktführer in Deutschland, den VZ-Netzwerken, halbierten sich im ersten Halbjahr 2011 die Zugriffszahlen. Ein Relaunch soll nun helfen.

Den VZ-Netzwerken laufen die Nutzer davon. Laut aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) sind die Zugriffszahlen der drei Sozialen Netzwerke schülerVZ, studiVZ und meinVZ binnen sechs Monaten um die Hälfte gesunken.

Die Zugriffszahlen haben sich bei den VZ-Netzwerken binnen sechs Monaten halbiert. (Quelle: Screenshot)

Während die VZ-Netzwerke im Januar zusammen noch rund 334 Millionen Visits erzielten, waren es im Juni nur noch 172 Millionen und im Juli sogar nur noch rund 153 Millionen Visits. Die IVW prüft monatlich, wie stark Online-Medien genutzt werden. Ihre Zahlen dienen der Werbeindustrie als Entscheidungshilfe beim Schalten von Anzeigen. Ein Visit beschreibt dabei laut IVW die Summe der einzelnen, zusammenhängenden Nutzungsvorgänge. Ein direkter Vergleich zum Konkurrenten Facebook ist auf dieser Basis nicht möglich, da das weltweit größte Soziale Netzwerk sich nicht an der IVW-Messung beteiligt.

Verkauf gescheitert

Der Abstieg der VZ-Netzwerke hängt jedoch stark mit der Expansion von Facebook nach Deutschland zusammen. 2005 war das Unternehmen mit der Seite StudiVZ gestartet. Anfang 2007 verkauften die Gründer die Plattform für geschätzte 85 Millionen an den Holtzbrinck-Verlag, der das StudiVZ um die Schwester-Plattformen SchülerVZ und MeinVZ erweiterte. 2008 startete dann das US-Vorbild Facebook auch in Deutschland und überholte binnen drei Jahren den einstigen Platzhirsch spielend.

Konkurrent Facebook scheint sogar so groß zu sein, dass der Holtzbrinck Verlag bereits erwogen hat, die VZ Netzwerke zu verkaufen. Mangels Interessenten habe man das Vorhaben laut einem Bericht des Manager Magazins aber eingestellt. Stattdessen arbeitete man nun an einer Runderneuerung des Netzwerkes. Ob das hilft, den freien Fall zu stoppen, bleibt abzuwarten. Zuletzt war das ehemals weltweit größte Soziale Netzwerk MySpace mit einem Umstrukturierungsversuch gescheitert.

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Jan Kluczniok
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