Funktioniert auch ohne Leinwand
Sony VPL-VW 90 ES: 3D-Projektor im Test
Erst die Fernseher, jetzt die Beamer: Immer mehr Hersteller wagen sich auch an 3D-Projektoren heran. Netzwelt hatte Sonys ersten 3D-Beamer in den Redaktionsräumen: den VPL-VW 90 ES für 7.000 Euro. Was der bei 2D und 3D leistet, erfahren Sie im ausführlichen Testbericht.

Inhaltsverzeichnis
- 1Technik
- 2Ausstattung und Handhabung
- 32D-Sehtest
- 43D-Sehtest
- 5Fazit: Faszinierend
Technik
Da ist er nun, der erste 3D-Heimkinoprojektor von Sony: der VPL-VW 90 ES. Seine Bilderzeugung basiert auf der Technik des VPL-HW 15, der ebenfalls mit SXRD-Chips, also mit spiegelnder LCD-Technik arbeitet. Diese Technologie liefert im Vergleich mit der transmissiven Technik ein flächigeres Bild mit weniger sichtbaren Stegstrukturen zwischen den Pixeln. Um in den Genuss von 3D-Bildern zu gelangen, werden aktive Shutterbrillen benötigt, wie sie von 3D-Fernsehern bereits bekannt sind.
Der Unterschied zum kommerziellen Kino, das mit passiven Brillen funktioniert, besteht darin, dass beim Sony keine "Silver-Screen"-Bildwand nötig ist. Dreidimensionale Bilder wirft er theoretisch auch an eine einfache weiße Wand. Der externe, durch ein Kabel am Projektor angeschlossene, 3D-Transmitter versorgt die Shutterbrillen mit den nötigen Synchron-Impulsen. Dabei ist es wichtig, dass Sichtkontakt zu den Brillen besteht, sonst klappt die Verbindung nicht. Ein guter Platz zum Anbringen des Transmitters ist zum Beispiel die Unterkante der Leinwand.
Ausstattung und Handhabung
Bemerkenswert ist neben der 3D-Funktion auch die von den Sony-TVs bekannte Motionflow-Technik mit 200 Hertz, die auch bei diesem Projektor eingebaut ist und für eine hohe Bewegungsschärfe sorgt. Die Aufstellung des Beamers bereitet keine Probleme, da er über einen Lens-Shift und einen großen Zoom-Faktor von 1,6 verfügt.
In der Praxis bedeutet dies, dass sich das Bild um gut Eineinviertel in der Bildhöhe und um eine halbe Bildbreite verschieben lässt. Ebenfalls benutzerfreundlich: Fokus, Zoom und Lens-Shift sind bequem und zudem sehr feinfühlig mit der Fernbedienung einstellbar.
Hinzu kommt noch, dass Störungen am Bildrand pixelgenau mit der "Blanking"-Funktion maskiert werden können. Wird der Beamer ausgeschaltet, wird seine Optik von einer motorisierten Klappe vor Schmutz und Staub geschützt. Der Lüfter - auch dies sei noch erwähnt - arbeitet zudem selbst bei hoher Lampenstufe erfreulich leise.
