Kunst oder Krempel?

Im Kurztest: Dream Trigger 3D

Aus einfach mach schwer: Entwickler D3 beschert 3DS-Besitzern mit "Dream Trigger 3D" einen verträumt-abstrakten Shooter, der leider nicht halb so zugänglich wie ästhetisch ist.

Dream Trigger 3D - Walkthrough Trailer: Mit dem Nintendo 3DS Titel Dream Trigger erhalten Spieler einen Rail-Shooter. Dieser ist jedoch nicht unbedingt als klassisch zu bezeichnen. So werden beispielsweise beide Bildschirme des 3DS genutzt und der Spieler muss, um in Dream Trigger erfolgreich sein zu können, mit beiden interagieren. Zum Video: Dream Trigger 3D - Walkthrough Trailer

Wenn Kunst und Entertainment-Medien aufeinanderprallen, ist das so eine Sache: Weil echte Kunst nicht den Anspruch erhebt, verständlich oder zugänglich zu sein, ist sie für den Konsum durch die breite Masse nur bedingt geeignet. Spiele-Entwickler sind jedoch auf diese "Zielgruppe" angewiesen. Zwar stehen Werke wie "Child of Eden" oder "Superbrothers Sword & Sworcery EP" in dem Ruf, interaktive Kunst zu sein - aber all diese Titel treffen abseits ihrer künstlerischen Intention den Nerv einer breiten Abnehmerschaft und sind daher vor allem eins: Entertainment.

Ganz anders dagegen D3's 3DS-Shooter "Dream Trigger 3D": Die auf den ersten Blick krude Mixtur aus Arcade-Shooter und abgehobener Grafikdemo erfüllt zunächst mal alle Voraussetzungen für ein echtes Kunstwerk, denn sie ist nicht nur visuell äußerst fortgeschritten, sondern auch nur schwer begreiflich. Auf dem 3D-Bildschirm jagt ein schillernder Schmetterling in stilisierter, meist monochromer Umgebung bunte Blumengegner. Der Haken dabei: Die Gegner werden auf dem oberen Bildschirm erst sicht- und angreifbar, wenn man sie zuvor auf dem Touchscreen markiert (vorzugsweise mit dem Daumen und nicht mit dem Stylus). Das Tutorial bezeichnet diese Funktion nicht ganz unpassend als eine Art "Sonar". Weil die Aktivierung dieser "Bleeps" aber Energie kostet und es Letztere nur für das Erledigen sichtbarer Widersacher gibt, muss der Spieler möglichst beide Bildschirme gleichzeitig im Auge haben - eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für Koordination und Reaktion.

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Unschwer erkennbar, dass das Begreifen des kryptischen Konzepts mit all seinen Modi, Menüs und unergründlichen, rotierenden Untermenüs zu einem Teil des Spielprozesses werden sollte - ganz getreu dem Motto eines Künstlers, der zu seiner Plastik auch keine Bedienungsanleitung liefert. Diese virtuelle Plastik hier hat zwar eine (Ingame-)Bedienungsanleitung - diese ist aber so monströs, verwirrend und ausufernd, dass sie am Ende für mehr Verwirrung denn Erklärung sorgt und den Titel obendrein seiner künstlerischen Existenzberechtigung beraubt.

Wer die barbarisch hohe Einstiegshürde schließlich mit viel Geduld genommen hat, den erwartet allerdings kein meditativ-chilliges Erlebnis wie in "Child of Eden", sondern ein knallharter Geschicklichkeitstest, der erst einmal ordentlich einstudiert werden will, bevor man ihn zu schätzen weiß - wie ein echtes abstraktes Kunstwerk.

Im Test: Dream Trigger 3D

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Im Test: Dream Trigger 3D - Kunst oder Krempel? So leicht lässt sich das bei "Dream Trigger 3D" gar nicht sagen. (Bild: D3 Publisher)
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Kunst oder Krempel? So leicht lässt sich das bei "Dream Trigger 3D" gar nicht sagen. (Bild: D3 Publisher)

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Im Test: Dream Trigger 3D - Die auf den ersten Blick krude Mixtur aus Arcade-Shooter und abgehobener Grafikdemo erfüllt zunächst mal alle Voraussetzungen für ein echtes Kunstwerk: Sie ist nicht nur visuell abgehoben, sondern auch nur schwer begreiflich. (Bild: D3 Publisher)
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Die auf den ersten Blick krude Mixtur aus Arcade-Shooter und abgehobener Grafikdemo erfüllt zunächst mal alle Voraussetzungen für ein echtes Kunstwerk: Sie ist nicht nur visuell abgehoben, sondern auch nur schwer begreiflich. (Bild: D3 Publisher)

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Im Test: Dream Trigger 3D - Weil die Aktivierung der "Bleeps" Energie kostet, und es Letztere nur für das Erledigen sichtbarer Widersacher gibt, muss der Spieler möglichst beide Bildschirme gleichzeitig im Auge haben - eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für Koordination und Reaktion. (Bild: D3 Publisher)
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Weil die Aktivierung der "Bleeps" Energie kostet, und es Letztere nur für das Erledigen sichtbarer Widersacher gibt, muss der Spieler möglichst beide Bildschirme gleichzeitig im Auge haben - eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für Koordination und Reaktion. (Bild: D3 Publisher)

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Im Test: Dream Trigger 3D - Die Ingame-Bedienungsanleitung ist so monströs, verwirrend und ausufernd, dass sie am Ende für mehr Verwirrung denn Erklärung sorgt. (Bild: D3 Publisher)
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Die Ingame-Bedienungsanleitung ist so monströs, verwirrend und ausufernd, dass sie am Ende für mehr Verwirrung denn Erklärung sorgt. (Bild: D3 Publisher)

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Das Problem dabei: Abstrakte Kunst ist nicht jedermanns Sache - und "Dream Trigger 3D" auch nicht.

Datenblatt

Dream Trigger 3D
SpielnameDream Trigger 3D
HerstellerD3 Publisher/Art Co.
VertriebNamco Bandai Partners
GenreSonstiges / Besonderes
Erhältlich ab15.07.2011
Preisca. 45 Euro
EAN Code3391891955737
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 0 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerungbefriedigend
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassbefriedigend
Bewertung Gesamtbefriedigend
System3DS

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