WOT sammelt Nutzerbewertungen für Websites

Sicher surfen: Web of Trust (WOT) für Firefox und Safari

Auch im Netz geht es um Vertrauen: Der Online-Händler Amazon macht gerade deshalb gute Umsätze, weil er bei Surfern für seine Zuverlässigkeit und hohen Sicherheitsstandards bekannt ist. Aber noch immer fallen täglich tausende Nutzer weltweit auf unseriöse Händler herein, die bestellte Ware nicht ausliefern, oder werden sogar Opfer eines Phishing-Angriffs - trotz aller Sicherheit beim E-Banking.

Das WOT-Plugin verzeichnet bereits über 22 Millionen Downloads. (Bild: Netzwelt/Screenshot)
Das WOT-Plugin verzeichnet bereits über 22 Millionen Downloads. (Bild: Netzwelt/Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Safari oder Firefox
  2. 2Die WOT-Gemeinde
  3. 3Noten für die Suche
  4. 4Fazit
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Safari oder Firefox

Die Erweiterung WOT (für "Web of Trust") kann zumindest einen Teil der Risiken beim Surfen auf unbekannten Seiten abfedern. Dabei verfolgen die Entwickler eine eigentlich recht einfache Idee: Statt die Bewertung einer Internetpräsenz einem einzelnen Unternehmen zu überlassen, sorgt die Menge aller Anwender für eine möglichst zuverlässige Klassifizierung. Damit das möglichst einfach ist, bietet WOT unter anderem für die Browser Safari in Version 4 oder neuer und Firefox (ab Ausgabe 3.0) eine kostenlose Erweiterung an.

Um WOT in Safari einzurichten, muss sich der Nutzer zunächst eine Programmdatei von der Website laden und diese dann im Browser öffnen. Natürlich funktioniert die Installation nur, wenn der Nutzer Plugins in den Einstellungen nicht explizit verboten hat. Im Firefox ist die Einrichtung etwas einfacher: Hier kann WOT über den zentralen Add-on-Manager heruntergeladen und installiert werden, was spätestens nach einer Minute erledigt sein sollte. Damit das Plugin auch im Browser aktiv ist, muss Firefox neu gestartet werden.

Zu jeder Seite berechnet WOT eine sogenannte Scorecard. (Bild: Netzwelt)
Zu jeder Seite berechnet WOT eine sogenannte Scorecard. (Bild: netzwelt)

Die WOT-Gemeinde

Nach abgeschlossener Installation erscheint im Firefox links neben der Adresszeile ein Symbol, das entweder grün, geld, rot oder grau eingefärbt wird. Jeder Farbe kommt dabei im WOT-Konzept eine besondere Bedeutung zu: Seiten, bei denen das WOT-Logo grün aufleuchtet, können bedenkenlos besucht werden, da sie von der klaren Mehrheit der Surfer als vertrauenswürdig gekennzeichnet wurden. Bei gelb markierten Seiten haben einige WOT-Nutzer Probleme gemeldet - und beim roten Symbol befindet man sich auf einer als äußerst riskant und unseriös eingestuften Präsenz, die man nach Meinung der Netzgemeinde möglichst schnell wieder verlassen sollte.

Mit einem Klick auf das WOT-Symbol kann jeder Nutzer ohne vorherige Anmeldung bei der Plattform die Seite, auf der er sich gerade befindet, selbst bewerten. Dabei gelten die Bewertungen immer für eine gesamte Domain, Unterseiten können nicht separat als gut oder schlecht gekennzeichnet werden. WOT kennt neben der allgemeinen Kategorie "Vertrauenswürdigkeit" auch noch die "Händlerzuverlässigkeit" sowie "Datenschutz" und "Jugendschutz". Aus den einzelnen Werten errechnet sich das Gesamturteil. Wer möchte, kann nur die erste (und wichtigste) Note anzeigen lassen und in den Einstellungen Datenschutz und Co. deaktivieren.

Noten für die Suche

Die Bewertung der WOT-Community lässt sich nicht nur anhand eines einzelnen Symbols im Browser ablesen, sondern erscheint auch in den Ergebnissen von Google, Yahoo oder Bing. Damit ist der Endanwender schon vor dem eigentlichen Besuch einer unbekannten Website darüber informiert, ob diese möglicherweise Gefahren mit sich bringt. Wer genauere Meinungen einsehen will, kann zu jeder Seite die sogenannte WOT Scorecard auf der Plattform selbst aufrufen, die zum Beispiel kurze Kommentare der Nutzer enthält. Dort weist WOT auch darauf hin, wenn die Bewertungen der einzelnen Nutzer sehr stark voneinander abweichen und daher kein klares Bild erkennbar ist. Der Nutzer wird aufgefordert, selbst die jeweilige Seite zu benoten.

Fazit

Neben der Integration in alle großen Suchmaschinen bindet sich WOT auch in die Webmail-Oberfläche von Google Mail, Windows Live und Co. ein, sodass man auch dort relativ gut vor Phishing geschützt ist. Im Test präsentiert sich die kostenlose Software als nützliche und einfach zu bedienende Sicherheitsanwendung.

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Beiträgeinsgesamt 4 Beiträge

Ich habe WOT deinstalliert, weil ich behaupte, daß man die Policy kaufen soll (Erpressung), die Konkurrenz dich ausschalten kann und Zensur im Netz betrieben werden soll. Keinerlei wirkliche Transparenz. Platinum...

das ist nicht das Hauptproblem: Das ist nämlich, dass wot von der Konkurrenz regelmässig dazu misbraucht wird, ansonsten sichere und gute Seiten anzuschwärzen und diese somit in Verruf zu bringen. Solange es hier...

Das kann niemand, aber wem kann man das heutzutage schon noch...

Und versichert mir, daß WOT mit meinen Daten nicht irgendwo "hausieren" geht?

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