Lesezeichenverwaltung mit ansprechender Oberfläche

Pearltrees: Firefox-Erweiterung sammelt Lesezeichen als Mindmap

Die Organisation von Lesezeichen stellt fast schon eine Herausforderung dar: Im Laufe der Zeit sammeln sich hunderte Seiten an, die man eigentlich noch zu irgendetwas benötigt, aber kaum noch überblicken kann. Zwar gibt es im Internet Explorer, Mozilla Firefox, Google Chrome und anderen Programmen die Möglichkeit, Lesezeichen in Ordnern zu kategorisieren, doch im täglichen Stress geht die Funktion oft unter.

Pearltrees besticht durch eine sehr außergewöhnliche Oberfläche. (Bild: Netzwelt)
Pearltrees besticht durch eine sehr außergewöhnliche Oberfläche. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Pearltrees für Firefox 5
  2. 2Erweiterung nutzt Flash
  3. 3Perlen dritter Anwender
  4. 4Fazit
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Pearltrees für Firefox 5

Dieses Problem möchte die kostenlose Firefox-Erweiterung Pearltress lösen, die den beliebten Browser um eine "menschlichere" Lesezeichenverwaltung erweitert. Das Plugin ist auch unter dem längst veralteten Firefox 2.0 noch einsetzbar, die derzeit höchste unterstützte Fassung ist die Testversion von Firefox 6.0. Die Entwickler empfehlen aber die Nutzung von Firefox 5.0, unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem. Pearltrees kann über die Add-on-Verwaltung installiert oder manuell geladen und eingespielt werden.

Die Installation der kostenlosen Anwendung ist in der Regel mit einem Neustart des Firefox verbunden. Wer diesen Schritt abgeschlossen hat, erlebt eine Überraschung: Das Plugin erfordert zwingend eine Registrierung beim Betreiber, ohne persönliches Nutzerkonto verweigert es jeden Dienst. Neue Teilnehmer können immerhin ihre Zugangsdaten für Facebook, Twitter oder Google einsetzen, um ein Konto zu erstellen.

Erweiterung nutzt Flash

Pearltrees richtet im Firefox ein kleines Symbol links neben der Adresszeile ein, nach der Anmeldung steigt die Zahl der Knöpfe auf drei blaue Buttons an. Der Knopf ganz rechts führt den Benutzer direkt zur Verwaltung seiner Lesezeichen: Diese basiert auf der Flash-Technologie, sodass im Firefox unbedingt der aktuelle Adobe Flash Player installiert sein muss. (Besonders auf dem neuen Mac OS X Lion stellt das eine gewisse Hürde dar, da der Flash Player nicht mehr zum Lieferumfang des Systems gehört.) Lesezeichen werden bei Pearltrees in Form virtueller Perlen gespeichert, die beliebig miteinander verbunden sein können.

Jede Perle zeigt auf eine ganze bestimmte URL, wie der Anwender es bereits von seinen klassischen Lesezeichen kennt. Um eine neue Seite bei Pearltrees abzuspeichern, muss lediglich das entsprechende Symbol angeklickt werden. Nach einigen Sekunden ist das neue Lesezeichen an den Pearltrees-Server übermittelt, der Abschluss der Aktion wird durch Pulsieren des Knopfs signalisiert. Sobald der Nutzer einige Links angesammelt hat, geht es an die Kategorisierung der Einträge: Statt der sperrigen Ablage in Ordnern lassen sich die Perlen in sogenannten Pearltrees, also Bäumen von Hyperlinks, anordnen. Über die Flash-Oberfläche ist es möglich, die gefunden Perlen einfach zu ziehen und abzulegen, um sie neu anzuordnen.

Pearltrees gestattet es, die Lesezeichen anderer Nutzer zu durchsuchen. (Bild: Netzwelt)
Pearltrees gestattet es, die Lesezeichen anderer Nutzer zu durchsuchen. (Bild: netzwelt)

Perlen dritter Anwender

Durch den Zwang zur Registrierung eines Kontos bei Pearltrees und die komplett webbasierte Oberfläche lässt sich die Erweiterung ganz nebenbei auch dazu einsetzen, Lesezeichen über mehrere Rechner hinweg abzugleichen. Die Flash-Oberfläche des Dienstes bietet neben der simplen Ablage neuer Adressen eine ganze Reihe weiterer Funktionen, von denen die wichtigste sicher Gruppen sind.

Mehrere Pearltrees-Nutzer können gemeinsam an einem bestimmten Zweig des globalen Lesezeichen-Baums arbeiten, um beispielsweise Material für eine gemeinsame Präsentation zu sammeln. Interessierte Anwender können sich aber auch nur in der Linksammlung anderer Nutzer bewegen, ohne etwas zu verändern, um mehr über sie zu erfahren. Mit dieser Verknüpfung und der Gruppenfunktion erleichtert die Erweiterung nicht nur die Zusammenarbeit an Webprojekten, sondern erspart Nutzern auch die Weiterleitung einer interessanten Seite per E-Mail. Besonders beliebte URLs erscheinen in einer Statistik.

Allerdings hinterlegen nur die wenigstens Mitglieder der Plattform in ihrem Profil den echten Namen und zum Beispiel einen Link auf die persönliche Website, obwohl es dafür Felder gibt - meistens wird Pearltrees lediglich mit dem Facebook- oder Twitter-Konto verbunden.

Fazit

Pearltrees präsentierte sich im netzwelt-Kurztest als solide Plattform, die sehr gut mit Mozilla Firefox zusammenarbeitet - lediglich die Nutzung von Adobe Flash als technische Grundlage ist negativ, da andere Anbieter längst auf das modernere HTML 5 setzen. Ohne Zweifel gefällt nicht jedem Teilnehmer die Optik und das Konzept von Pearltrees, es bietet aber nicht zuletzt durch die Ermöglicherung von Arbeit in Gruppen erhebliche Vorteile.

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Beiträgeinsgesamt 4 Beiträge

für Anfang nächsten Jahres ist die Möglichkeit vorgesehen private Räume zu schaffen

Schließe mich Geldmanns Meinung an - ich will nicht auch noch meine Lesezeichen online speichern (müssen). Die Idee an sich ist klasse, Mindmaps machen vieles angenehmer. Viele Grüße aus...

Ich finde die Idee genial. Doch wegen der erzwungenen Registrierung für mich uninteressant. Ich möchte meine Lesezeichen lokal speichern. Hoffentlich wird so etwas in den nächsten Firefox Versionen mitgeliefert....

Zitat: Zwar gibt es im Internet Explorer, Mozilla Firefox, Google Chrome und anderen Programmen die Möglichkeit, Lesezeichen in Ordnern zu kategorisieren, doch im täglichen Stress geht die...

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