Jetzt auch mit 3D

Onkyo PR-SC 5508/PA-MC 5500: Vor-End-Kombi im Test

Vor-End-Kombis zählen im Heimkino-Bereich zu den Seltenheiten - umso erfreulicher findet netzwelt, dass sich Onkyo mehr und mehr genau auf dieses vernachlässigte Feld konzentriert. Und mit 4.300 Euro Gesamtpreis bleibt das Ganze sogar in einem einigermaßen bezahlbaren Rahmen.

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Dicke Dinger: Die Vor-Endstufen-Kombination lässt bereits optisch die Muskeln spielen. (Bild: netzwelt)
Dicke Dinger: Die Vor-Endstufen-Kombination lässt bereits optisch die Muskeln spielen. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Technik und Ausstattung
  2. 2Stereo-Hörtest
  3. 3Surround-Hörtest
  4. 4Fazit: Dynamisches Duo
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Es ist noch gar nicht so lange her, als die Vor-End-Kombi PR-SC 5507/PA-MC 5500 in der Redaktion aufschlug und nach einem ausführlichen Test für sehr gut befunden wurde. Leider beherrschte das Duo die 3D-Wiedergabe nicht, weshalb Onkyo ziemlich schnell ein Gespann nachlegt, das genau das kann. Preislich geht es dafür jedoch nach oben: Statt 3.700 Euro möchten die Japaner nun 4.300 Euro haben.

Technik und Ausstattung

Der erste Blick auf die Rückseite offenbart gleich sieben HDMI-1.4-Eingänge an der Vorstufe - das kann sich sehen lassen, zumal sich auf der Vorderseite noch ein achter HDMI-Eingang versteckt. Auch bei den Ausgängen zeigen sich die Japaner spendabel und bauten gleich zwei davon ein. Damit können zum Beispiel ein Fernseher und ein Projektor angeschlossen werden - ohne nervige Umsteckorgien.

Auch beim Innenleben verzichtete Onkyo auf Sparmaßnahmen und spendierte der Vorstufe den hochwertigen Reon-VX-Prozessor der Firma IDT, der für gestochen scharfe 2D-Bilder sorgt und eine Umwandlung aller analog eingehenden Videosignale in digitale Informationen sowie das Hochskalieren auf bis zu 1080p erlaubt.

Die Filmmode-Erkennung bei Halbbildern funktioniert sehr gut, wie sich schnell herausstellt. Erfreulich sind auch die vielen Videoregler, zum Beispiel die getrennten Kontrast- und Helligkeitsregler für die Grundfarben. Von so vielen Einstellmöglichkeiten kann sich die Konkurrenz eine Scheibe abschneiden. 

Aber auch beim Klang fährt Onkyo schwere Geschütze auf: Gleich drei DSPs von Texas Instruments werkeln in der Vorstufe, die dazu fähig sind, Signale mit bis zu 192 Kilohertz und 32 Bit zu verarbeiten. Das lässt Besitzer von SA-CD-Playern aufhorchen, da die eingebauten 32-Bit-D/A-Wandler auch über HDMI hereinkommende DSD-Datenströme verarbeiten können.

Bei den Wiedergabemodi hat sich im Vergleich zum Vorgänger-Duo nichts verändert. Das heißt konkret, dass alle nur denkbaren Tondecoder verfügbar sind - inklusive ProLogic 2z plus den dafür nötigen Höhenkanälen. 

Doch das ist noch lange nicht alles: Dank THX-Ultra-2-Plus-Zertifizierung stehen drei unterschiedliche Verfahren bereit, um den Frequenzgang an den aktuellen Abhörpegel und die Eigenschaften des menschlichen Gehörs anzupassen. Selbstredend wird auch bei den Multimedia-Fähigkeiten einiges geboten. So ist beispielsweise über die Netzwerk-Buchse der Zugriff auf DLNA-Server im Heimnetzwerk möglich. Auch der Empfang von Internet-Radio funktioniert über den vTuner. Weiterhin stehen noch zwei USB-Schnittstellen zur Verfügung, an die Speichermedien angeschlossen werden können - auch ein iPod. 

Ebenfalls bemerkenswert sind die vielen symmetrischen Eingänge, etwa für CD-Player. Diese klingen zwar nicht immer besser, sind aber besonders bei längeren Kabelstrecken die bessere Wahl, weil sie besser gegen Störungen von außen geschützt sind. Selbstverständlich bietet auch die Neun-Kanal-Endstufe, die auf den Namen PA-MC 5500 hört, symmetrische Anschlüsse. 

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