Über 70 Ziele in 14 Staaten

Operation Shady RAT: Gewaltiger Hacker-Großangriff auf Regierungen

Ein Report enthüllt, welches Ausmaß Cyberspionage mittlerweile annimmt. In fünf Jahren spionierte ein einziger Angreifer allein rund 70 Ziele in 14 Ländern aus. Die Opferliste reicht von Regierungsorganisationen in den USA und Südkorea, über Rüstungs- und Finanzunternehmen bis hin zum Internationalen Olympischen Komitee und der Welt-Anti-Doping-Agentur.

Rund 70 verschiedene Firmen und Organisationen wurden laut Mc Afee ausspioniert. (Bild: Mc Afee)
Rund 70 verschiedene Firmen und Organisationen wurden laut Mc Afee ausspioniert. (Bild: Mc Afee)

Die Sicherheitsfirma Mc Afee spricht von einem Großangriff und nennt die Aktion "Operation Shady RAT". Experten der Sicherheitsfirma war es gelungen, Zugriff auf einen Server zu erhalten, den die Angreifer für ihre Aktion nutzten. Die Log-Files enthüllten dabei das gesamte Ausmaß der Attacken, die laut Server-Protokollen bis ins Jahr 2006 zurückreichen. Jedes Jahr seien mehr und mehr Ziele hinzugekommen, darunter auch eins in Deutschland. Wie viele Daten abgeflossen sind, lasse sich nicht feststellen. Die Angreifer hätten Schadsoftware per Mail verteilt und so die Rechner unvorsichtiger Mitarbeiter der Firmen und Organisationen infiltriert. 

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China unter Verdacht

Wer hinter dem Hacker-Angriff steckt, lässt Mc Afee offen. Die Experten verraten lediglich, dass hinter allen Angriffen der Operation Shady RAT ein Einzelner beziehungsweise eine Gruppe von Angreifern stecke, und merken an, dass es interessant sein könnte, die zeitliche Abfolge der Angriffe mit geopolitischen Ereignissen zu dieser Zeit in Verbindung zu setzen.

"Der Fokus der Attacken auf Taiwan und Einrichtungen des Olympischen Komitees im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking 2008 deutet auf China hin", sagte der Cybersicherheitsexperte James A. Lewis vom Center of Strategic and International Studies gegenüber der US-Tageszeitung Washington Post. China wurde zuletzt des Öfteren für Cyber-Angriffe verantwortlich gemacht - unter anderem beschuldigte Google die chinesische Regierung, die Dienste des Internet-Konzerns zu stören.

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