Sicherheitslücken in der virtuellen Kreditkarte

Kurztest: myWirecard - elektronische Kreditkarte mit Online-Banking

Die Wirecard Bank AG gibt eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte als Visa oder MasterCard heraus, die allerdings nicht ganz kostenlos ist und keine modernen Authentifizierungsmethoden wie etwa MasterCard SecureCode unterstützt. Auch im Online-Banking müssen Kunden einige Abstriche bei der Funktionalität machen.

Die Freischaltung der virtuellen Kreditkarte erfolgt per SMS. (Bild: Netzwelt)
Die Freischaltung der virtuellen Kreditkarte erfolgt per SMS. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Nicht ganz kostenlos
  2. 2Freischaltung per SMS
  3. 3Banking und Kartendaten
  4. 4Fazit
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Immer weniger Händler bieten die Möglichkeit an, online per Lastschrift zu bezahlen - die Zahl der Rücklastschriften ist einfach zu groß, sodass sich nur noch die großen Shopping-Portale die Zahlungsmethode leisten können. Wer keine Kreditkarte besitzt, kann auf eine virtuelle MasterCard oder Visa-Karte ausweichen, die wie eine Prepaid-SIM-Karte vorab aufgeladen werden muss. Einer der bekanntesten Anbieter dafür ist Wirecard.

Nicht ganz kostenlos

Die bayerische Wirecard Bank AG gibt eine virtuelle Visa oder MasterCard heraus, die unabhängig vom SCHUFA-Scoring auf Guthabenbasis vergeben wird. Für die Visa-Karte (genannt "mywirecard 2go Visa") ist es notwendig, vor Ort - etwa bei einer Tankstelle - eine physische Karte zu erwerben, die bis maximal 150 Euro aufgeladen werden kann und dann ganz normal einsetzbar ist. Das MasterCard-Pendant ist hingegen komplett auf den Einsatz im Web ausgerichtet - das heißt, der Kunde erhält seine Kreditkartennummer nur am Bildschirm, eine physische Karte benötigt er nicht. Sie kann aber auf Wunsch angefordert werden.

Da für die meisten Surfer die MasterCard als reines Online-Produkt interessanter ist, haben wir im netzwelt-Test nur dieses Produkt geprüft. Obwohl myWirecard mit voller Kostenkontrolle wirbt und keine Grundgebühr für die Kreditkarte anfällt, versteckt der Anbieter im Kleingedruckten zahlreiche Gebühren. So kostet die Aufladung per Überweisung jeweils einen Euro, für jeden Rücktransfer auf das eigene Bankkonto wird der gleiche Betrag fällig. Für eine Aufladung des Guthabens im Handel fallen 4 Prozent an, bei der Nutzung einer anderen Kreditkarte sind es nur 3 Prozent. Beachten sollte man auch die versteckte Jahresgebühr: Da die virtuelle MasterCard nur zwei Jahre gültig ist, muss der Kunde alle 24 Monate zehn Euro für den Kartentausch bezahlen.

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