Verwaltung von Schriftarten für Windows und Mac OS X

Linotype Font Explorer X: Schriftarten laden, einsehen und anpassen

Nicht nur im professionellen Umfeld spielen Schriftarten eine große Rolle, auch bei der Gestaltung persönlicher Dokumente wird eine optimale Typografie immer wichtiger. Alle großen Betriebssysteme, natürlich auch das aktuelle Microsoft Windows und Apple Mac OS X, bringen ein Programm zur Organisation von Schriftarten mit. Die Funktionalität dieser Anwendungen geht aber nicht über ein grundlegendes Niveau hinaus.

Font Explorer X erleichtert die Verwaltung großer Menschen von Schriftarten. (Bild: Netzwelt)
Font Explorer X erleichtert die Verwaltung großer Mengen von Schriftarten. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Systemanforderungen
  2. 2Software und Schriften
  3. 3Duplikate und Konflikte
  4. 4Fazit
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Systemanforderungen

Font Explorer X bietet sich als Ergänzung zu den bekannten Systemwerkzeugen an. Das Programm ist aktuell in Version 3 erhältlich, wobei die Bezeichnung als "Pro"-Fassung etwas irreführend ist - es gibt nämlich keine Standard-Variante, lediglich eine Server-Ausgabe bietet der Hersteller parallel zur Desktop-Lösung an. Font Explorer unterstützt neben Windows XP mit Service Pack 3, Windows Vista (nur mit SP 2) und Windows 7 auch Mac OS X ab der Ausgabe 10.4 - sowohl auf Intel- als auch älteren PowerPC-Modellen.

Bei der Installation gilt es zu beachten, dass Font Explorer X unter Microsoft Windows nur mit den Systemsprachen Deutsch und Englisch, am Mac zusätzlich mit der französischen Oberfläche genutzt werden kann. Auf der Produktseite des Herstellers kann sich jeder interessierte Benutzer eine Testversion herunterladen, spätestens nach 30 Tagen muss aber eine kostenpflichtige Lizenz für das Programm gekauft werden. Der reguläre Preis beträgt 79 Euro, für Mac-Anwender gibt es ein stark verbilligtes Upgrade zu 29 Euro.

Das Programm kann bestimmte Anfragen für Schriftarten systemseitig abfangen. (Bild: Netzwelt)
Das Programm kann bestimmte Anfragen für Schriftarten systemseitig abfangen. (Bild: Screenshot)

Software und Schriften

Die Funktionen von Font Explorer X sind in Windows und Mac OS X weitgehend identisch. Auf beiden Systemen kann der Nutzer direkt beim ersten Start festlegen, dass Schriftarten außerhalb der System-/Programm-Ordner organisiert werden, um die volle Kontrolle über sie zu behalten. Bei einer Deinstallation kann dieser Schritt allerdings nur schwer rückgängig gemacht werden.

Der Einrichtungsassistent bietet außerdem eine Funktion an, die es erlaubt, für die wichtigsten DTP-Programme Plugins zu installieren, um Zugriffe auf Schriftarten abzufangen - damit wird beispielsweise verhindert, dass Adobe Photoshop auf nicht installierte Schriftarten zugreift.

Neben der Bildbearbeitung unterstützt Font Explorer X auch Adobe InDesign und Illustrator in den Versionen CS2 bis einschließlich CS5 sowie QuarkXPress 6.5 oder neuer. Im letzten Schritt empfiehlt die Anwendung, alle sogenannten Font Caches zu löschen. In diesen Zwischenspeichern lagern Betriebssystem und installierte Programme Informationen über Schriftarten des Rechners, um diese schneller verwenden zu können. Mit einer erneuten, manuellen Initialisierung, die durch das Löschen der Caches ausgelöst wird, lassen sich die meisten Probleme mit der Anzeige von Schrift unter Windows und Mac OS X zuverlässig beheben.

Duplikate und Konflikte

Im Programmfenster von Font Explorer X kann der Nutzer jede installierte Schriftart betrachten und Details zu Herkunft, Speicherplatz und Zeichenbereich sowie andere Daten einsehen. Neben den Kategorien, die das Programm ab Werk mitbringt, lassen sich eigene Gruppen mit geringem Aufwand definieren. Es ist möglich, sowohl einzelne Schriftarten als auch ganze Kategorien an- und abzuschalten. Mit der Erkennung von Duplikaten kann Font Explorer dazu genutzt werden, Regeln für die Lösung von Konflikten zu definieren. Das ist immer dann wichtig, wenn mehrere Programme unterschiedliche Versionen derselben Schrift installieren und einsetzen möchten. Um selbst neue Schriftarten zu erhalten, beinhaltet Font Explorer X einen Einkaufsladen, der Angebote des Herstellers Linotype beinhaltet und ähnlich dem iTunes Store funktioniert.

Font Explorer ermöglicht die Kategoriesierung und Markierung von Schriften. (Bild: Netzwelt)
Font Explorer ermöglicht die Kategorisierung und Markierung von Schriften. (Bild: Screenshot)

Fazit

Einigen Nutzern mag der Lizenzpreis von fast 80 Euro für ein Programm zur Schriftverwaltung zu hoch erscheinen, gleichwohl bietet die Anwendung sinnvolle Funktionen und läuft dankenswerterweise unter beiden großen Betriebssystemen. Der Hersteller Linotype hat eine solide Dokumentation für die Anwendung erstellt, auf der Internetpräsenz gibt es unter "Guided Tour" eine Einführung in Font Explorer X in Form eines Videos.

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