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Asteroid Vesta: Erste Nahaufnahmen zeigen zweigeteilte Oberfläche Im Norden viele Krater

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Im Norden viele Krater, im Süden deutlich weniger: Die Oberfläche des Asteroiden Vesta scheint zweigeteilt zu sein. Die Strukturen werden dank detailreicher Aufnahmen der NASA-Sonde Dawn erkennbar, die den Asteroiden derzeit umkreist.

Die NASA-Raumsonde Dawn lieferte erstmals detailreiche Bilder des Asteroiden Vesta. Auf den Aufnahmen zeigt sich, dass die Oberfläche des Asteroiden im Norden von vielen Kratern geprägt ist, im Süden hingegen deutlich weniger Krater vorhanden sind. Dawn ist die erste Sonde, die in die Umlaufbahn des Himmelskörpers aus dem Asteroidengürtel eingetreten ist.

Seit dem 16. Juli umkreist die NASA-Sonde den Asteroiden in einem Orbit, derzeit befindet sie sich rund 2.900 Kilometer von Vesta entfernt. Die hochauflösenden Aufnahmen, die erstmals mehr Details zur Oberflächenstruktur offenbaren, stammen aus einer Entfernung von rund 5.200 Kilometern. Die bisherigen Aufnahmen lieferten nur recht unscharfe Eindrücke des Planeten und wurden für die Navigation zum Asteroiden genutzt. Der erste Sichtkontakt konnte am 13. Mai hergestellt werden.

Wissenschaftliche Analyse beginnt am 11. August

Am 11. August wird Dawn in eine neue, noch nähere Umlaufbahn eintreten und den Asteroiden in einer Entfernung von rund 2.700 Kilometern umkreisen. Die Sonde beginnt dann mit der wissenschaftlichen Analyse von Vesta. Danach stehen noch drei weitere Umlaufbahnen für Dawn an.

Der Norden des Asteroiden besitzt deutlich mehr Krater als der Süden. Die Aufnahmen bestätigen möglicherweise die Annahme, dass ein gewaltiger Einschlag in der Südhalbkugel von Vesta einen riesigen Krater hinterlassen hat. Diese Theorie entstand durch Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble und wird durch auffällige, parallel verlaufende Riefen in der Äquatorregion jetzt unterstützt.

"Auch ein solch riesiger Krater wäre ein Glücksfall", erklärt Andreas Nathues vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung als wissenschaftlicher Leiter des Kamerateams. "Denn diese Einschlagregion würde möglicherweise einen Blick in tiefer gelegene Schichten des Asteroiden ermöglichen."

"Überbleibsel aus der Geburtsstunde des Sonnensystems"

Der zweitgrößte Körper des Asteroidengürtels ist für die Wissenschaft besonders interessant, da er laut Angaben der Max-Planck-Gesellschaft "als eines der wenigen Überbleibsel aus der Geburtsstunde des Sonnensystems vor etwa 4,5 Milliarden Jahren" gilt. Außerdem gehen Wissenschaftler davon aus, dass Vesta früher ein heißes und geschmolzenes Inneres hatte, wie das bei der Erde heute der Fall ist.

"In der Vergangenheit haben wir Vesta als den kleinsten der erdähnlichen Planeten bezeichnet", sagt Chris Russell, wissenschaftlicher Leiter der Mission. "Die neuesten Bilder bieten viele Hinweise darauf, dass diese Erwartungen berechtigt sind. Die Aufnahmen zeigen, dass viele Prozesse einst die Oberfläche von Vesta geformt haben".

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Lisa Bruness
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