Auferstanden aus Ruinen

Im Kurztest: Bastion

Kein Action-Rollenspiel im herkömmlichen Sinne, sondern ein echtes kleines Kunstwerk ist "Bastion" von Supergiant Games und Warner Bros. Anime-Fans frohlocken über die wunderschöne Zeichentrickgrafik des Xbox-360-Download-Titels, mit dem Microsoft seinen "Summer of Arcade" einläutet.

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Bastion - Launch Trailer: Mit Bastion erhalten Spieler einen Top-Down-Action-RPG-Titel mit farbenfroher Comik-Grafik. Diese sollte den Spieler jedoch nicht täuschen, denn der Titel verfügt über eine enorme Tiefe, was Story und Charakterentwicklung betrifft. Dieser Trailer zeigt In-Game Spielszenen zu Bastion, das für den PC und die Xbox 360 veröffentlicht wird. Zum Video: Bastion - Launch Trailer

Erzähler mit tragender Stimme haben im Fantasy-Genre Tradition: Uralte Greise mit langem Rauschebart, bedeutungsschwangerer Gestik und dickem Folianten auf dem Schoß tragen ihrer andächtig im Kreis versammelten Zuhörerschaft die Geschichte vor, die man dann nacherlebt. In "Bastion" ist dieser Märchenonkel omnipräsent - oder vielmehr seine Stimme, denn sie kommentiert nahezu alle Schritte des possierlichen Helden, beschreibt jeden Schwerthieb und fasst auch sonst die meisten Aktionen des jugendlichen Wuschelkopfs Kid in blumige, nicht selten ironische Worte. Diese Worte sind es, die der märchenhaft schön gezeichneten 2D-Welt mit all ihren verschrobenen Monstern einen einzigartigen Charme verleihen - obwohl "Bastion" im Grunde nicht mehr ist als ein schlichtes Action-Rollenspiel.

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In diesem Fall macht's allerdings die Verpackung, und die ist mehr als ungewöhnlich: Statt einer konsistenten Spielwelt bereist der jugendliche Held eine Reihe von Ruinen, die aus schwebenden Plattformen bestehen. Diese rauschen meist erst dann ins Bild, wenn man sich ihnen nähert und werden genretypisch von allerlei angriffslustigem Getier bevölkert. Aber Kid weiß sich zu wehren: Mit reichlich Nah- und Fernkampfwaffen werden die Monsterlein in Echtzeit beharkt und von den Plattformen ins Bodenlose gepustet.

Ist das aktuelle Terrain fertig erforscht, winkt als Belohnung hoffentlich ein magischer Splitter: Den schleift der Held nach Verlassen der Welt in die heimische und obendrein namensgebende Bastion. Wie die erforschten Levels liegt auch dieser einst vor Leben pulsierende und von Abenteuern aus aller Welt belagerte Ort in Trümmern - darum ist es Kids Job, ihn wiederherzustellen. Mit jedem gefundenen Splitter kehrt ein Gebäude der Original-Bastion zurück - darunter nützliche Lokalitäten wie eine Waffenkammer, eine Lagerhalle oder eine mystische Distillerie, deren Spirituosen dem Helden neue Fähigkeiten verleihen.

Im Test: Bastion

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Während das Drumherum von "Bastion" über jeden Zweifel erhaben ist, wird spielerisch ein leidlich besonderes Action-Rollenspiel geboten, das sich lediglich als mutiger Erneuerer tarnt: Das einen Tick zu sperrige Kampfsystem bleibt hinter anderen Genrehits wie "Torchlight" zurück und lässt das für vorbildliche Haudrauf-Rollenspiele typische Süchteln vermissen. Trotzdem: Die fantastische Präsentation reißt es wieder raus, hinzukommen zahlreiche taktische Möglichkeiten durch die Kombination der richtigen Waffen und Fertigkeiten sowie ein unschlagbarer Preis: Der Download-Titel kostet gerade einmal zehn Euro.

Datenblatt

Bastion
SpielnameBastion
HerstellerSupergiant Games
VertriebWarner
GenreRollenspiel
Erhältlich ab21.07.2011
Preisca. 14 Euro
EAN Code1234567890123
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafiksehr gut
Bewertung Steuerungbefriedigend
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemXbox 360

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