Plug-in für Mozilla Firefox und Google Chrome
Google Page Speed: Schneller Surfen durch Caching-Technik
Deutschland liegt im internationalen Vergleich beim Ausbau von Breitbandanschlüssen eher im Mittelfeld, zudem werden die meisten Leitungen längst nicht ausgenutzt: Beim normalen Surfen bilden häufig die Server den Flaschenhals, weil sie Seiteninhalte nicht schnell genug ausliefern können. Google arbeitet daher seit einigen Jahren an seinem Page Speed-Programm, das gleich an mehreren Schwachpunkten ansetzt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Plug-ins für Chrome und Firefox
- 2Für den Webmaster
- 3Fazit
Plug-ins für Chrome und Firefox
Google Page Speed ist der Name für eine ganze Reihe von Open-Source-Programmen, die zur Optimierung einer Internetpräsenz angeboten werden. So können Endanwender mit einer kostenlosen Erweiterung die Browser Firefox (ab Version 3.5) und Google Chrome (als Teil der Chrome Developer Tools) aufrüsten, um die Ladezeit einer beliebigen URL zu untersuchen. Um eine Analyse zu starten, muss das Plug-in im Browser lediglich auf die gewünschte Adresse losgelassen werden - spätestens nach fünf Minuten sollten die Ergebnisse erscheinen. Im Moment ist es leider nicht möglich, mehrere Seiten gleichzeitig mit dem Plug-in zu untersuchen.
Für gelegentliche Tests oder für Nutzer, die weder Firefox noch Chrome einsetzen, bietet Google zusätzlich Page Speed Online an. Auch hier erhält der Nutzer eine Auswertung, die darüber informiert, welche Maßnahmen er unternehmen kann, damit beispielsweise sein persönliches Blog schneller auf dem Schirm der Surfer angezeigt wird. Page Speed gliedert die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Geschwindigkeitsoptimierung in drei Kategorien, die nach ihrer Wichtigkeit sortiert sind: Hohe Priorität hat etwa Browser-Caching, niedrige besitzen dagegen skalierte Bilder.

Für den Webmaster
Um eine langwierige Auswertung der Berichte aus Page Speed zur Anpassung einer Webpräsenz zu vermeiden, steht ein Modul für den Apache HTTP Server zur Verfügung. Damit macht Google es Webmastern sehr einfach: Sie können mod_pagespeed einfach neben anderen Modulen, zum Beispiel dem PHP Interpreter, auf ihrem Webserver installieren und müssen sich dann nicht mehr um die eigentliche Optimierung kümmern. Page Speed sorgt für ein effizientes Caching der Inhalte, entschlackt JavaScript- und CSS-Dateien genauso wie HTML-Quellcode und komprimiert auch JPEG-, GIF- und PNG-Bilder erneut, sollten diese beispielsweise noch kein Interlacing beinhalten.
Die Integration des Page-Speed-Moduls in den Apache HTTP Server ist zwar praktisch, aber gerade bei Shared-Hosting-Paketen hat kaum ein Kunde Zugriff auf die Konfiguration der Systemumgebung. Aus diesem Grund hat Google vor wenigen Tagen eine vierte Anwendung freigegeben: Mit dem sogenannten Page Speed Service kann jeder Webmaster, auch ohne technische Kenntnisse seine Seite über die Rechenzentren von Google ausliefern und automatisch optimieren lassen. Das hat den Vorteil, dass besonders bei Besuchern aus dem Ausland die Ladezeiten deutlich verringert werden, da die Inhalte der Website über das Netzwerk des Suchgiganten rasen.
Fazit
Eigentlich ist Google Page Speed eine gute Sache - doch gerade der Page Speed Service birgt die Gefahr, dass man sich als Betreiber einer Internetpräsenz von dem Suchkonzern abhängig macht. Außerdem kämpft Google aufgrund des großen Besucheransturms seit Tagen selbst mit Geschwindigkeitsproblemen. Sehr nützlich sind dagegen die Auswertungen, die Webmaster über Page Speed Online oder das Browser-Plug-in erhalten.
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