Für Bilderserien geeignet
CinePaint: Freie Bildbearbeitung für Film und Foto
CinePaint basiert auf der freien Bildbearbeitung GIMP und wurde für zahlreiche Hollywood-Streifen genutzt, da es eine zügige Nachbearbeitung Dutzender Einzelbilder erlaubt. Die aktuelle Version 0.25 läuft neben Linux auch auf Mac OS X, allerdings steht die Weiterentwicklung seit dem Jahr 2008 offenbar still.

Inhaltsverzeichnis
- 1Systemanforderungen
- 2Videos und Dateitypen
- 3Fazit
Hollywood ist das unangefochtene Herz der Filmindustrie, allerdings sind die großen Studios nicht unbedingt für den Einsatz freier Programme bekannt: Der Markt wird von proprietären Lösungen - zum Beispiel Adobe Premiere oder Apple Final Cut - beherrscht, die allesamt mehrere Tausend Euro kosten und für Anwender im privaten Bereich nahezu unerschwinglich sind. Eine der wenigen Ausnahmen bildet das Programm CinePaint.
Systemanforderungen
Die aktuelle Version des Programms CinePaint trägt die Nummer 0.25 und stammt vom 06.08.2008. Seither haben die Entwickler keine neue Version mehr vorgestellt, das Open-Source-Projekt ist also offenbar größtenteils eingeschlafen. Es gab immer wieder Planungen, CinePaint in einem neuen Programm fortzuführen, die bisher allerdings keine sichtbaren Ergebnisse gebracht haben. Ungeachtet der unsicheren Zukunft lohnt sich ein Blick auf das Programm, das nur knapp 50 Megabyte groß ist und direkt bei netzwelt heruntergeladen werden kann. CinePaint läuft unter allen unixoiden Betriebssystemen, auch Linux und Mac OS X.
Videos und Dateitypen
CinePaint für Mac OS X kommt in Form einer gewöhnlichen DMG-Datei daher, aus der Benutzer lediglich die Programmdatei in den entsprechenden Systemordner kopieren müssen. Die Installation unter Linux ist noch etwas einfacher - die meisten Linux-Distributionen bieten CinePaint sogar bereits in der Paketsammlung an. Wer möchte, kann sich die Anwendung auch aus dem Quelltext zusammenbauen und selbst kompilieren, sodass CinePaint zumindest theoretisch - also nur mit erheblichem Aufwand - auch unter Windows laufen kann.

Nach dem Start erinnert die Oberfläche des Programms sehr stark an die Bildbearbeitung GIMP, auf der das Programm basiert. CinePaint öffnet mehrere Fenster, beispielsweise für Ebenen, Pinsel und Farbpalette. Um ein Video zu bearbeiten, muss man es zunächst in einem anderen Programm in Einzelbilder exportieren, denn CinePaint kann selbst keine Filmdateitypen lesen, wohl aber mit den gängigen Formaten JPEG, PNG, GIF, aber auch HDR, Cineon, DPX und OpenEXR umgehen. CinePaint ist exzellent dafür geeignet, ganze Serien von Bildern schnell hintereinander zu korrigieren und zwar mit einer möglichen Farbtiefe von 8 bis 32 Bit.
Die eigentliche Korrektur von Einzelbildern ist sehr einfach: Der Nutzer kann mit diversen Werkzeugen zum Beispiel die Haut eines Models in einem Werbefilm aufpolieren oder den Himmel in einem satteren Blau leuchten lassen, wie es auch in GIMP möglich ist. CinePaint 0.25 bietet außerdem eine ganze Reihe von Filtern.
Fazit
CinePaint wird aktuell nicht mehr weiterentwickelt, obwohl einige seiner Funktionen bis heute nicht in GIMP einbezogen wurden. Das Programm ist durchaus beliebt, da es eine sehr schnelle Nachbearbeitung von Filmsequenzen gestattet, auch wenn sich Videos nicht direkt importieren lassen. CinePaint besetzt eine Nische besonders für hochauflösendes Material, die bislang kein anderes Open-Source-Programm ausfüllen kann.

Gibte es ähnliches auch für Windows Rechner