Ab September
Offen und ehrlich: Bahn stellt monatliche Pünktlichkeitsstatistik ins Netz
Die Deutsche Bahn wird ab September monatlich im Internet ausweisen, wie pünktlich ihre Züge im Nah- und Fernverkehr sind. Das gab der Konzern bei der Vorstellung seiner Halbjahresbilanz bekannt. Eine Kehrtwende: Bislang kommunizierte das Unternehmen nur Jahresdurchschnittszahlen zur Pünktlichkeit.
"Sehr wichtig ist uns eine offene und ehrliche Kommunikation mit unseren Kunden. Deshalb werden wir ab September jeden Monat unsere Pünktlichkeitswerte im Nah- und Fernverkehr auf der DB-Internetseite veröffentlichen", sagte Bahnchef Rüdiger Grube in einer Pressemitteilung. Eine Überraschung: Bislang hatte die Bahn nur Jahreszahlen veröffentlicht und erklärt, eine monatliche Statistik sei nicht aussagekräftig. Verkehrsunternehmen in anderen europäischen Ländern, etwa in Österreich, führen bereits eine solche Statistik im Internet.
Internet-Offensive der Bahn
Neben der Pünktlichkeitsstatistik nutzt die Bahn nun auch verstärkt Social Media, um den Kundenservice zu verbessern. Seit Anfang Juni beantwortet der Konzern auch Kundenanfragen via Twitter. Ein achtköpfiges Team steht hierzu von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr bereit. Das Angebot wird gut angekommen, rund 1.500 Bahnfahrer haben sich bislang über Twitter an den Kundenservice gewandt.
Die 5.000 Anfragen konnten dabei laut Bahn alle beantwortet werden. Der Umgangston war überwiegend neutral, negative Aussagen hielten sich deutlich in Grenzen. Was den Konzern darin bestärkt, das Angebot fortzusetzen und auszubauen. Unter anderem plant die Bahn, nach einem ersten Testballon auch eine feste Präsenz im weltweit größten Sozialen Netzwerk Facebook einzurichten.


Besseren Handy-Empfang für ICE-Reisende verspricht die Bahn: Das Unternehmen will bis zum Jahr 2011 leistungsfähigere Mobilfunk-Repeater in allen ICE-Zügen zur Verfügung stellen. Die Hälfte der Flotte ist schon mit der neuen Technik ausgerüstet. Mit der Umrüstung hatte das Unternehmen im Mai 2008 begonnen.
Vom 25. Oktober bis zum 7. November können Facebook-Nutzer mit etwas Glück ein limitiertes Chef-Ticket der Deutschen Bahn erwerben. Damit sind Reisen durch Deutschland für nur 25 Euro möglich.
Wer nicht mehr länger in der Warteschleife am Telefon hängen oder in der Schlange am Schalter stehen will, kann sich künftig bei Fragen und Problemen auch via Twitter an die Deutsche Bahn wenden. Zwölf Mitarbeiter beantworten hier Anfragen zwischen 6 und 20 Uhr.
Kundenservice via Twitter: Anfang Juni wagte die Bahn dieses Experiment und zeigt sich mit der Resonanz der Kunden nach knapp sechseinhalb Wochen zufrieden.
Panne nach dem Start. Bei der Internet-Registrierung zum neuen mobilen Ticketsystem Touch & Travel der Deutschen Bahn hatten Kunden Zugriff auf die Daten anderer Nutzer - unter anderem waren auch die Bankverbindungen einsehbar.
Mehr Service bei der Deutschen Bahn: Das Unternehmen wird registrierte Online-Kunden künftig per E-Mail über Fahrplanabweichungen informieren.
Google und die Deutsche Bahn starten Google Transit in Deutschland. In Google Maps können daher ab sofort neben Routen für Autos und Fußgänger auch Zugverbindungen gesucht werden.




