Statt physikalischer Tasten
Eingabe über Schallimpulse: Apple patentiert Tastatur ohne Tasten
Virtuelle Tastaturen sind an sich nichts Neues mehr. Bei Smartphones und Tablets werden sie schon länger eingesetzt. Ein neues Apple-Patent zielt jetzt darauf ab, auch Tastaturen für Computer von physikalischen Tasten zu befreien, wie Patently Apple berichtet.

Patently Apple ist eine Internetseite, die sich auf die Berichterstattung über die Patentanträge von Apple spezialisiert hat. Das neue Patent ist laut Patently Apple bereits der fünfte Antrag, in dem es um tastenlose Tastaturen geht. Das Eingabegerät, das Apple jetzt vorschwebt, nutzt in erster Linie eine Technologie namens Acoustic Pulse Recognition.
Eingaben werden über Schallimpulse erkannt
Apple möchte mit dem neuen Patent vor allem sehr flache Tastaturen entwickeln, die ohne die Verwendung von Tasten auch robuster wären. Die Eingaben des Nutzers werden über die Schallimpulse, die beim Tippen verursacht werden, erkannt und in Befehle umgesetzt. Dafür werden sogenannte piezoelektrische Sensoren eingesetzt.
Anstatt der piezoelektrischen Systeme könnten aber auch andere Sensoren eingesetzt werden, die die Geräusche beziehungsweise Schallimpulse erkennen können. Dazu zählen Mikrofone, Seismografen oder Beschleunigungssensoren. Außerdem schwebt Apple ergänzend dazu die Verwendung von kapazitiven - also berührungsempfindlichen - Sensoren vor. Dadurch soll die Tastatur besser ermitteln können, ob der Nutzer aus Versehen oder gewollt eine "Taste" gedrückt hat.
Die flachen, tastenlosen Tastaturen können laut Apple aus jedem festen Material bestehen, zum Beispiel Metall, Plastik oder Glas. Bei Tastaturen aus den ersten beiden Materialien lassen sich die "Tasten" maschinell einprägen oder mikroperforieren. Besteht die Tastatur dagegen aus Glas, könnten die Buchstaben darauf aufgemalt sein oder auf einem darunter befindlichen Bildschirm dargestellt werden.
IBM-Patent für Touchscreen-Tastatur
Apple sieht nicht als einziger Hersteller die Probleme, die durch virtuelle Tastaturen bei Touchscreens entstehen - das fehlende haptische Feedback führt oftmals zu Fehleingaben. IBM möchte sich dieser Problematik mit einer virtuellen Tastatur für Touchscreens annehmen, die sich der Handanatomie des Nutzers anpasst. Die so genannte "Morphing"-Tastatur bietet dann zum Beispiel unterschiedlich große Buchstabentasten, die außerdem leicht versetzt sein können. Anders als beim Apple-Patent geht es bei der IBM-Variante nicht um eine externe Tastatur.
