Einsatzgebiete der Technologie noch unklar
Gesichtserkennung: Google kauft Pittsburgh Pattern Recognition
Pittsburgh Pattern Recognition, oder kurz PittPatt, ist eine Firma, die sich auf Gesichtserkennungssoftware spezialisiert hat. Wie das Unternehmen auf seiner Internetseite bekannt gibt, gehört PittPatt jetzt zu Google. Noch ist nicht genau bekannt, wie Google die Technologie und das Wissen von PittPatt einsetzen möchte.
In der Stellungnahme von PittPatt heißt es zur Übernahme unter anderem: "Bei Google ist die Technologie vom maschinellen Sehen bereits der Kern vieler bestehender Produkte (zum Beispiel der Suche, von Youtube, Picasa und Goggles), deshalb ist es ein logischer Schritt, sich Google anzuschließen und die Leistungen unserer Forschung und Technologie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen." Das Unternehmen wurde 2004 gegründet und ist als Spinoff des Robotik-Instituts der Carnegie Mellon University entstanden. PittPatt entwickelt Gesichtserkennungssoftware für Fotos und Videos.
Einsatz bei Google+?
Google bestätigte die Übernahme ebenfalls in einer Stellungnahme, die unter anderen dem US-amerikanischen Blog Techcrunch vorliegt. Dort äußert sich der Suchmaschinenanbieter nur kurz und recht allgemein zu dem Thema. Demnach glaubt Google, dass die Forschung und die Technologie von PittPatt seinen Nutzern in vielerlei Hinsicht zugutekomme.
Wo genau Google die Gesichtserkennung einsetzen möchte, wird nicht erklärt, in einigen Medien wird aber darüber spekuliert, dass die Software bei Googles neuem Sozialen Netzwerk Google+ zum Einsatz kommen könnte. Bei Facebook wird Gesichtserkennung bereits verwendet, damit Nutzer auf Bildern, die sie hochladen, einfacher Freunde kennzeichnen können. Allerdings sorgte die neue Funktion bei Datenschützern für massive Kritik.
Gesichtserkennung ist für Google kein neues Thema. Allerdings dementierte das Unternehmen Berichte, laut denen die Technologie für Smartphone-Anwendungen aktiviert werden soll. Gegenüber dem Wall Street Journal bestätigte ein Google-Sprecher dies noch einmal und erklärte, dass die Gesichtserkennung auch weiterhin nicht in Apps oder Produkte integriert wird, "solange wir keinen stärkeren Schutz der Privatsphäre gewährleisten können".


Facebook will künftig in den USA eine Gesichtserkennungssoftware nutzen, um das Markieren von Freunden auf Fotos zu beschleunigen. In Deutschland sind Datenschützer über die Pläne beunruhigt.
Auf hochgeladenen Fotos versucht das Soziale Netzwerk Facebook abgebildete Personen zu identifizieren. Die vorgeschlagenen Tags müssen Nutzer aber nicht akzeptieren.
Immer häufiger stellen Rebellen oder Terroristen Bilder und Videos von ihren Aktivitäten ins Netz. Eine Software soll in Zukunft das US-Militär bei der Analyse unterstützen und herausfinden, ob auf den Dateien etwas Interessantes zu sehen ist.
Per Gesichtserkennung will eine Google-Gruppe Randalierer bei den Krawallen in Großbritannien auf Online-Fotos identifizieren. Damit soll der Justiz geholfen werden.
Peinlich! Google verspricht mit Android 4.0 das unkomplizierte Entsperren des Handys via Gesichtserkennung. Keine Passwörter merken und dennoch soll die Methode sicher sein. Ein YouTube-Video beweist aber, dass der Face Unlock sich leicht manipulieren lässt.
Google führt bei seinem Sozialen Netzwerk eine neue Funktion ein, die das Taggen von Bildern vereinfachen soll. Find My Face nennt sich die Gesichtserkennung bei Google+, anders als bei Facebook, müssen Nutzer der Aktivierung erst zustimmen.
Da es bereits seit einiger Zeit vermutet wurde, kommt der Schritt nicht allzu überraschend: Facebook übernimmt Face.com und sichert sich damit Technik für Gesichtserkennung.




