Nach 30 Jahren
Eine Ära geht zu Ende: Die letzte Landung der Atlantis
Die Raumfähre Atlantis befindet sich seit rund zwei Tagen auf dem Rückflug zur Erde. Mit ihrer Landung am heutigen Donnerstag, 21. Juli, geht gleichzeitig das Space Shuttle-Programm der NASA nach rund 30 Jahren zu Ende. Amerikanische Astronauten werden dann vorerst mit russischen Sojus-Kapseln zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht.
Im Kennedy Space Center der NASA in Florida steht ein historischer Augenblick bevor: Zum letzten Mal wird dort ein Space Shuttle landen. Geplant ist die Landung für 11.56 Uhr nach deutscher Zeit. Laut aktuellen Vorhersagen der Spaceflight Meteorology Group steht diesem Termin wettertechnisch nichts im Weg. Es würde aber auch noch eine spätere Möglichkeit für die heutige Landung geben, diese wäre um 13.32 Uhr nach deutscher Zeit.
Altantis-Crew bereiten Shuttle für Landung vor
Die Atlantis und die vierköpfige Missions-Besatzung waren insgesamt knapp 13 Tage seit dem Start am 8. Juli unterwegs. An Bord des Space Shuttles befanden sich wichtige Versorgungsgüter, Ersatzteile für die ISS sowie Ausrüstung. Außerdem ist auch ein iPhone 4 mit zur Internationalen Raumstation geflogen, mit dem die Besatzung Experimente durchführen soll. Während der Atlantis-Mission stand darüber hinaus ein Weltraumspaziergang mit Außenarbeiten an der ISS an.
Vor knapp zwei Tagen dockte die Atlantis von der Internationalen Raumstation ab. Während dieser Flugzeit beschäftigten sich die NASA-Astronauten Chris Ferguson, Doug Hurley, Sandy Magnus und Rex Walheim vor allem mit den Landevorbereitungen des Shuttles. Dafür überprüften sie zum Beispiel das Flugleitsystem und das Kontrollsystem der Korrekturdüsen.
Außerdem befreiten sie einen kleinen Satelliten namens PicoSat aus einem Kanister in dem Laderaum des Shuttles. Dieser Satellit wird Daten über die Leistung seiner Solarzellen weiterleiten. Forscher werden diese auswerten und für die Entwicklung zukünftiger Weltraum-Hardware nutzen. Auch vom Boden aus gab es ein OK für die Landung: Das Hitzeschild scheint in Ordnung zu sein.
Nachdem mit der Landung der Atlantis das Shuttle-Programm eingestellt wird, fliegen NASA-Astronauten zunächst eimal mit Sojus-Kapseln zur ISS. In einigen Jahren werden private Unternehmen die Wege zur Internationalen Raumstation unternehmen. Die NASA dagegen orientiert sich in den fernen Weltraum und entwickelt dafür die Orion-Kapsel weiter.


Aus dem All ins Museum: Am Mittwoch ist die US-Raumfähre Atlantis sicher von ihrem letzten Flug ins All zurückgekehrt. Sie dockte insgesamt sieben Tage bei der internationalen Raumstattion ISS an.
Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan sind drei Astronauten an Bord einer Sojus-Kapsel zur ISS gestartet. Sie werden die Expedition 28 vervollständigen, wenn sie am 9. Juni die Raumstation erreichen.
Am 8. Juli soll es soweit sein: An diesem Tag soll die Atlantis zu ihrer letzten Reise zur ISS aufbrechen. Ihre Rückkehr zur Erde bedeutet dann gleichzeitig das Ende des Shuttle-Programms der NASA.
Die vier Astronauten der letzten Shuttle-Mission sind inzwischen an Bord der Internationalen Raumstation und warten auf ihre ersten Arbeiten. Der erste Startversuch am Freitag, 8. Juli, war trotz schlechter Wetterbedingungen geglückt.
Der letzte Rückflug eines Space Shuttles hat begonnen: Die Atlantis dockte heute Morgen, 19. Juli, erfolgreich von der Internationalen Raumstation ab und wird sich nach einem "fly-around" um die ISS auf den Weg zur Erde machen.
Die Space Shuttle-Ära ist mit der Landung der Atlantis beendet. In den nächsten Jahren werden Astronauten ausschließlich mit Sojus-Kapseln zur ISS gebracht. Deshalb ruft die russische Raumfahrtbehörde die "Ära der Sojus" aus.
Nach fünfeinhalb Monaten im Weltraum kehrten die drei Astronauten Fossum, Furukawa und Wolkow wieder sicher zur Erde zurück. Die Sojus-Kapsel ist in winterlichen Verhältnissen in der kasachischen Steppe erfolgreich gelandet.




