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Debian 7.0 Wheezy: Erste Pläne für Hurd statt Linux-Kernel GNU/Hurd und FreeBSD statt Linux unter Debian

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Hurd, BSD und Linux

Für die Nutzer stellt sich dabei natürlich die Frage, ob sie dann den (auch weiterhin bevorzugten) Linux- oder Hurd-Kernel einsetzen sollen - und mit der FreeBSD-Variante von Debian gibt es noch eine dritte Möglichkeit, den Kern des Betriebssystems zu ersetzen. Die Entscheidung sollte auf Grundlage der benötigen Programme gefällt werden: Unter Linux sind 100 Prozent aller Pakete aus dem Debian-Respository nutzbar, bei der Alternative FreeBSD (Debian GNU/kFreeBSD) liegt der Wert bei beachtlichen 85 Prozent. Dagegen laufen aktuell nur 65 Prozent aller Pakete auf Hurd, sodass viele Anwendungen sich nicht starten lassen.

Diese Lücke könnte ausgerechnet Google nun schließen: Im Rahmen des sogenannten Summer of Code 2011, bei dem Google diverse Ideen für Open-Source-Projekte mit Fördergeldern unterstützt, wird die Laufzeitumgebung der Programmiersprache Java auf Hurd portiert. Der Beitrag zum GSoC-Wettbewerb stammt aus der Feder von Jeremie Koenig, einem Studenten der Universität Straßburg. Sollte die Java-Portierung erfolgreich sein, kann ein Großteil der fehlenden 35 Prozent der Debian-Pakete auch auf Hurd laufen.

Zusätzliche Treiber

Eine andere Entwicklergruppe hat es zudem vor einigen Wochen geschafft, eine Umgebung für FreeBSD- und Linux-Treiber auf Hurd zu portieren. Damit kann der Kernel auf einen Schlag aus der breiten Palette an Treibern schöpfen, um deutlich mehr Hardware als bisher zu unterstützen. Insbesondere bei modernen Grafikkarten und der hochoptimierten Energieverwaltung neuer Prozessoren sieht Hurd bisher alt aus.

Fazit

Der Linux-Kernel ist eigentlich jünger als das Hurd-Projekt, allerdings hat sich die Free Software Foundation in den letzten Jahren eher auf ersteres Betriebssystem konzentriert. Dadurch war auch das Interesse dritter Organisationen an Linux größer als an einem alternativen Kernel - doch das könnte sich jetzt wieder ändern. Die Nutzer können von dem Wettbewerb der Kernel innerhalb des Debian-Projekts nur profitieren.

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Kommentare zu diesem Artikel

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  • Frithjof B schrieb Uhr
    AW: Debian 7.0 Wheezy: Erste Pläne für Hurd statt Linux-Kernel

    Irgendwie nicht wirklich innovativ. Wenn es bei dem ganzen ideolischen Getune in 28(!) Jahren nicht gelungen ist einen OS Kernel zu schreiben, und jetzt die Fragemente nur auf IA32 laufen .. dann brauchen die nochmal 28 Jahre...Live ist to short to waist my time
  • Arno e. schrieb Uhr
    AW: Debian 7.0 Wheezy: Erste Pläne für Hurd statt Linux-Kernel

    der hurd köchelt bei debian ja schon lange so im hintergrund. ich freu mich jedenfalls dass man dann auch eine reine gnu-lösung also ohne linux haben kann. richard stallman wirds auch freuen. lg arno e.
  • Arne schrieb Uhr
    AW: Debian 7.0 Wheezy: Erste Pläne für Hurd statt Linux-Kernel

    Ich habe beim Titel auch erst gestockt, aber den Artikel selbst finde ich gut.
  • Tolimar schrieb Uhr
    AW: Debian 7.0 Wheezy: Erste Pläne für Hurd statt Linux-Kernel

    Hi! Also, diese Titelzeile ist ja irgendwie misslungen. Das klingt ja, als würden wir vom Debian Projekt die Linux Ports aufgeben. Könntet Ihr wenigstens die Titelzeile irgendwie weniger reißerisch formulieren, so dass hervorgeht, dass es eine _zusätzliche_ Portierung ist? Beste Grüße, Tolimar
  • Stefan Graf schrieb Uhr
    AW: Debian 7.0 Wheezy: Erste Pläne für Hurd statt Linux-Kernel

    Macht Ihr Witze ???? 2013 ??? Wer weis was in 2013 ist. Das ist ja nun wirklich nicht schnell. Und wer weis ob es bis dahin auch fehlerfrei läuft ???
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Autor
Markus Franz
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