GNU/Hurd und FreeBSD statt Linux unter Debian

Debian 7.0 Wheezy: Erste Pläne für Hurd statt Linux-Kernel

Das Open-Source-Projekt Hurd setzt zum Sprung auf Debian an: Die Entwickler planen, dass ihr Kernel in einigen Monaten gleichberechtigt nebem dem Linux-Kern die Grundlage für das beliebte Betriebssystem bildet. Damit haben Nutzer dann gleich drei Kernel zur Auswahl.

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Der Hurd-Kernel könnte gleichberechtigt neben Linux in Debian 7.0 einziehen. (Bild: Netzwelt)
Der Hurd-Kernel könnte gleichberechtigt neben Linux in Debian 7.0 einziehen. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Neuer Hurd-Kernel
  2. 2Hurd, BSD und Linux
  3. 3Zusätzliche Treiber
  4. 4Fazit
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Seit Jahren gehört das Betriebssystem Debian zu den beliebtesten Linux-Distributionen. Es wird häufig für den Betrieb von Servern eingesetzt, dient nebenbei aber auch als Grundlage für Ubuntu, Knoppix und andere Konkurrenten. Das offene Entwicklungsmodell von Debian sorgt dafür, dass sich grundsätzlich jeder Nutzer mit entsprechendem Wissen sein eigenes Betriebssystem nur mit der eigenen Lieblingssoftware bauen kann.

Neuer Hurd-Kernel

Eigentlich trägt das Debian-Betriebssystem den Namen "Debian GNU/Linux", der auf die Verwandtschaft der Plattform mit dem GNU-Projekt hinweisen soll. GNU steht für "GNU's not Unix" und liefert Debian zahlreiche Systemwerkzeuge, zum Beispiel einen leistungsfähigen Compiler, dem Texteditor Emacs und eine Kommandozeile für die Befehlseingabe. Innerhalb des GNU-Projekts wird mit dem Hurd-Kernel auch ein weiteres Stück Software entwickelt, das in den meisten anderen Distributionen derzeit vom Linux-Projekt geliefert wird.

Genau das könnte sich nun ändern: Die Programmierer des Hurd-Kernel planen, dass ihr Projekt innerhalb der nächsten 18 Monate Bestandteil des offiziellen Debian-Betriebssystems werden soll. Damit käme neben den GNU-Systemwerkzeugen auch der Kernel aus dem GNU-Projekt, was durchaus eine interessante Alternative zu Linux als Grundlage darstellt. Bisher gibt es bereits eine inoffizielle Variante von Debian mit dem Hurd-Kernel als ISO-Image zum Download. Wenn alles wie geplant klappt, können interessierte Nutzer mit Debian 7.0 alias Wheezy erstmals Mitte 2013 den Hurd-Kernel als offizielles Paket installieren.

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