Management unter Verdacht
Vorwurf Bestechung: Razzia bei Media Markt-Saturn-Gruppe
Das Management der Handelskette Media-Saturn, zu der die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn gehören, steht unter Bestechungsverdacht. Die Polizei hat Medienberichten zufolge bereits rund 20 Privatwohnungen und Büros sowie die Firmenzentrale der Gruppe in Ingolstadt durchsucht. Computer und Akten wurden beschlagnahmt.

Insgesamt sechs Manager sollen nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ins Visier der Ermittler geraten sein, drei davon sollen dem Top-Management der Gruppe angehören. Einer der Beschuldigten soll sogar Mitglied der neunköpfigen Geschäftsleitung sein. Zu den Verdachtsmomenten äußert sich die zuständige Staatsanwaltschaft in Augsburg nur sparsam. Der Vorwurf laute auf "Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr" sowie Beihilfe dazu, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Süddeutschen Zeitung auf Anfrage mit. Festnahmen hat es aber laut der regionalen Tageszeitung Augsburger Allgemeine bislang noch nicht gegeben. Mehr Details will man aufgrund der noch laufenden Ermittlungen nicht preisgeben.
Schmiergeld in Millionenhöhe
Wie die Augsburger Allgemeine erfahren haben will, soll es um Schmiergeld in Millionenhöhe gehen. Die Süddeutsche Zeitung spricht von unsauberen Geschäften und dubiosen Auftrags-Vergaben an Zulieferer und Dienstleister. Welche weiteren Firmen in die Angelegenheit involviert sind, will die Staatsanwaltschaft aber noch nicht verraten.
Initiiert haben soll die Razzia die Media-Saturn-Gruppe selbst. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hätten interne Prüfer bereits vor einiger Zeit Unregelmäßigkeiten festgestellt und diese mit der Bitte um Prüfung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Die Unternehmensgruppe will vollständig mit der Staatsanwaltschaft kooperieren.

Und wieder mal, stinkt der Fisch am Kopf. Wobei doch Schmiergeldzahlungen seit Jahren auf allen Ebenen und in allen Formen Programm sind. Da wuren Hochzeitsreisen nach Hawaii bezahlt, Hochzeitsfeiern auf...