Das Social Mobility Network

Mitfahren 2.0: Flinc-Gründer im Interview

Mit einer Fahrtvermittlung in Echtzeit will das deutsche Startup flinc die Anhalterkultur revolutionieren. Eine Desktop-Anwendung und iPhone-App vermittelt dazu Fahrplätze komfortabel und einfach - im Idealfall auch über kurze Distanzen. Netzwelt sprach mit Gründer Benjamin Kirschner und Geschäftsführer Klaus Dibbern über die Idee von flinc.

flinc: Das Ludwigshafener Startup verbindet das Prinzip eines Sozialen Netzwerkes mit einer Mitfahrzentrale, die in Echtzeit auch kurze Strecken vermittelt. Wie genau das funktioniert, erklären Benjamin Kirschner und Klaus Dibbern von flinc im netzwelt-Interview. Zum Video: flinc

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mitfahren per App
  2. 2Einsatz auch für kurze Distanzen gedacht
  3. 3Mit Bewertungssystem gegen schwarze Schafe 

"Daumen raus" war einmal. Das Internet hat die analoge Anhalterkultur zunehmend verdrängt. Erst waren es Desktop-basierte Anwendungen, die Fahrer und Mitfahrer online vermittelten und immer mehr Nutzer fanden. Jetzt kommen mobile Apps hinzu, um immer und überall Angebote und Gesuche aufzugeben.

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Doch die Idee des Web 2.0, des Kennenlernens, der Zusammenarbeit und des Netzwerkens übers Internet hat bisher noch keine Online-Mitfahrzentrale umgesetzt. In diese Lücke springt das Ludwigshafener Startup flinc, das sich selbst als "Social Mobility Network" bezeichnet. "Das ist die Verknüpfung einer neuen Art der Mitfahrzentrale mit Sozialen Netzwerk-Funktionen", sagt Benjamin Kirschner gegenüber netzwelt (siehe Video).

Mitfahren per App

Wie es aussieht, wenn Mitfahrzentralen mit Sozialen Netzwerk-Funktionen kombiniert werden, können Nutzer bereits seit Beginn der Testphase im April 2011 erfahren. Am Montag ist jetzt der offizielle Startschuss: Um Angebote und Gesuche aufzugeben, wird dann keine Einladung mehr benötigt. Der Zugang zu flinc per Desktop-Anwendung, iPhone-App und Navigon-App auf Apples Smartphone ist für jeden Nutzer offen und kostenlos. Eine mobile Android-Anwendung ist in Vorbereitung.

Der Community-Gedanke des Dienstes spiegelt sich zentral im flinc-Feed wieder, über den das eigene Mobilitätsnetzwerk in Form von Kontakten zu Fahrern, Mitfahrern und Gruppen abgebildet wird. Wenn jemand aus dem persönlichen Netzwerk ein Angebot oder Gesuch einstellt, wird die jeweilige Aktivität automatisch angezeigt. Im Idealfall gibt jeder Nutzer vor einer angestrebten Fahrt sein Angebot oder Gesuch ein und wird vermittelt. "Bei uns sagen sie einfach, was sie wollen. Sie wollen nach Frankfurt und wir sagen, ob sie jemanden finden können, der sie mitnehmen kann", erläutert Kirschner gegenüber netzwelt.

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