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Anleitung: Bilder bearbeiten mit Picture Manager 2010
Teil von Microsoft Office

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Wer seine Urlaubsfotos optimieren möchte, braucht dafür kein besonderes Programm - Microsofts Office-Suite beinhaltet mit dem Picture Manager bereits ein solides Bildbearbeitungswerkzeug.

Microsofts Picture Manager ersetzt Picture It! und Office PhotoDraw.

Bildbearbeitung hat bei Microsoft eine lange Tradition, auch wenn der Konzern aus Redmond nicht unbedingt dafür bekannt ist: Unter dem Namen Picture It! kam bereits 1996 das erste Programm auf den Markt, das dann von Microsoft Office PhotoDraw abgelöst wurde. Heute halten sich die Entwickler bei der Bildbearbeitung zurück, einzig in Microsoft Expression spielt es noch eine große Rolle.

Einrichtung mit Office 2010

Der Microsoft Picture Manager wird seit der Version 2003 zusammen mit dem Büropaket Microsoft Office ausgeliefert und ersetzt das Bildprogramm Microsoft Photo Editor, das seit Office 97 enthalten war. Die aktuelle Version trägt die Nummer 14.0 und ist seit dem 15.07.2011 verfügbar. Wer Picture Manager noch nicht auf seinem Computer vorfindet, muss die Applikation gegebenenfalls über die Systemsteuerung und den Setup-Assistenten von Microsoft Office nachträglich einrichten. Der Picture Manager 2010 versteckt sich im Bereich für zusätzliche Office-Komponenten.

Oberfläche und Bildbibliothek

Nach der erfolgreichen Installation findet der Nutzer den Picture Manager im Start-Menü im Ordner der sogenannten Microsoft Office Tools - am einfachsten ist es aber, das Programm einfach über die Suchfunktion des Betriebssystems zu starten. Microsoft Picture Manager 2010 begrüßt den Benutzer mit einer dreigeteilten Oberfläche: Links befindet sich eine schmale Spalte, in der durch die Festplatte des Systems navigiert werden kann. Sobald ein Ordner mit Bildern angeklickt wird, präsentiert der Picture Manager die erkannten Fotos mit einem Vorschau-Symbol in der mittleren Spalte.

Für die Darstellung der Bildinhalte eines Ordners kann der Nutzer satt der standardmäßigen Miniaturansicht auch die Anzeige als Filmstreifen oder die Einzelbildansicht wählen. Über die entsprechende Funktion in der rechten Spalte, die alle Funktionen der Software beinhaltet und sich je nach aktuellem Arbeitsgebiet ändert, lassen sich die Bildverknüpfungen in der linken Spalte anpassen, sodass man im Microsoft Picture Manager 2010 auch mehrere Verzeichnisse mit Fotos zu einer zentralen Bibliothek zusammenfassen kann. Sobald ein Foto groß angezeigt wird, sieht der Nutzer einen gelblichen Rand um das Bild, was sehr unschön ist. Die Konkurrenz setzt hier stattdessen auf neutrales und für das menschliche Auge angenehmeres Grau.

Die Funktionen zur Bildkorrektur sind sehr einfach gehalten.

Farbe, Kontrast, Schärfe

Um das gerade geöffnete Bild zu bearbeiten, klickt der Nutzer in der rechten Seitenleiste auf den Link zu den Bildwerkzeugen. Microsoft Picture Manager 2010 bietet ihm daraufhin an, eine automatische Korrektur der Bildinhalte durchzuführen: Dabei passt das Programm Farbe, Kontrast, Schärfe und die Helligkeit so an, dass ein möglichst optimales Ergebnis erzielt wird. Für die meisten Urlaubsfotos ist die Autokorrektur eine gute Möglichkeit, ohne große Müge die Qualität eines Bildes grundlegend zu verbessern. Leider erkennt die Autokorrektur aber zum Beispiel keine roten Augen.

Wer selbst Hand an seine Fotos legen will, kann dabei zwischen fünf sogenannten Tools für Helligkeit und Kontrast, Farbe, das Zuschneiden, Drehen und Spiegeln sowie den Rote-Augen-Effekt auswählen. Die Arbeit mit den einzelnen Tools ist sehr einfach, da Picture Manager dem Nutzer nicht sonderlich viele Optionen anbietet - daher kommen selbst Einsteiger schnellt mit der Software zurecht.

Komprimierung

Microsoft Picture Manager 2010 bietet unter den Bildwerkzeugen auch eine Funktion, um Fotos für das Web oder andere Ausgabemedien zu optimieren: Die Bildkomprimierung unterscheidet zwischen der Nutzung auf Webseiten, in Dokumenten oder E-Mail-Nachrichten, wobei letzterer Punkt für die stärkste Reduzierung der Dateigröße sorgt. Um noch mehr Speicherplatz zu sparen, sollten Benutzer zunächst die eigentlichen Abmessungen eines Bildes ändern - im Web sind selten mehr als 1000 Pixel Breite nötig. Sehr praktisch ist die Möglichkeit in der Anwendung, mehrere Dateien auf gleichzeitig in einem Ordner mit Bildern auszuwählen und diese auf einheitliche Abmessungen zu ändern.

Fazit

Der Microsoft Picture Manager 2010 ist kein Programm, das Nutzer mit professionellen Ansprüchen begeistern wird. Für Einsteiger, die sowieso bereits eine Lizenz für Microsoft Office besitzen, kommt die Bildbearbeitung aber gerade recht. Sie unterstützt alle grundlegenden Werkzeuge, die Nutzer zur schnellen Korrektur ihrer Fotos benötigen, ohne sie mit zu vielen Funktionen zu überfordern.

Kommentare zu diesem Artikel

Wer seine Urlaubsfotos optimieren möchte, braucht dafür kein besonderes Programm - Microsofts Office-Suite beinhaltet mit dem Picture Manager bereits ein solides Bildbearbeitungswerkzeug.

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  • Julia S schrieb Uhr
    AW: Anleitung: Bilder bearbeiten mit dem Picture Manager 2010

    Toller Artikel bzgl. Picture Manager 2010. Für meine privaten Fotos bleibe ich aber bei glamya.com & Photoshop.

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Anleitung: Bilder bearbeiten mit Picture Manager 2010
Anleitung: Bilder bearbeiten mit Picture Manager 2010
Microsoft Picture Manager 2010 ist Bestandteil des Büropakets und in jeder Version enthalten. Nutzer können mit der Bildbearbeitung durchaus ansprechende Ergebnisse erzielen, auch wenn sie natürlich nicht den gleichen Funktionsumfang wie Photoshop und Co. besitzt. Netzwelt stellt das Programm vor.
http://www.netzwelt.de/news/87541-anleitung-bilder-bearbeiten-picture-manager-2010.html
2011-07-16 12:26:46
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/microsofts-picture-manager-ersetzt-picture-it-office-photodraw-bild-netzwelt6712.jpg
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