Digitale Bibliothek für den Computer
EndNote im Kurztest: Literatur und Quellen am Rechner erfassen
Harte Zeiten für Autoren einer Doktorarbeit: Nach dem Guttenberg-Skandal hat die Netzgemeinde auch zahlreiche andere Plagiatoren erwischt, die ihre Quellenangaben nicht korrekt aufgelistet haben – egal ob bewusst oder unbewusst. Dabei spricht durchaus für die Doktoranden, dass die Organisation eines Literaturverzeichnisses mit Word und Co. eher schwierig ist.

Inhaltsverzeichnis
- 1EndNote für Windows
- 2Cloud-basierte Dienste
- 3Neue Literatur erfassen
- 4Integration in MS Word
- 5Fazit
- 6Übrigens ...
EndNote für Windows
Die Schachstelle aller Textverarbeitungen von Word bis LibreOffice ist, dass die Funktion zur Verwaltung von Fußnoten und Quellen nie für präzises wissenschaftliches Arbeiten entwickelt wurde. Das gilt nicht für Programme wie EndNote: Diese sind dediziert auf die Anforderungen von Universitäten und Bibliotheken angepasst. Sie eignen sich aber auch für Heimanwender, die Sammlungen von Zeitschriften, Büchern oder anderer (gedruckter) Medien mit hohem Anspruch erfassen möchten.
Die aktuelle Version X5 von EndNote steht in einer 30-Tage-Testversion kostenlos zum Download auf der Produktseite des Herstellers zur Verfügung, danach fällt eine Lizenzgebühr von etwa 100 Euro an. Die Anwendung wird neben Englisch auch mit einer deutschsprachigen Oberfläche ausgeliefert und läuft auf den Betriebssystemen Windows XP sowie Vista und auch Windows 7. Mac OS X wird in den Ausgaben 10.5 und 10.6 unterstützt, über die Lion-Kompatibilität gibt es keine Informationen.

Cloud-basierte Dienste
Die Installation des Programms ist auf jedem halbwegs aktuellen Computer nach zehn Minuten erledigt. Sobald EndNote das erste Mal gestartet wird, fragt der Willkommens-Assistent den Nutzer, ob er sich bei EndNote Web ein kostenloses Konto für zwei Jahre einrichten möchte. Der Webdienst stammt von Thomson Reuters (dem Hersteller von EndNote) und ermöglichet es, Literaturlisten im Netz abzuspeichern, um sie ohne USB-Stick zwischen mehreren PCs zu übertragen. Das ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn man beispielsweise als Student eine EndNote-Installation auch auf dem Rechner in der Uni einsetzen kann. Alle anderen Nutzer können die Anmeldung ohne Sorge überspringen.

Die häufig zu findenden Rechtschreibfehler stimmen mich misstrauisch...