Sichererer Zugriff auf entfernte Server
PuTTY: Neue Version der SSH-Software
Für die Übertragung von Dateien auf einen Server im Netz gibt es mehrere Möglichkeiten. Dabei ist vielen Nutzern nicht bekannt, dass das allseits beliebte FTP-Protokoll standardmäßig keine Verschlüsselung beinhaltet und so für Angreifer ein leichtes Ziel ist. Die Alternative Secure Shell (SSH), die in teureren Hosting-Paketen zu finden ist, übermittelt Daten dagegen nur verschlüsselt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Putty: Neue Version 0.61
- 2Integration in Windows 7
- 3Fazit
Putty: Neue Version 0.61
Das Programm Putty (Eigenschreibweise PuTTY) gehört zu den beliebtesten SSH-Clients, da es sowohl für Linux und Mac OS X als auch für Microsoft Windows erhältlich ist. Hinter der Anwendung steckt der britische Entwickler Simon Tatham, der Putty bereits 1999 in einer ersten stabilen Version freigegeben hat. Seit 2007 ruhte die Entwicklung der Software aber augenscheinlich, Putty war bei Version 0.60 stehen geblieben. Seit dem 12.07.2011 ist nun die runderneuerte Version 0.61 erhältlich.
Putty kann wie gewohnt von der Projektseite heruntergeladen werden. Dabei haben Nutzer die Wahl zwischen mehreren Versionen: Entweder bezieht man direkt die einzelnen .exe-Dateien, in denen die Komponenten von Putty, zum Beispiel spezielle Programme für die Nutzung von Telnet neben SSH, untergebracht sind oder der Nutzer nutzt ein ZIP-Archiv, das alle Programmteile beinhaltet. Die beste Möglichkeit für die Installation unter Windows ist allerdings der reguläre Setup-Assistent.

Integration in Windows 7
In der Regel ist die Installation spätestens nach zwei Minuten abgeschlossen. Putty 0.61 unterstützt wie bisher die Verschlüsselungsverfahren AES, DES, 3DES, Blowfish und Arcfour für die Absicherung einer Verbindung. Neben den SSH- und Telnet-Protokollen integriert die neue Version aber auch den GSSAPI-Standard, den die Internet Engineering Task Force als Grundlage für Sicherheitsanwendungen entwickelt hat. Die häufigste konkrete Umsetzung von GSSAPI findet man in Kerberos-Servern.
Putty 0.61 ist nun auch erstmals vollständig kompatibel zu Windows 7, sodass die Software keinerlei Probleme mehr mit der Aero-Oberfläche des Betriebssystems hat. Darüber hinaus erscheinen gespeicherte SSH-Verbindungen nun auch in den Sprunglisten und der Tastleiste, wie man es von anderen modernen Programmen kennt. Auch für Unix- und Linux-Nutzer haben die Entwickler an der Oberfläche gearbeitet: Putty kann nun mit der Grafikbibliothek GTK 2 kompiliert werden, was zu einer deutlich ansehnlicheren Darstellung des SSH-Clients unter aktuellen Linux-Distributionen führt. Putty 0.61 macht es auch deutlich leichter, eine Verbindung zu entfernten X-Servern zu erstellen.
Fazit
Das SSH-Programm Putty zieht in der Version 0.61 mit anderen Lösungen für den sicheren Zugriff auf entfernte Server gleich. Trotzdem ist die Software nur etwas für erfahrene Nutzer: Putty besitzt keine grafische Oberfläche, die Datenübertragung erfolgt komplett auf der Kommandozeile. Auch Einsteigern sollte das aber mit etwas Übung gelingen, als solide Alternative bietet sich WinSCP an.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu FTP hier.

Hallo, wie kommen Sie eigentlich auf die Idee die Software Putty mit WinSPC zu vergleichen? Meiner Meinung nach haben beide Anwendungen völlig unterschiedliche Zielsetzungen, nämlich einmal der Zugriff auf eine...