Ersetzt den Formel-Editor aus Word und OpenOffice
MathType 6.7: Komplexe Mathe-Formeln darstellen und berechnen
Mathematische Formeln gibt es schon seit hunderten von Jahren. Sie stellen eine Beziehung zwischen mathematischen oder physikalischen Größen dar und bringen fast jeden Schüler und Studenten früher oder später an die Grenze seiner Möglichkeiten. Wer Berechnungen am PC erledigen will, sollte sich das Programm MathType näher ansehen. Die Software ersetzt die aus Word und OpenOffice bekannten Pendants.

Inhaltsverzeichnis
- 1MathType in Version 6.7
- 2Formeln und Funktionen
- 3Dateitypen und Programme
- 4Fazit
MathType in Version 6.7
Die erste Version des Programms stammt bereits aus dem Jahr 1987, die jüngste Fassung 6.7 ist erst 2010 freigegeben worden. MathType nimmt für sich in Anspruch, die Formel-Editoren aus Word und OpenOffice weit hinter sich zu lassen - und das gilt leider auch für den Preis: Im Gegensatz zum kostenlosen OpenOffice.org berechnet das Unternehmen Design Science für eine MathType-Lizenz circa 100 US-Dollar (ungefähr 70 Euro). Ein Upgrade erhalten Bestandskunden für den halben Preis.
MathType 6.7 unterstützt neben den Betriebssystemen Windows 7 und seinen beiden Vorgängern auch Mac OS X 10.4 oder neuer, sodass selbst ältere Computer sich noch gut für die Nutzung der Software eignen. Der Hersteller gibt als Systemvoraussetzung lediglich zwölf Megabyte Festplattenspeicher an, die auf jedem modernen PC oder Mac vorhanden sein sollten. MathType wird stets auf CD-ROM ausgeliefert, einen Download gibt es bisher nicht. Aber immerhin ist Deutsch als Sprache im Angebot.
Formeln und Funktionen
Die Oberfläche des Programms ist in zwei Bereiche geteilt: In der unteren Hälfte befindet sich Platz für die eigentlichen Formeln, darüber findet man die wichtigsten Bausteine in Form von Symbolen. Mit MathType dürften auch Universitätsprofessoren glücklich werden. Das Programm bietet neben Klassikern wie Plus und Minus, dem Bruchstrich, der Wurzel und Klammern jeder Couleur auch Vorlagen für Integrale, Grenzwertberechnung und andere speziellere Dinge. Die Basiskomponenten einer Formel ergänzt MathType durch separate Reiter für die Arbeit mit algebraischen Funktionen, Ableitungen, Statistik, einer Matrix und Mengen sowie die Bereiche Trigonometrie und Geometrie.
Das eigentliche Schreiben einer Formel ist nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ein Kinderspiel. Die eigentliche Stärke des Programms MathType liegt nicht nur in der korrekten Umsetzung aller möglichen mathematischen Sachverhalte, sondern vor allem in der Zusammenarbeit mit dritten Programmen. So bindet sich MathType als eigenes Menü-Band unter Microsoft Office 2010 und 2007 ein, was den integrierten Formeleditor der Office-Suite komplett überflüssig macht. Allerdings funktioniert dies derzeit nur bei der 32-Bit-Fassung, die 64-Bit-Variante wird bislang nur eingeschränkt unterstützt.

Dateitypen und Programme
Die MathType-Webseite listet über 400 Programme auf, mit denen die Software zusammenarbeiten kann. Neben Microsoft Office gehören dazu auch Apple iWork, OpenOffice.org, Adobe InDesign und Acrobat, Google Docs sowie die Content-Management-Systeme Moodle und Mediawiki. Bei den zahllosen Webanwendungen beschränkt sich die Applikation allerdings darauf, dem Nutzer per Drag-and-Drop den Export aus dem MathType- in das Browser-Fenster zu ermöglichen. Das Programm selbst unterstützt neben dem Dateityp MathML auch die Speicherung als EPS oder TIFF.
Fazit
MathType 6.7 bietet dem Nutzer deutlich mehr Funktionen als der Standard-Editor für Formeln unter Microsoft Office Word und OpenOffice. Das Programm ist klein und schnell und es bietet eine breite Funktionspalette - allerdings dürfte der Preis trotzdem einige Nutzer abschrecken. Immerhin gibt Design Science seinen Kunden einen Rabatt, wenn diese Schüler, Student oder Lehrer sind.
