Streit um Kino.to-Nachfolge

Kinox.to: GVU gelassen, Filesharer-Szene gereizt

Das Streaming-Portal Kino.to ist seit kurzem unter dem Namen Kinox.to wieder im Netz zu erreichen. Der Besucheransturm war gewaltig, legte die Seite sogar vorübergehend lahm. Während sich die Filmindustrie vom Auftauchen des Kino.to-Klons wenig überrascht zeigt, sind die Betreiber des Streaming-Portals Video2K.tv empört.

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Die GVU ist vom Auftauchen von Kinox.to wenig überrascht. (Bild: Screenshot)
Die GVU ist vom Auftauchen von Kinox.to wenig überrascht. (Bild: Screenshot)
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Die Macher von Video2K.tv beschuldigen die Kinox.to-Betreiber des Diebstahls. Das Kinox.to-Team soll einfach die Datenbank von Video2K.tv angezapft und das alte Design von Kino.to kopiert haben. "Video2k.tv ist der Einzige Kino.to Klon. Video2k.tv hat die komplette Datenbank die auch Kino.to hatte nur in einem anderen, moderneren Style. Ihr könnt über die Suche jeden Eintrag den auch Kino.to hatte überprüfen und werdet was passendes finden. Traut bitte keinen anderen Seiten die vorgeben der offizielle Kino.to Klon zu sein", ist auf der Startseite von Video2k.tv zu lesen.

GVU ist nicht überrascht

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) zeigte sich dagegen wenig überrascht vom Auftauchen von Kinox.to. Pressesprecherin Christine Ehlers schrieb im GVU-Blog dazu: "Das Auftauchen der Seite ist keineswegs überraschend. Das Interesse an der Übernahme von Kino.to-Nutzern ist unter digitalen Hehlern erwartungsgemäß hoch."

Ehlers wertet die Razzia gegen Kino.to trotzdem als Erfolg: "Dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis diese Resteverwertung von kino.to online gestellt wurde offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat", heißt es im Blog weiter. Das Streaming-Portal Kino.to war Anfang Juni geschlossen und 13 mutmaßliche Betreiber verhaftet worden. Mittlerweile ist das Angebot unter neuer Adresse aber wieder online. 

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