Neuer Rechtsbeistand

Wikileaks: Assange-Fall geht in Berufung

In London steht heute, 12. Juli, Wikileaks-Gründer Julian Assange erneut vor Gericht. Der gebürtige Australier hofft darauf, in zweiter Instanz seine drohende Abschiebung nach Schweden verhindern zu können. Hierzu hat er sich einen neuen Rechtsbeistand besorgt: An Stelle von Mark Stephens wird Assange nun von der renommierten britischen Rechtsanwältin Gareth Peirce vertreten.

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Pierce fungierte bereits als Rechtsbeistand in den Fällen der Guildford Four, der Maguire Seven und der Birmingham Six. In allen drei Fällen waren mehrere Männer von der britischen Justiz fälschlicherweise als Terroristen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden, die in Berufungsverfahren später aufgehoben wurden. Die britische Tageszeitung The Guardian wertete den Wechsel des juristischen Beistandes als Zeichen, dass Assange in seiner Anhörung nun sanftere Töne anschlagen wolle.

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Vorletzte Chance

Für die Anhörung sind zunächst zwei Tage angesetzt. Sollte der High Court ebenfalls gegen Assange entscheiden, kann der mittlerweile 40-Jährige noch vor den Supreme Court ziehen. Sollten seine Einwände auch dort abgeschmettert werden, wird er noch im Laufe des Jahres an die schwedische Justiz überstellt werden.

In Schweden wird gegen Assange wegen Sexualdelikten ermittelt. Die schwedische Justiz hatte den Wikileaks-Chef im Dezember international zur Fahndung ausgeschrieben, da Assange sich geweigert haben soll, nach Schweden zurückzukehren, um dort zu den Vorwürfen auszusagen. Im gleichen Monat nahm Scotland Yard den Australier fest, seither wehrt sich Assange aber mit allen juristischen Mitteln gegen seine Auslieferung. Er befürchtet, dass die schwedische Justiz ihn direkt in die USA überstellt, wo ihm womöglich wegen der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente eine Verurteilung droht.

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