Nach erfolgreichem Start und Andock-Manöver
Atlantis: Die Arbeiten der Shuttle-Crew beginnen
Die allerletzte Mission eines Spaceshuttles ist gestartet. Die Atlantis ist seit Sonntag, 10. Juli, mit der Internationalen Raumstation (ISS) verbunden und die Crew ist inzwischen an Bord der ISS. Jetzt beginnen die Arbeiten für die vier Astronauten.
Der erste Startversuch ist geglückt: Am Freitag, 8. Juli, hob zum letzten Mal ein Space Shuttle der NASA ab. Wegen schlechter Wetterbedingungen stand der Start zunächst auf der Kippe, aber um 17.29 Uhr deutscher Zeit konnte die Reise dann doch losgehen. Die Atlantis-Crew besteht aus den NASA-Astronauten Chris Ferguson, Doug Hurley, Sandra Magnus und Rex Walheim.
Angedockt seit Sonntag
Nach zwei Tagen Flug ins Weltall dockte die Atlantis dann am Sonntag, 10. Juli, erfolgreich an der Internationalen Raumstation an. Um 17.07 Uhr deutscher Zeit war der Vorgang abgeschlossen, rund eineinhalb Stunden später konnten die vier Astronauten die ISS betreten. Mit an Bord der Atlantis befinden sich wichtige Versorgungsgüter für die Besatzung der Internationalen Raumstation sowie Ersatzteile. Ebenfalls zur ISS wurde außerdem ein iPhone gebracht, mit dem die Besatzung Experimente rund um Navigation durchführen sollen.
Zu den Arbeiten der Atlantis-Crew zählt auch das Ausladen der Teile und Versorgungsgüter sowie das Beladen der Atlantis mit Fracht, die zurück zur Erde gebracht werden soll. Mit dabei ist eine defekte Pumpe, die während eines Weltraumspaziergangs von zwei Mitgliedern der ISS-Besatzung ausgebaut wird. Auf der Erde wird die Pumpe untersucht, um die Ursache des Defekts zu klären.
In den kommenden Tagen wird die NASA Weltraumschrott beobachten, der am Dienstag, 12. Juli, möglicherweise relativ nahe an der Station vorbeifliegen wird. Die Teile stammen vom Satelliten COSMOS 375. Möglicherweise wird die Atlantis benötigt, um die Position der Raumstation zu verändern - und zwar mit der Zündung der Korrekturdüsen des Shuttles. Erst vor Kurzem musste sich die Besatzung der Raumstation in Sojus-Kapseln in Sicherheit bringen, weil die Möglichkeit einer Kollision mit Weltraumschrott bestand.
