Kosmischer Verwandlungskünstler

Im Kurztest: Ben 10: Ultimate Alien - Cosmic Destruction

Zuerst wuselte Kindskopf "Ben 10" durch das Cartoon-TV-Programm, dann wurde die Nachfolgeserie "Ben 10: Alien Force" ausgestrahlt. Inzwischen ist der kindliche Held fast erwachsen und rettet in "Ben 10: Ultimate Alien" das Universum vor der kosmischen Zerstörung - sowohl im Fernsehen als auch auf nahezu allen Spielekonsolen.

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Im Test: Ben 10: Ultimate Alien - Cosmic Destruction - Das Spiel zur Zeichentrickserie erweist sich als plumpe Prügelei. (Bild: Namco Bandai Games)
Das Spiel zur Zeichentrickserie erweist sich als plumpe Prügelei. (Bild: Namco Bandai Games)

In der Umsetzung der flippigen Trickfilmreihe feiert der kalifornische Entwickler Papaya sämtliche Verwandlungsformen und prominenten Fieslinge der Vorlage ab: Ben wetzt durch unterirdische Tempelanlagen und Viertel bekannter Weltstädte, um die Bedrohung durch intergalaktische Kotzbrocken abzuwenden. Gerät der Teenage-Held an ein für seine bescheidenen menschlichen Fähigkeiten unüberwindbares Hindernis, aktiviert er sein Armbanduhr-ähnliches Mutations-Tool: Die "Ultimatrix" verwandelt Ben in eines von vier Aliens, die der Spieler vor dem Level-Einstieg ausgewählt hat.

Als vierschrötiger Echsen-Rowdie betätigt er schwere Mechanismen oder verschiebt kolossale Kisten, die Verwandlung in eine rotierende, schwebende Schildkröte erlaubt ihm die unbeschadete Überquerung von Abgründen. Als kampfwütiger Pflanzen-Mann malträtiert er seine Widersacher mit aus dem Boden wachsendem Wurzelwerk, in der Gestalt eines puppigen, kleinen Androiden darf er sich verdoppeln, um zwei Türschalter gleichzeitig zu aktivieren. In einem stählernen Schutzanzug vermöbelt er Feinde mit knallharten Wrestler-Attacken oder verbrutzelt sie mit seinem Augen-Laser.

Im Test: Ben 10: Ultimate Alien - Cosmic Destruction

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Was zunächst wie das perfekte Konzept für ein ausgeklügeltes Action-Adventure erscheint, entpuppt sich leider schnell als gerade noch durchschnittlicher Jump&Run-Exkurs mit Prügelspiel-artigen Keilereien und dezenter Rätsel-Schlagseite. In der PS2- und Wii-Version mögen die auf Grafiksparflamme gekochten Simpel-Level noch akzeptabel sein, Xbox-360- und PS3-Besitzer fühlen sich schlicht veralbert. So richtig ärgerlich sind aber die zahlreichen technischen Schlampereien: Viele Höhenunterschiede werden von der Software schlicht ignoriert, als Folge schweben Ben & Co. einen halben Meter über dem Boden. Obendrein mangelt es vielen Aliens an der nötigen Beweglichkeit, weshalb manch eigentlich seichter Geschicklichkeitstest zur Nervenzerreißprobe wird. Erschwerend hinzu kommt, dass zahlreiche Rücksetzpunkte mehr als unfair gesetzt sind: Wer zum zehnten Mal in Folge ohne eigenes Verschulden umkommt und dieselbe Zwischensequenz schon wieder ertragen muss, dem vergeht die Lust am ewigen Verwandlungs-Marathon.

Datenblatt

Ben 10: Ultimate Alien - Cosmic Destruction
SpielnameBen 10: Ultimate Alien - Cosmic Destruction
HerstellerD3 Publisher
VertriebNamco Bandai Partners
GenreAction-Adventure
Erhältlich ab17.06.2011
Preisca. 40 Euro
EAN Code5060125485828
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
Multiplayer1-2
Sonstiges 
Bewertung Grafikausreichend
Bewertung Steuerungbefriedigend
Bewertung Soundbefriedigend
Bewertung Spielspassausreichend
Bewertung Gesamtausreichend
SystemPS3
SystemXbox 360
SystemNintendo DS
SystemPS2
SystemPSP
SystemWii

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