Zombiejagd im Akkord

Im Kurztest: Resident Evil: The Mercenaries 3D

Was in "Resident Evil" 4 und 5 noch ein bloße Dreingabe war, mutiert auf Nintendos neuer Hosentaschenkonsole 3DS nun zum Vollpreisspiel. "Mercenaries" ist kein neues Horror-Abenteuer, sondern eine Zombie-Schießbude mit Zeitlimit.

Resident Evil: The Mercenaries 3D - Captivate-Trailer: Dieser Trailer zeigt dem Spieler, was diesen im Nintendo 3DS Titel Resident Evil: The Mercenaries 3D erwartet. Zombie-Massaker in 3D, mit vier Spielfiguren. Beides wird in diesem Video vorgestellt. Zum Video: Resident Evil: The Mercenaries 3D - Captivate-Trailer

In bedächtigem Tempo durch dunkle Katakomben kriechen, fiese Kopfnüsse knacken, gelegentlich einem Zombie Manieren beibringen und dabei hoffentlich die Herzpillen griffbereit haben - denn der nächste gemeine Schockeffekt kommt bestimmt: All das zeichnete die ersten "Resident Evil"-Abenteuer aus, wie Millionen Fans es kennen und lieben. Ab Teil vier (GameCube) hat man das eher bedächtige Spieltempo deutlich angezogen, und bei Teil fünf (Xbox 360, PS3, PC) mussten viele Serien-Freunde mit gemischten Gefühlen dabei zusehen, wie das einstige Horror-Adventure immer mehr zum reinen Actiontitel wurde. Noch härter war dabei der "Mercenary Modus": Der lädt seit der vierten Episode dazu ein, abseits des Hauptspiels so viele faulige Kontrahenten wie möglich umzupusten - und zwar innerhalb eines knappen Zeitlimits.

Genau hier setzt das 3DS-Debüt der Serie an: Capcom extrahiert Levels aus den Teilen vier und fünf, versetzt sie mit untoten Legionen sowie neckischen Extras, die einem etwas mehr Luft verschaffen, und reicht dazu als besonderes Schmankerl eine spielbare Demo von "Resident Evil: Revelations" - der ersten echten Serien-Fortsetzung für die neue Pocket-Konsole.

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Visuell kann das kleine "Mercenaries" locker mit seinen großen Brüdern konkurrieren, lediglich bei der einen oder anderen Textur wurde die Farbpalette des Vorbilds ein wenig reduziert. Problematischer ist da schon die Steuerung, die ohne zweiten Analogstick auskommen muss: Auf Xbox 360 und PS3 hat man mit dem zweiten Steuerknüppel den Blickwinkel justiert, auf dem 3DS muss man dasselbe Kunststück durch Touchscreen-Wischer vollbringen. Weil das im Eifer des Gefechts aber kaum möglich ist, erweist es sich als umso schwerer, inmitten hungriger Zombie-Meuten den Überblick zu bewahren. Obwohl die Entwickler diesem Problem gerecht wurden, indem sie Tempo und Schwierigkeitsgrad etwas drosselten, fühlt man sich gerade anfangs mit der Steuerung überfordert.

Dennoch: Wer dem Hosentaschen-Horror eine Chance gibt und sich geduldig einballert, der genießt einen vor allem technisch grandiosen Untoten-Shooter, der eindrucksvoll zeigt, was mit Nintendos neuer Konsole alles möglich ist - gelungene 3D-Effekte inklusive.

Im Test: Resident Evil: The Mercenaries 3D

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Im Test: Resident Evil: The Mercenaries 3D - "Resident Evil: The Mercenaries 3D" bietet Action satt. (Bild: Capcom / Nintendo)
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"Resident Evil: The Mercenaries 3D" bietet Action satt. (Bild: Capcom / Nintendo)

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Im Test: Resident Evil: The Mercenaries 3D - Grafisch kann das kleine "Mercenaries" locker mit seinen großen "Reisdent Evil"-Brüdern konkurrieren. (Bild: Capcom / Nintendo)
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Grafisch kann das kleine "Mercenaries" locker mit seinen großen "Reisdent Evil"-Brüdern konkurrieren. (Bild: Capcom / Nintendo)

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Im Test: Resident Evil: The Mercenaries 3D - Guter Tiefeneffekt: "Mercenaries" reizt die Fähigkeiten des 3DS aus. (Bild: Capcom / Nintendo)
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Guter Tiefeneffekt: "Mercenaries" reizt die Fähigkeiten des 3DS aus. (Bild: Capcom / Nintendo)

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Im Test: Resident Evil: The Mercenaries 3D - Das Erste-Hilfe-Spray wirkt wahre Wunder ... (Bild: Capcom / Nintendo)
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Das Erste-Hilfe-Spray wirkt wahre Wunder ... (Bild: Capcom / Nintendo)

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Im Test: Resident Evil: The Mercenaries 3D
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Im Test: Resident Evil: The Mercenaries 3D

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Schade allerdings, dass der Hersteller für die kleinen "Mercenaries" satte 40 Euro haben will: für die Handheld-Auslagerung eines ehemaligen Bonusspiels ganz schön happig. Unschön außerdem, dass der einmal angelegte Spielstand nicht mehr gelöscht werden kann: Durch diese Maßnahme möchte Capcom vermutlich denjenigen einen Strich durch die Rechnung machen, die ihre Cartridge - einmal gespielt - weiterverkaufen möchten. Die anhaltende Kritik an dem System hat Capcom jedoch mittlerweile zum Umdenken bewogen. "Angesichts der vielen Diskussionen werden wir auf dieses System nicht noch einmal zurückgreifen", so der US-amerikanische Capcom-Chef Christian Svensson.

Datenblatt

Resident Evil: The Mercenaries 3D
SpielnameResident Evil: The Mercenaries 3D
HerstellerCapcom
VertriebCapcom / Nintendo
GenreAction-Adventure
Erhältlich ab01.07.2011
Preisca. 40 Euro
EAN Code0045496520892
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 18 Jahren
Multiplayer1-2
Sonstiges 
Bewertung Grafiksehr gut
Bewertung Steuerungbefriedigend
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
System3DS

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