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Interview mit der GVU: "Das war bereits der dritte Strafantrag gegen kino.to"
Im Gespräch mit Pressesprecherin Christine Ehlers

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Seit jeher gilt die GVU als eine der umstrittensten Organisationen des Landes. Im Gespräch mit netzwelt erklärt die Pressesprecherin Christine Ehlers, welche Interessen der gemeinnützige Verein wirklich verfolgt.

Christine Ehlers ist Pressesprecherin der GVU und arbeitet am Hauptsitz in Berlin. (Quelle: Ehlers/GVU)

Die Abkürzung GVU steht für Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, einen gemeinnützigen Verein mit Sitz in Berlin. Im Gespräch mit netzwelt erklärt Pressesprecherin Christine Ehlers, wie die Organisation aufgebaut ist, wie der Fall kino.to abgelaufen ist und was deutsche Staatsanwaltschaften auszeichnet.

Christine Ehlers ist Pressesprecherin der GVU und in dieser Funktion für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit der Organisation zuständig. Die GVU gehört seit jeher zu den umstrittensten Vereinen der Bundesrepublik, da sie immer wieder spektakuläre Urheberrechtsverletzungen aufdeckt  - und dabei gerne auch über das Ziel hinaus schießt, wie im Video-Fall Mitte 2010.

Netzwelt: Guten Tag, Frau Ehlers. Sie sind Pressesprecherin der GVU. Was macht Ihr Arbeitgeber genau, für was sind Sie zuständig?

Ehlers: Die GVU, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V., wurde 1984 gegründet. Wir sind eine gemeinnützige Organisation, die im Auftrag ihrer Mitglieder die Strafverfolgung schwerwiegender Urheberrechtsverletzungen unterstützt. Unsere Mitglieder kommen aus dem Filmbereich - also zum Beispiel diverse Hollywood-Studios, Film-Verleiher und Unternehmen aus dem Bereich Home Entertainment, aber auch kleinere, national ausgerichtete Organisationen wie Senator haben sich uns angeschlossen. Außerdem stammen einige unserer Mitglieder aus dem TV-Segment und aus der Spieleindustrie.

Diese Mitglieder haben uns damit beauftragt, die Strafverfolgung von Urheberrechtsverletzungen zu unterstützen. Das heißt, dass Abmahnungen nicht unser Business sind. Wir sammeln, soweit wir das als privatrechtliche Organisation machen können, gegen solche Leute Informationen, die in hohem Maße Urheberrechtsverletzungen begehen. Dazu gehören etwa die Betreiber illegaler Streaming-Angebote im Web, aber auch Personen, welche die erste Kopie eines aktuellen Films ins Netz stellen.

Netzwelt: Über welches Jahresbudget verfügt die GVU? Wie hoch ist die aktuelle Zahl der Beschäftigten?

Ehlers: Für eine so bekannte Organisation wie die GVU sind wir erstaunlich klein. Derzeit arbeitenbei uns 16 Mitarbeiter, von denen die meisten in der Zentrale in Berlin sitzen. Es gibt aber auch einige Kollegen, die zu Hause arbeiten und bundesweit verteilt sind. Dementsprechend sind auch die Aufgaben unterschiedlich verteilt: Ich bin für die Pressearbeit zuständig, dazu kommen zwei Juristen, zwei Sachbearbeiter, ein Techniker, die Geschäftsleitung und diverse sogenannte Ermittler, die im Home Office arbeiten. Sie erledigen die operative Unterstützung bei der Strafverfolgung. Zur Ihrer zweiten Frage: Ich bin leider nicht befugt, über die Finanzen des Vereins zu sprechen. Sagen wir es aber mal so: Es ist nicht unglaublich viel. (lacht)

Netzwelt: Sie haben selbst angesprochen, dass bei ihnen "Ermittler" arbeiten. Die Privatisierung der Ermittlungsarbeit, die eigentlich den Strafverfolgungsbehörden zukommt, wird ja nicht nur positiv gesehen. Geht diese Kritik spurlos an der GVU vorüber?

Ehlers: Im Grunde genommen können wir Ermittlungen, wie sie die Polizei unternimmt, als privatrechtliche Organisation überhaupt nicht machen. Insofern sind wie nur vorbereitend tätig. Bei Urheberrechtsverletzungen ist es ja so, dass man einen Strafantrag stellen muss, damit ein Vergehen verfolgt wird. Erst damit bringt man dann die polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in Gang. Das übliche Prozedere bei uns ist so, dass wir nicht bei irgendeiner Staatsanwaltschaft einen Strafantrag gegen Unbekannt stellen, sondern möglichst viele Informationen zu einem konkreten Sachverhalt sammeln, um dann in einem Strafantrag bereits Hinweise auf den Umfang der Urheberrechtsverletzungen zu geben und Behörden mögliche Anknüpfungspunkte und im besten Fall auch konkrete Namen für die weitere Arbeit zu liefern.

Bei den Behörden gibt es natürlich ein gewisses Ressourcenproblem im Bereich des Urheberrechts. Zum einen gibt es sehr viele Urheberrechtsverletzungen - und Staatsanwälte können sich ja auch nicht nur darum kümmern - und gleichzeitig bedarf es schon recht viel Energie und Zeit, um überhaupt eine Vorstellung über die Schwere einer Urheberrechtsverletzung zu bekommen.

Die Staatsanwaltschaft Dresden geht mit einer Sonderermittlungseinheit gegen kino.to vor.

Netzwelt: Gehen deutsche Staatsanwaltschaften mit "weichen" Delikten wie Urheberrechtsverletzungen zu lasch um, interessiert man sich Ihrer Meinung nach zu wenig dafür?

Ehlers: Nein, ich glaube nicht dass das Interesse fehlt - das sieht man ja bei dem Fall kino.to auch sehr deutlich. Die ganze Arbeit, die der Fall bei den Behörden jetzt ausgelöst hat, tut sich niemand an, der kein Interesse an so etwas hat. Es ist aber natürlich so, dass einem Staatsanwalt das Spezialwissen fehlen kann, um ein Verfahren gegen Urheberrechtsverletzungen zügig durchzuziehen, wenn er neben Betrug, Raub und Mord eben auch noch für diesen Bereich zuständig ist. Es gibt durchaus schon die eine oder andere auf Internetkriminalität spezialisierte Einheit bei deutschen Staatsanwaltschaften, bei der Urheberrechtsverletzungen auch mit bearbeitet werden. Rein auf Urheberrechtsverletzungen fokussierte Abteilungen gibt es meines Wissens nach aber nicht. Da haben wir bei der GVU, die seit mehr als 25 Jahren nichts anderes macht, einen anderen Kenntnisstand als jemand, der sich nur ab und an mit dem Thema beschäftigt. Die Frage, wie zum Beispiel BitTorrent funktioniert, wo dort überhaupt die Straftat begangen wird und wie ich einen Täter herausfinden kann, lernt man ja bekanntlich nicht unbedingt im Jurastudium.

Netzwelt: Kommen wir zu kino.to - um die Plattform gab es ja in den letzten Wochen einige Aufregung. Stimmt es, wenn ich behaupte, dass bei ihnen im Haus die Sektkorken geknallt haben, als kino.to offline ging?

Ehlers: Bei uns hat es, ehrlich gesagt, zwei oder drei Wochen gedauert, bis wir uns dann endlich freuen konnten, weil mit dem Zugriff eine ganze Menge Arbeit auf uns zugekommen ist. Die Filmbranche hat sich sehr gefreut über den Fall - und wir natürlich auch, weil es immer schön ist, wenn man jahrelang an einer Sache arbeitet und man am Ende eine Vorstellung davon hat, wer dahinter steckt und wie die Plattform aufgebaut sein könnte. Wenn es dann zu so einem Verfahren kommt und die Seite tatsächlich nicht mehr online ist - was ja auch nicht immer sichergestellt werden kann - hat sich die Arbeit richtig gelohnt.

Grundsätzlich stellen wir, wie gesagt, immer erst an einem Punkt Strafantrag, an dem wir eine konkrete Sache mitteilen können. Bei kino.to war das nicht unser erster, sondern bereits der dritte Strafantrag. Die beiden vorigen Verfahren sind am Ende des Tages ins Leere gelaufen. Am besten ist es immer, wenn man einen Strafantrag gegen eine oder mehrere namentlich genannte Personen stellen kann. Zuvor hatten wir über sehr komplexe Verfahren, die über das Ausland liefen, und durch Aktionen einer unserer Partnerorganisationen in den Niederlanden einige Namen erhalten, die sich am Ende dann aber leider als Täuschungsmanöver herausgestellt haben. Die genannten Personen existierten gar nicht - aber diesmal war das anders: Wir hatten Angaben über konkrete Personen und die Struktur der Seite, die wir im Strafantrag nennen konnten. Die Behörden haben dann schnell reagiert: Der Strafantrag wurde am 28.4. gestellt und knapp zweieinhalb Monate später schickten sie Beamte durch die gesamte Bundesrepublik.

Netzwelt: Ist die Geschwindigkeit der Behörden in diesem Fall wirklich so besonders?

Ehlers: Das ist schon sehr ungewöhnlich. Der Unterschied der Generalstaatsanwaltschaft Dresden im Vergleich mit anderen Behörden ist, dass sie einen ganzen Stab eigener Technikexperten besitzt, auf die ein anderer Staatsanwalt gar nicht zugreifen kann. Die Mitarbeiter dort haben ganz andere Ressourcen im Hintergrund, um einen solchen Fall auch zügig anzugehen. Häufig ist es leider so, dass wir Strafantrag stellen und es erst Monate später zu einer Durchsuchung kommt. Gerade bei Ermittlungen im Ausland dauert das normalerweise ewig.

Die GVU hat die Ermittlungen gegen kino.to ins Rollen gebracht.

Netzwelt: Es ist eigentlich unumstritten, dass sich die Betreiber von kino.to strafbar gemacht haben. Bei der Strafbarkeit der Nutzung eines solchen Streaming-Angebots gibt es aber durchaus unterschiedliche Meinungen von Juristen. Wie ist Ihre Position?

Ehlers: Grundsätzlich ist es so, dass man etwas mit den eigenen Augen ansehen kann, es aber vom Urheberrecht nicht erfasst wird. Die Frage, um die hier gestritten wird, betrifft aber die Vervielfältigung von Inhalten. Was passiert eigentlich, wenn man einen Stream anschaut? Findet dabei eine Vervielfältigung im Sinne des Urheberrechts statt oder nicht? Ab welchem Stadium kann man von einer vollwertigen Kopie sprechen? Beim Streaming wird in der Regel im Arbeitsspeicher ein Teil der Inhalte abgelegt, damit zum Beispiel ein Film ruckelfrei angesehen werden kann - und es gibt ja auch Software, die solche Zwischenspeicherungen wieder zu einer vollständigen Datei zusammensetzen kann. Vor diesem Hintergrund sind wir der Auffassung, dass eine Vervielfältigung tatsächlich stattfindet, wenn man ein solches Angebot anschaut - und die Kopie einer illegalen Kopie ist laut Urheberrecht stets auch illegal.

Es gibt andere Juristen, die die Meinung vertreten, dass eine Zwischenspeicherung noch nicht den Status einer Vervielfältigung hat. Die ganze Sache kann letztendlich nur von einem Gericht geklärt werden, da das Urheberrecht ja mit Absicht allgemein gehalten ist und seine Bestimmungen progressiv ausgelegt werden müssen.

Netzwelt: Nach dieser Argumentation begehe ich aber bei jedem Besuch einer beliebigen Webseite genauso eine Urheberrechtsverletzung, da der Browser ja eine Kopie urheberrechtlich geschützter Werke wie Texte oder Bilder in den Arbeitsspeicher schreibt.

Ehlers: Der feine Unterschied ist dabei aber, dass hier das Original eben nicht illegal ist. Wir haben ja das Recht, unsere Texte auf unserer Webseite zu veröffentlichen. Wenn sie von dieser legalen Vorlage jetzt eine Kopie ziehen, ist diese auch automatisch legal. Wenn wir jetzt aber sagen, dass niemand den Text anschauen darf, ist das natürlich ein ganz anderer Fall - das ist der Unterschied. Die Filme und TV-Serien, die bei kino.to angesehen werden konnten, wurden dort nicht mit dem Einverständnis der Rechteinhaber eingestellt - deswegen handelt es sich hier um illegale Vorlagen, bei denen auch das Streaming illegal ist.

Netzwelt: Gibt es eine Grundregel, an sie sich die Nutzer halten können, um illegale Plattformen wie kino.to zu erkennen?

Ehlers: Nein, einfache Merkregeln gibt es eigentlich nicht. Insbesondere gilt heute nicht mehr der Grundsatz, dass kostenpflichtige Angebote auch automatisch legal sind und nicht auf Urheberrechtsverletzungen aufbauen. Ein Hinweis kann aber die Endung der Domain sein: Mir ist keine legale Film-Plattform bekannt, die auf .to oder .tv endet, die ja eigentlich Länder-TLDs darstellen. Außerdem sollten Nutzer darauf achten, ob die Seite über ein Impressum verfügt und darin alle üblichen Angaben enthalten sind. Und: Solange ein Film in den Kinos gezeigt wird, kann er gar nicht legal im Netz stehen. Im Zweifelsfall kann ein Nutzer aber auch bei uns nachfragen, ob die jeweilige Seite illegaler Natur ist oder sorgenlos besucht werden kann.

Netzwelt: Urheberrecht und Lizenzbedingungen sind immer häufiger auch ein Grund dafür, dass Videos bei YouTube in Deutschland nicht verfügbar sind. Wie sehr ärgern sie diese Probleme ganz persönlich?

Ehlers: Ich selbst suche keine Musikvideos auf YouTube, ich kenne das aber durchaus von anderen. (lacht) Das Problem bei der Sache ist meiner Meinung nach, dass das Urheberrecht und die Lizenzen von Land zu Land verschieden sind. Wenn man sich aber im Internet bewegt, ist man diese nationalen Grenzen nicht gewohnt. Meinem Vater ist es schon einmal passiert, dass ein YouTube-Video gesperrt wurde: Er untermalt gerne Urlaubsvideos mit Musik und lädt diese bei YouTube hoch, was dazu geführt hat, dass einer seiner Filme von Deutschland aus nicht mehr zu erreichen war. Er hat überhaupt nicht verstanden, was die Gründe dafür sind. Ich habe dann versucht, ihm das zu erklären, was ziemlich lange gedauert hat. Für Verbraucher ist es sehr schwierig, so etwas zu verstehen - und ab einem bestimmten Punkt ist es überhaupt nicht mehr verstehbar. Das ist durchaus suboptimal.

Netzwelt: Die GVU muss sich teilweise heftige Kritik gefallen lassen. Wie gehen Sie damit um? Wie sehr ärgern Sie manche Äußerungen?

Ehlers: Das kommt immer auf die Tonalität der Kritik an. Wenn dabei Begriffe wie "Content Mafia" fallen, lese ich in der Regel nicht mehr weiter. Das ist in meinen Augen reine Polemik, die man sich nicht antun muss. Es gibt im Web durchaus aber auch dedizierte Meinungen, die ich zwar inhaltlich nicht unbedingt teilen muss, aber mit Interesse verfolge - und natürlich gibt es Punkte, bei denen die Wirtschaft nachsteuern muss, beispielsweise bei der Ausgestaltung und Bedienbarkeit legaler Download-Plattformen. Grundsätzlich ist es aber unser Auftrag, bei der Strafverfolgung von Urheberrechtsverletzungen zu helfen - und das tun wir, auch wenn wir uns dafür Kritik einhandeln. Wir sind der Meinung, dass das Urheberrecht durchaus Sinn macht.

Netzwelt: Herzlichen Dank für dieses Interview. Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute.

(Das Gespräch wurde am 07.07.2011 telefonisch geführt.)

Kommentare zu diesem Artikel

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  • Babs 111 schrieb Uhr
    AW: Interview mit der GVU: "Das war bereits der dritte Strafantrag gegen kino.to"

    H A L L E L U J A !!!!! Kino.to ist wieder da.....So und jetzt geh ich in aller Herrgottsfrühe los, hole mir ein halbes Fläschchen Champagner und stelle mir die Gesichter der GVU-******** vor während ich mir einen wirklich,wirklich schönen Tag mache
  • rolfe schrieb Uhr
    AW: Interview mit der GVU: "Das war bereits der dritte Strafantrag gegen kino.to"

    so..kino.to unter einer leicht abgewandelten Adresse zurück. Satz mit x und so.. :-) herzlichen Glückwunsch, GVU, zu diesem gigantischen Schlag gegen die Filmpiraterie..
  • Matzeee_ schrieb Uhr
    AW: Interview mit der GVU: "Das war bereits der dritte Strafantrag gegen kino.to"

    Ich find`s richtig JEDER der seine Musik illegal lädt oder Filme Streamt oder gar Runterlädt gehört hinter Gittern! Ich kann meinen Kindern ja auch nicht vorgaukeln sich an Regeln zu halten wenn ich selbst nicht dazu in der Lage bin...
  • Babs 111 schrieb Uhr
    Inkompetenz und Dummheit

    Was Frau Ehlers so schön diskret als "suboptimal" beschreibt, ist nichts anderes als eine unglaubliche Verblödung und Gängelung des Verbrauchers, der gezwungen wird sein sauer verdientes Geld für einen Haufen arbeitsscheuer Konzernmanager in Sachen Filmverleih zum Fenster rauszuschmeißen. Für Leute, die keinerlei kreative Leistung erbracht haben, denn die Filmschaffenden sind ja schon bezahlt, wenn der Film ins Kino kommt. Was mich aber wirklich auf die absolute Spitze der Palme treibt: Leute, die nicht einmal ansatzweise in der Lage sind, ein Portal wie Kino.to auf die Beine zu stellen, sei es aus Dummheit oder aus schlichtem Desinteresse führen hier das große Wort und maßen sich an deutschen Gerichten das Strafmaß (geforderte 15 Jahre) sozusagen "vorzuschlagen" - ja wo sind wir denn eigentlich??? Man ist selbst zu dämlich, zu bequem, zu raffgierig, zu phantasielos, zu rückständig, zu arrogant und vor allem viel zu inkompetent in Sachen Film um auf die Wünsche und Erwartungen seines Kunden einzugehen und beklagt sich dann wenn´s Andere tun - DAS ist ein echtes Beispiel für Neidkultur. Wie inkompetent diese Typen wirklich sind ersieht man schon allein daran, dass ein großartiges Portal zerstört wurde. Kino.to war ja nicht irgendeine Plattform auf der man grade mal zwischendurch ein neueres Hollywoodfilmchen schauen konnte, sondern eine sehr, sehr umfangreiche Sammlung von neuen und alten Filmen und Serien. Und wer sich mit dem Metier Film beschäftigt, der wird wissen, dass Filme, egal ob gut oder schlecht, immer auch ein Spiegel ihrer Zeit und der gesellschaftlichen Verhältnisse und Ängste sind. Für meine Begriffe ist mit dieser einmaligen Sammlung ein echtes Kulturgut in Sachen Filmmedium zersört worden, und das bringt nur jemand übers Herz, dem Inhalte völlig egal sind, weil nur und ausschließlich die Kohle in der eigenen Tasche zählt. Es wird zwar viel darüber geschrieben, welche Millionen der "berüchtigte Schwerstverbrecher Dirk B." angehäuft hatte, aber anscheinend war es nicht genug, die Contentmafia zu einem eigenständigen Angebot zu reizen..... Ich hatte jedenfalls viel Freude daran gehabt bei Kino.to zu stöbern, mal hier, mal da reinzuschauen, ein Filmchen zu gucken oder auch mal eine längst vergessene Lieblingsserie wieder zu entdecken. Meine persönliche Konsequenz aus der Kriminalisierung der Kino.to Betreiber: Ich werde kein Kino mehr betreten und mir jeden neuen Film im Internet angucken. Man möge mir glauben, DVD´s werden erst recht nicht mehr gekauft.......! Und an Frau Ehlers: Die Bezeichnung CONTENTMAFIA ist noch viel zu diskret für meine Begriffe. Sie haben mit Ihrer Zerstörungswut und Raffgier dafür gesorgt, dass Sie mein Geld garantiert nicht mehr sehen!
  • Ingen schrieb Uhr
    AW: Interview mit der GVU: "Das war bereits der dritte Strafantrag gegen kino.to"

    Mir ist nicht ganz klar, wie ein Haufen Privatdedektive, der die Interessen von Nimmersatten vertritt, den Staus der Gemeinnützigkeit erlangen konnte.
  • Olli91 schrieb Uhr
    AW: Interview mit der GVU

    Gemeinnützig? Haha, ein Verein der einigen großen Konzernen hilft nennt sich jetzt gemeinnützig? Und muss nichtmal seine Finanzen offen legen wo er doch massig Steuererleichterungen kriegt? Und bitte - gebt diesen Heuchlern die nur EIN ZIEL verfolgen, nämlich noch mehr Kohle scheffeln und Netzbürger kriminalisieren nicht so viel Raum!

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Interview mit der GVU: "Das war bereits der dritte Strafantrag gegen kino.to"
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Seit jeher gilt die GVU als eine der umstrittensten Organisationen des Landes. Im Gespräch mit netzwelt erklärt die Pressesprecherin Christine Ehlers, welche Interessen der gemeinnützige Verein wirklich verfolgt.
http://www.netzwelt.de/news/87476-interview-gvu-war-bereits-dritte-strafantrag-gegen-kino-to.html
2011-07-10 12:10:40
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Interview mit der GVU: "Das war bereits der dritte Strafantrag gegen kino.to"