Computer beschlagnahmt

Besuch vom Secret Service: Künstler fotografierte heimlich Apple-Kunden

Besuch vom Secret Service: Künstler fotografierte heimlich Apple-Kunden Ein amerikanischer Künstler hat in zwei Apple-Läden ein Programm auf mehrere Rechner aufgespielt, das automatisch Bilder von den Kunden macht, die sich das Gerät gerade anschauen. Die Aktion blieb seitens Apple nicht unbemerkt und so bekam Kyle McDonald jetzt Besuch vom Secret Service, wie der US-Blog Mashable berichtet.

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Unter den Aufnahmen tauchte irgendwann ein Bild auf, das einen Techniker von Apple zeigt. Dadurch wurde McDonald klar, dass Apple ihm wohl auf die Schliche gekommen war. Zunächst ging er aber davon aus, dass das Unternehmen wohl kein Problem mit dem heimlich eingespielten Programm haben würde. Diese Meinung änderte sich am Donnerstag Morgen, 7. Juli.

Apple wird sich noch bei McDonald melden

An diesem Tag bekam der Künstler nämlich Besuch von vier Agenten des Secret Service. Mit dabei hatten sie einen Durchsuchungsbefehl wegen Computerkriminalität. Die Agenten beschlagnahmten zwei Computer, einen iPod und zwei USB-Speichersticks. Außerdem erklärten sie McDonald, dass er noch von Apple hören werde.

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McDonald gibt laut Mashable inzwischen zu, dass "das Projekt einigen Menschen nicht behagt". Durch das Programm, das der Künstler auf die Rechner gespielt hatte, nahm die Webcam der Rechner pro Minute ein Bild auf. Die doch eher gelangweilten Gesichtsausdrücke der Kunden veröffentlichte er dann als Bilder und in einem Video. Außerdem veranstaltete er damit vor kurzem eine Art Ausstellung in den betroffenen zwei Apple Stores. Kunden, die sich einen Computer angeschaut hatten, sahen dabei zunächst ein Bild von sich selbst und anschließend Bilder von anderen Nutzern.

McDonald betonte, dass er darauf verzichtet habe, seinen Programm-Code online zu veröffentlichen. Er erkenne die Gefahr an, dass "die Technologie hinter seiner Kunst für weniger freundliche Zwecke eingesetzt werden könnte". Außerdem erklärte er, dass er Bilder von Menschen aus seiner Sammlung entfernen werde, die ihn darum bitten.

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